{"id":1177117,"date":"2026-07-19T03:26:20","date_gmt":"2026-07-19T03:26:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1177117\/"},"modified":"2026-07-19T03:26:20","modified_gmt":"2026-07-19T03:26:20","slug":"neue-eu-regel-unverkaufte-kleidung-darf-nicht-mehr-vernichtet-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1177117\/","title":{"rendered":"Neue EU-Regel: Unverkaufte Kleidung darf nicht mehr vernichtet werden"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/shein-fast-fashion-102.webp\" alt=\"Ein Paket von Shein.\" title=\"Ein Paket von Shein. | IMAGO \/ ABACAPRESS\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Vernichtungsverbot f\u00fcr unverkaufte Textilien (3 Min)<\/p>\n<p class=\"topline\">Ultra Fast Fashion<\/p>\n<p>\n                Stand: 19.07.2026 05:17 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Ab sofort d\u00fcrfen gro\u00dfe Modeunternehmen unverkaufte Kleidung in der EU grunds\u00e4tzlich nicht mehr vernichten. Das soll Ressourcen schonen und Abf\u00e4lle vermeiden. Umweltverb\u00e4nde sprechen von einem wichtigen Schritt, bezweifeln wegen zahlreicher Ausnahmen aber die Wirkung der neuen Regeln.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/autorin-juliane-neubauer-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Juliane Neubauer<\/a>, MDR AKTUELL<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/google-handy-100.webp\" alt=\"Ein Handy liegt auf einer Laptoptastatur. Das Display zeigt das Google Logo\" title=\"Ein Handy liegt auf einer Laptoptastatur. Das Display zeigt das Google Logo |  IMAGO \/ SOPA Images\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Nachrichten personalisieren<\/p>\n<p class=\"\">Ab sofort gibt es in der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr Ultra-Fast-Fashion-H\u00e4ndler strengere Richtlinien daf\u00fcr, wie sie mit ihren unverkauften Artikeln umgehen.<\/p>\n<p>    EU verbietet Vernichtung unverkaufter Kleidung<\/p>\n<p class=\"\"><a name=\"Vernichtungsverbot\">Als<\/a> Ultra Fast Fashion gelten Produkte, die zum Beispiel vom Onlineh\u00e4ndler Shein oder von Primark f\u00fcr ein paar Euro verkauft wird. Eine Hose kostet f\u00fcnf, ein T-Shirt drei Euro. Knapp zehn Prozent der Ware, die produziert wurde, landet nicht beim Verbraucher und wurde bisher verbrannt oder anderweitig vernichtet.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mdraktuell-shein-billig-klamotten-106.webp\" alt=\"Shein Billig Klamotten\" title=\"Shein Billig Klamotten | picture alliance \/ Hans Lucas | Joao Luiz Bulcao\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Aktionswoche &amp; Film im MDR-Fernsehen<\/p>\n<p class=\"\">Durch das <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/deutschland\/politik\/fast-fashion-hersteller-altkleider-entsorgung-bezahlen-102.html\" title=\"Neues Gesetz: Fast Fashion Hersteller sollen f\u00fcr Altkleider zahlen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">neue EU-weite Vernichtungsverbot<\/a> und ein Transparenzgesetz f\u00fcr unverkaufte Ware geht das nicht mehr so leicht wie bisher. F\u00fcr Barbara Metz, Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin bei der deutschen Umwelthilfe, ist das ein richtiger Schritt.<\/p>\n<p>    Zahlreiche Ausnahmen vom Vernichtungsverbot<\/p>\n<p class=\"\"><a name=\"Ausnahmen\">Allerdings<\/a> lie\u00dfen die vielen Ausnahmen zu dem Gesetz kaum Hoffnung, dass sich wirklich etwas \u00e4ndern wird. &#8222;Diese Klamotten k\u00f6nnen als Spende irgendwo angeboten werden. Doch wenn man dreimal niemanden gefunden hat, der sie nehmen will, dann darf man trotzdem vernichten. Oder \u2013 und das finde ich ehrlich gesagt fast noch gravierender \u2013 wenn es nicht kosteneffizient ist, zu recyceln, dann darf es vernichtet werden,&#8220; sagt Metz.<\/p>\n<p class=\"\">Recycling ist besonders bei Mischfasern wie Baumwolle-Polyester-Mix, die besonders h\u00e4ufig f\u00fcr Ultra Fast Fashion verwendet wird, kaum m\u00f6glich. Auch hygienische M\u00e4ngel oder Verunreinigungen gelten als legitimer Grund f\u00fcr das Vernichten einer Charge.<\/p>\n<p class=\"\">Ausgenommen aus der Regelung sind mittlere und kleine Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden. Gro\u00dfe H\u00e4ndler wie Otto oder Zalando haben nach eigenen Angaben nur ein bis zwei Prozent ihrer Artikel bisher vernichtet.<\/p>\n<p>    Mehr B\u00fcrokratie f\u00fcr H\u00e4ndler<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr sie steckt das Problem der Neuregelung ab jetzt im Papierkram, erkl\u00e4rt Marika Hanschke vom Handelsverband Textil. &#8222;Nicht verkaufte Ware wird bereits h\u00e4ufig \u00fcber Preisreduzierungen, Outlets, aber auch Spendenprogramme verwertet. Die eigentliche Herausforderung ist dann nicht das Verbot selbst, sondern eher die zus\u00e4tzlichen Nachweise und Dokumentations- und Berichtspflichten, die auf die Unternehmen zukommen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">F\u00fcr den Modehandel wird es nun aufw\u00e4ndiger, nicht verkaufte Neuware einfach wegzuschmei\u00dfen. Das steigert die Motivation, die Nachfrage noch genauer zu kalkulieren, da ist sich Hanschke sicher.<\/p>\n<p>    Recycling bleibt eine Herausforderung<\/p>\n<p class=\"\">Trotzdem sieht sie die Chance f\u00fcr eine nachhaltigere Modebranche auf einem anderen Handlungsfeld. &#8222;F\u00fcr mehr Nachhaltigkeit braucht es vor allem funktionierende Sammel-, Sortier- und Recyclingstrukturen und ausreichende Verwertungskapazit\u00e4ten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Textilien m\u00fcssten ausreichend verarbeitet werden k\u00f6nnen, um in neue Produkte \u00fcberf\u00fchrt zu werden, sagt Hanschke. &#8222;Das ist eigentlich der tats\u00e4chliche Hebel f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft und eben nicht das Vernichtungsverbot selbst.&#8220;<\/p>\n<p>    Deutsche Umwelthilfe: &#8222;Ultra Fast Fashion eind\u00e4mmen&#8220;<\/p>\n<p class=\"\"><a name=\"Umwelthilfe\">F\u00fcr<\/a> Barbara Metz von der Deutschen Umwelthilfe geht dieser Ansatz in die falsche Richtung. &#8222;Wenn Sie eine Badewanne \u00fcberlaufen lassen, dann holen Sie jetzt auch nicht den Wischmop und wischen das weg, sondern Sie machen den Wasserhahn zu. Sprich: Man muss eigentlich an die Ursache ran und man muss diese Ultra Fast Fashion, diese \u00dcberproduktion, eind\u00e4mmen und das geht wirklich nur mit enem ambitionierten Textilgesetz.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">Hier geht Frankreich voran. Neben Klagen in Millionenh\u00f6he gegen Shein und andere Billiganbieter, weil sie sich nicht an die geltenden Wettbewerbsbedingungen halten, steht aktuell ein Werbeverbot f\u00fcr Ultra Fast Fashion zur Debatte, das auch f\u00fcr Influencer in den sozialen Medien gelten soll.<\/p>\n<p>\n            <strong>Video:<\/strong><br \/>\n            Fashion Revolution Week: Magdeburg macht auf \u00dcberkonsum aufmerksam (3 Min)\n        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Vernichtungsverbot f\u00fcr unverkaufte Textilien (3 Min) Ultra Fast Fashion Stand: 19.07.2026 05:17 Uhr Ab sofort d\u00fcrfen gro\u00dfe&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1177118,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[62154,82159,331,332,548,663,158,3934,3935,74959,13,13895,83223,4507,14,15,1761,12,13937,169462,246277,246278],"class_list":["post-1177117","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-deutsche-umwelthilfe","tag-textilien","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-fast-fashion","tag-headlines","tag-kleidung","tag-modeindustrie","tag-nachhaltigkeit","tag-nachrichten","tag-news","tag-primark","tag-schlagzeilen","tag-shein","tag-textilrecycling","tag-ultra-fast-fashion","tag-vernichtungsverbot"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116944515749309234","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1177117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1177117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1177117\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1177118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1177117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1177117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1177117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}