{"id":1177342,"date":"2026-07-19T06:03:19","date_gmt":"2026-07-19T06:03:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1177342\/"},"modified":"2026-07-19T06:03:19","modified_gmt":"2026-07-19T06:03:19","slug":"berlin-keinen-kaffee-an-nazis-gastronomin-verweigert-bedienung-von-afd-schmock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1177342\/","title":{"rendered":"Berlin: \u201eKeinen Kaffee an Nazis\u201c \u2013 Gastronomin verweigert Bedienung von \u201eAfD-Schmock\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die Betreiberin eines Berliner Caf\u00e9s weigert sich, einen Kunden zu bedienen, den sie als Anh\u00e4nger der AfD ausgemacht hat. \u00dcber den Vorfall berichtet sie in den sozialen Medien \u2013 und k\u00fcndigt an, auch k\u00fcnftig Nazis den Kaffee zu verwehren.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Das Caf\u00e9 Eule im Westen Berlins befindet sich in einem umgebauten Container mitten im Gr\u00fcnen des Gleisdreieckparks. \u201eHier gibt\u2019s f\u00fcr alle Parkbesucher bei gem\u00fctlicher Atmosph\u00e4re hausgemachte Kleinigkeiten und Kuchen zum Genie\u00dfen\u201c, hei\u00dft es in der Beschreibung auf Visit Berlin. \u201eLimonade, Tee, Kuchen oder Quiche lassen sich auf den B\u00e4nken zwischen den Kleing\u00e4rten verspeisen.\u201c Doch offenbar gilt das nicht f\u00fcr jeden Besucher.<\/p>\n<p>Mit den Worten \u201eNo Latte for AfD\u201c ver\u00f6ffentlichte die Betreiberin ein Video auf dem \u00f6ffentlichen Instagram-Account des Caf\u00e9s. \u201eEy Leute, heute war wieder ein Tag, kommt so ein Typ\u201c, begann sie den knapp 8000 Followern zu erz\u00e4hlen. \u201eAfDler, hatte das auch noch so sch\u00f6n an seiner Krawatte.\u201c Dieser habe dann bei ihr einen Latte Macchiato bestellen wollen, was er \u201eLatte Matschiato\u201c ausgesprochen habe. <\/p>\n<p>Die Gastronomin berichtet weiter von der unangenehmen Begegnung. \u201eIch so: \u201aIch geb Ihnen keinen Latte Matschiato.\u2018 Und dann sagt er echt so: \u201a\u2019Ne Gastronomin, die muss voll unpolitisch sein.\u2018 Und ich so: \u201aN\u00f6.\u2018\u201c<\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter legte die Betreiberin mit einem neuen Video nach, in dem sie \u00fcber die negativen Reaktionen klagt, nachdem sie dem \u201eAfD-Volltroll den Kaffee verweigert\u201c hat. \u201eWas dann immer passiert: Man kriegt negative Bewertungen, als ob man irgendwie eine Gastronomie in Grund und Boden richtet. Mich ganz sicher nicht\u201c, gab sich die Gastronomin, die das Caf\u00e9 seit neun Jahren betreibt, k\u00e4mpferisch. \u201eWir werden immer, immer, immer existieren und ich werde immer, immer, immer, wenn ich es erkenne, keinen Nazis Kaffee ausschenken, wieder, heute, Morgen.\u201c<\/p>\n<p>Man m\u00fcsse ihr auch nicht erkl\u00e4ren, dass sie mit \u201edenen\u201c reden muss. \u201eGebt mir doch eine schlechte Rezension. Ich stell die \u00f6ffentlich, kein Thema. Mach doch, meine Kuchen sind lecker\u201c, sagte sie.<\/p>\n<p>Kurz darauf folgte ein drittes Video. \u201eIch habe ja gestern davon berichtet, dass so ein AfD-Vollschmock bei uns Kaffee wollte und ich mich geweigert habe, Kaffee an ihn auszuschenken\u201c, erz\u00e4hlte sie erneut. \u201eUnd dann geht es in Deutschland so richtig rund. Dann fangen die ganzen Trolle an, einen zu beschimpfen, oft mit schlechter Grammatik oder mit so merkw\u00fcrdigen Attit\u00fcden: \u201aDu bist h\u00e4sslich!\u2018\u201c<\/p>\n<p>Dabei findet sie sich selbst eigentlich ganz h\u00fcbsch, meinte die Betreiberin und k\u00fcndigte an: \u201eEs hat mich darin best\u00e4rkt, ein Schild aufzuh\u00e4ngen, dass wir keinen Kaffee an Nazis oder solche, die es werden wollen oder solche, die sich einfach f\u00fcr die AfD entscheiden, ausschenken wollen. Ich danke euch.\u201c<\/p>\n<p>Meinungen zu Verhalten der Gastronomin sind gespalten<\/p>\n<p>Doch damit ist die Begegnung mit dem AfD-Mann f\u00fcr die Caf\u00e9-Betreiberin noch nicht abgehakt. In der Instagram-Story teilte sie ein Foto von einem gelben Schild mit der Aufschrift \u201eZutritt nur mit Mindesthirn!\u201c und schreibt dazu: \u201eSollte \u00fcberall gelten.\u201c<\/p>\n<p>Die Reaktionen auf das Verhalten der Gastronomin sind gespalten. \u201eDanke f\u00fcr deinen Einsatz, sehr mutig!\u201c, \u201eDas nennt man Haltung\u201c und \u201eSo f\u00fchlt sich <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256068666\/Hessen-Erster-Minister-schliesst-AfD-Politiker-von-Auslandsreisen-aus-AfD-nennt-es-eine-Farce.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256068666\/Hessen-Erster-Minister-schliesst-AfD-Politiker-von-Auslandsreisen-aus-AfD-nennt-es-eine-Farce.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Diskriminierung<\/a> an. Die eigene Medizin schmeckt nie\u201c, kommentierten Nutzer. Andere sehen die Nicht-Bewirtung von AfD-Anh\u00e4ngern kritisch. \u201eDas ist undemokratisch. Als Wirt w\u00fcrde ich den Linken, den Rechten und allen dazwischen einen Kaffee verkaufen. Mich interessiert es nicht, es sind Kunden und solange jeder respektvoll handelt, wird er auch bedient\u201c, befand ein Nutzer.<\/p>\n<p>saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Betreiberin eines Berliner Caf\u00e9s weigert sich, einen Kunden zu bedienen, den sie als Anh\u00e4nger der AfD ausgemacht&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1177343,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[186,296,246343,29,2650,6763,30,13,14,15,110,12,45,10,8,9,11],"class_list":["post-1177342","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-afd","tag-berlin","tag-cafes-ks","tag-deutschland","tag-diskriminierung","tag-gastronomie","tag-germany","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsteam","tag-schlagzeilen","tag-texttospeech","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116945132449047175","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1177342","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1177342"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1177342\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1177343"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1177342"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1177342"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1177342"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}