{"id":11779,"date":"2025-04-07T00:49:13","date_gmt":"2025-04-07T00:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/11779\/"},"modified":"2025-04-07T00:49:13","modified_gmt":"2025-04-07T00:49:13","slug":"trumps-neue-zoll-politik-zahnseide-und-diamanten-im-visier-eu-beraet-ueber-antwort-auf-us-zoelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/11779\/","title":{"rendered":"Trumps neue Zoll-Politik: ++ Zahnseide und Diamanten im Visier \u2013 EU ber\u00e4t \u00fcber Antwort auf US-Z\u00f6lle ++"},"content":{"rendered":"<p>Im Zoll-Streit bem\u00fcht sich die EU um ein geschlossenes Vorgehen gegen den Vorsto\u00df der US-Regierung. Gezielte Gegenma\u00dfnahmen k\u00f6nnten Aufschl\u00e4ge f\u00fcr US-Importe von Zahnseide bis Diamanten im Volumen von bis zu 28 Milliarden US-Dollar sein. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die US-Regierung h\u00e4lt an ihrem XXL-Zollpaket fest. US-Finanzminister Scott Bessent machte deutlich, die Z\u00f6lle seien nichts, was sich binnen Tagen oder Wochen wegverhandeln lasse: \u201eDer Pr\u00e4sident muss den Welthandel neu regeln.\u201c Unterdessen beraten die betroffenen L\u00e4nder weltweit \u00fcber angemessene Gegenreaktionen auf die Trump-Z\u00f6lle.<\/p>\n<p>02:24 Uhr \u2013 B\u00f6rse in Tokio bricht ein<\/p>\n<p>Die B\u00f6rse in Tokio ist im Sog der Turbulenzen um das globale Zollpaket zum Wochenauftakt eingebrochen. Nach den negativen Vorgaben der Wall Street sackte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in den ersten 20 Handelsminuten um 2.752,06 Punkte oder 8,15 Prozent auf den Zwischenstand von 31.028,52 Punkten ab. In anderen L\u00e4ndern wie Deutschland \u00f6ffnet die B\u00f6rse erst Stunden sp\u00e4ter, auch dort ist mit Verlusten zu rechnen.<\/p>\n<p>00:56 Uhr \u2013 Die US-Futures schw\u00e4cheln<\/p>\n<p>Die US-Futures der US-Aktienindizes schw\u00e4cheln und deuten damit einen holprigen Start in die Handelswoche an. Die US S&amp;P 500 E-minis Aktienfutures fielen um 4,27 Prozent. Der Dow E-minis b\u00fc\u00dfte 3,96 Prozent ein und der Nasdaq 100 E-minis rutschte um 4,58 Prozent ab.<\/p>\n<p>Sonntag, 6. April21:40 Uhr \u2013 Experten erwarten auch kommende Woche B\u00f6rsen-Turbulenzen wegen Trump-Z\u00f6llen<\/p>\n<p>Nach dem Ausverkauf an den US-B\u00f6rsen erwarten Experten auch angesichts angek\u00fcndigter Zoll-Gegenma\u00dfnahmen vieler L\u00e4nder in der kommenden Woche weitere Turbulenzen. Die Zeit anhaltend steigender Kurse an den B\u00f6rsen sei erstmal vorbei, sagte Mark Malek, Chief Investment Officer von Siebert Financial: \u201eDer Bullenmarkt ist tot.\u201c Es k\u00f6nne in den n\u00e4chsten Tagen zwar Gewinne geben. \u201eAber im Moment werden sie nicht nachhaltig sein.\u201c Der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Z\u00f6lle, der mit dem Beginn der Vorlage der Bilanzen der Unternehmen f\u00fcr das erste Quartal zusammengefallen sei, trage zu den d\u00fcsteren Aussichten bei.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich der Experte Steve Sosnick. \u201eIrgendwann in der Woche ist es wahrscheinlich unvermeidlich, dass wir einen Aufw\u00e4rtstag haben werden\u201c, sagte der Chef-Anlagestratege bei Interactive Brokers. Es bleibe aber die Frage nach der Nachhaltigkeit einer Rallye. \u201eEs kann sein, dass wir in dieser Woche einen Tag erleben, an dem die Bildschirme gr\u00fcn sind\u201c, sagte auch Alex Morris, Chief Investment Officer bei F\/m Investments, mit Blick auf die Farbe auf den H\u00e4ndler-Monitoren bei steigenden Kursen. \u201eAber eine dauerhafte Erholung k\u00f6nnte erst in drei oder vier Wochen eintreten. (&#8230;) An diesem Punkt werden die Leute anfangen zu sagen, dass wir genug Luft aus dem Ballon genommen haben.\u201c<\/p>\n<p>20:01 Uhr \u2013 Gro\u00dfbritannien will Unternehmen durch staatliche Intervention vor US-Z\u00f6llen sch\u00fctzen<\/p>\n<p>Der britische Premierminister Keir Starmer hat in Aussicht gestellt, Gro\u00dfbritanniens Wirtschaft mithilfe von staatlichen Interventionen vor den Auswirkungen der US-Z\u00f6lle zu sch\u00fctzen. \u201eWir sind bereit, die Industriepolitik zu nutzen, um britische Unternehmen vor dem Sturm zu sch\u00fctzen\u201c, schrieb Starmer am Sonntag in einem Gastbeitrag in der britischen Zeitung \u201eSunday Telegraph\u201c. Das m\u00f6ge manchen nicht geheuer sein, aber es sei unm\u00f6glich, an alten Meinungen festzuhalten, \u201ew\u00e4hrend die Welt sich so schnell weiterdreht\u201c.<\/p>\n<p>Die Welt, wie wir sie kannten, gebe es nicht mehr, erkl\u00e4rte Starmer. \u201eAlte Annahmen k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger als gegeben angesehen werden.\u201c Statt einer regelbasierten Gesellschaft werden laut Starmer in Zukunft \u201eDeals und B\u00fcndnisse\u201c die Welt bestimmen. Der Premierminister unterstrich zudem die Meinung der britischen Regierung, dass \u201eniemand aus einem Handelskrieg als Sieger hervorgeht\u201c. Hinsichtlich der Reaktion Gro\u00dfbritanniens auf die US-Z\u00f6lle von \u00fcber zehn Prozent auf britische Importe in die USA wollte Starmer nichts ausschlie\u00dfen. \u201eKeine Option ist vom Tisch\u201c, erkl\u00e4rte der britische Premier.<\/p>\n<p>18:16 Uhr \u2013 EU ber\u00e4t \u00fcber Antwort auf US-Z\u00f6lle: Zahnseide und Diamanten im Visier<\/p>\n<p>Im Zoll-Streit bem\u00fcht sich die Europ\u00e4ische Union (EU) um ein geschlossenes Vorgehen gegen den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/plus255806268\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;\/plus255806268&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vorsto\u00df der US-Regierung<\/a>. Dies d\u00fcrfte voraussichtlich auf erste gezielte Gegenma\u00dfnahmen f\u00fcr US-Importe \u2013 von Zahnseide bis Diamanten \u2013 im Volumen von bis zu 28 Milliarden US-Dollar hinauslaufen. In Luxemburg kommen am Montag die Handelsministerinnen und -minister der 27 EU-Mitgliedstaaten zusammen, um sich \u00fcber die Auswirkungen und die beste Reaktion auf die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump verh\u00e4ngten Import-Z\u00f6lle auszutauschen. Die Europ\u00e4ische Kommission, die die EU-Handelspolitik koordiniert, wird den EU-Staaten eine Liste von US-Produkten vorschlagen, auf die zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle erhoben werden k\u00f6nnten. Hier geht es vorrangig um eine Reaktion auf Trumps Stahl- und Aluminiumz\u00f6lle.<\/p>\n<p>Die Liste soll US-Fleisch, Getreide, Wein, Holz und Kleidung sowie Kaugummi, Zahnseide, Staubsauger und Toilettenpapier umfassen. Ein Produkt, das hier im Fokus steht und f\u00fcr Uneinigkeit in der EU sorgt, ist Bourbon-Whiskey. Die Kommission hat einen Zoll von 50 Prozent vorgesehen, was Trump prompt dazu veranlasst hat, mit einem Gegenzoll von 200 Prozent auf alkoholische Getr\u00e4nke aus der EU zu drohen. Dies sorgte f\u00fcr Kritik bei Weinexporteuren aus Frankreich und Italien. Die EU, deren Wirtschaft stark vom Freihandel abh\u00e4ngig ist, legt Wert darauf, sich f\u00fcr jede Reaktion breite Unterst\u00fctzung zu sichern. Es geht darum, den Druck auf Trump aufrechtzuerhalten und letztlich Verhandlungen dazu aufzunehmen.<\/p>\n<p>dpa\/AFP\/Reuters\/saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Zoll-Streit bem\u00fcht sich die EU um ein geschlossenes Vorgehen gegen den Vorsto\u00df der US-Regierung. 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