{"id":1178788,"date":"2026-07-19T21:59:50","date_gmt":"2026-07-19T21:59:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1178788\/"},"modified":"2026-07-19T21:59:50","modified_gmt":"2026-07-19T21:59:50","slug":"bund-der-steuerzahler-kritisiert-neuen-kulturteppich-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1178788\/","title":{"rendered":"Bund der Steuerzahler kritisiert neuen \u201eKulturteppich\u201c in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Erh\u00f6hte Sicherheitsvorkehrungen werden voraussichtlich ab Dienstag am Werth in Barmen notwendig. Bei den Bauarbeiten in der Barmer City wurde in der D\u00e4mmung einer der Fernw\u00e4rmeleitungen Asbest gefunden. Das zieht nun einige besondere Vorkehrungen nach sich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die betroffene Leitung wurde bereits luftdicht umwickelt, um eine Gef\u00e4hrdung von Bauarbeitern und Passanten auszuschlie\u00dfen, wie die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) mitteilen. Ab Dienstag, 21. Juli, werde der asbesthaltige D\u00e4mmstoff von einer Fachfirma entfernt und fachgerecht entsorgt. \u201eDiese Arbeiten finden unter strengen Sicherheitsauflagen statt, die auch von au\u00dfen sichtbar sind. Der Arbeitsbereich wird umbaut und luftdicht eingehaust. Die Sanierungsexperten betreten diesen Bereich nur durch eine Schleuse und in voller Schutzkleidung mit Atemschutz\u201c, erkl\u00e4ren die WSW. Nach jeder Schicht verlassen die Arbeiter die Schleuse in dekontaminierter Schutzkleidung. Die Schadstoffe werden sicher verpackt, um dann fachgerecht entsorgt zu werden. Dieses Verfahren stelle sicher, dass keine Schadstoffe freigesetzt werden, sodass f\u00fcr Passanten keine Gefahr bestehe. Die Schadstoffsanierung werde voraussichtlich eine Woche dauern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Stadt Wuppertal erneuert seit September vergangenen Jahres den Bodenaufbau in der Barmer Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. \u201eNeugestaltung der zentralen Fu\u00dfg\u00e4ngerzone Wuppertal-Barmen \u2013 Werth\u201c lautet der genaue Projektname. Vom Alten Markt bis zum Kugelbrunnen am \u00f6stlichen Ende der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone wird das Bodenpflaster auf einer L\u00e4nge von 650 Metern und einer Fl\u00e4che von rund 8400 Quadratmetern ausgetauscht und als \u201eKulturteppich\u201c neugestaltet.<\/p>\n<p>Das Projekt wurde von Beginn an kritisiert      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Projekt stand von Beginn an unter keinem guten Stern und hat nun auch den Bund der Steuerzahler NRW auf den Plan gerufen. Dessen Kritik: Man h\u00e4tte bei der Neugestaltung von Anfang an auf Betonstein statt auf Naturstein setzen sollen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Bund der Steuerzahler NRW hat sich die Pannen und Probleme, insbesondere aber die Mehrkosten bei der Neugestaltung des Werths offenbar n\u00e4her angesehen. \u201eDeutlich wurde dabei, dass sich die Entscheidung f\u00fcr ein Natursteinpflaster r\u00fcckblickend besonders verh\u00e4ngnisvoll auf die Baukosten ausgewirkt hat\u201c, so die Meinung des Interessensverbands. Haushaltsgesetze, die eine effiziente und sparsame Verwendung des Steuergeldes vorschreiben, seien hier offenbar nicht beachtet worden. \u201eWenn Betonstein so viele Vorteile hat und Naturstein teuer, schwer zu beschaffen und zudem noch schwankend in seiner Qualit\u00e4t ist, h\u00e4tte sich die Stadt von Anfang an f\u00fcr die Betonsteine entscheiden m\u00fcssen\u201c, lautet die Einsch\u00e4tzung der Lobbyorganisation.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Geplant war die Umgestaltung schon seit 2018. Diverse Pannen, wie eine verpatzte Ausschreibung von Natursteinen und die Lieferung untauglicher Exemplare hatten zu Verz\u00f6gerungen gesorgt. Auch danach lief nicht alles exakt nach Plan: Noch im Mai musste die Stadt erneut eine Verteuerung des Projekts ank\u00fcndigen. Anfangs auf vier Millionen Euro gesch\u00e4tzt, wurden dann nach mehreren Korrekturen nach oben zuletzt 14,9 Millionen Euro als Gesamtkosten verk\u00fcndet. Verursacht wurden die Kostensteigerungen unter anderem durch zus\u00e4tzliche Lagerkosten, weil Material wie etwa Lampen schon beschafft, aber wegen der Verz\u00f6gerungen noch nicht verwendet wurden. Auch allgemeine Baukostensteigerungen spielen eine Rolle, ebenso zus\u00e4tzliche Planungskosten. Allein 250\u2005000 Euro kostet die Planung f\u00fcr Lichtgestaltung und Soundsteuerung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Bund der Steuerzahler hantiert dazu mit eigenen Zahlen. F\u00fcr die fachgerechte Lagerung der Natursteine, die weiterhin im Eigentum der Stadt sind, wurden demnach seit Anfang 2023 bislang 13 Quartalsmieten zu jeweils 7500 f\u00e4llig, insgesamt 97\u2005500 Euro. Der Lieferant sei aufgefordert worden, die Steine abzuholen. \u201eEine Erstattung der bereits geleisteten Zahlungen durch den Lieferanten ist bislang noch nicht erfolgt\u201c, wei\u00df die Lobbyorganisation. Die Stadt fordere aktuell eine Summe von insgesamt 2\u2005017\u2005457,81 Euro zur\u00fcck. \u201eUnd die Lagerkosten laufen weiter.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zwar habe die Stadt seinerzeit den Wechsel von Natur- zu Betonstein beschlossen, um weitere Risiken und Verz\u00f6gerungen zu minimieren. \u201eDas bedeutete zus\u00e4tzliche Kosten von 750\u2005000 Euro.\u201c zu den Vorteilen der Betonsteine sei die Stadtverwaltung in ihren Ratsvorlagen geradezu euphorisch geworden im Ton, weil sie viel g\u00fcnstiger, schneller zu beschaffen, belastbarer und farbbest\u00e4ndiger seien und das Sonnenlicht besser reflektieren w\u00fcrden. \u201eOffen bleibt die Frage, warum in aller Welt sich die Verantwortlichen nicht gleich f\u00fcr Betonsteine entschieden haben\u201c, so der Bund der Steuerzahler NRW. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erh\u00f6hte Sicherheitsvorkehrungen werden voraussichtlich ab Dienstag am Werth in Barmen notwendig. 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