{"id":118033,"date":"2025-05-17T15:21:09","date_gmt":"2025-05-17T15:21:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/118033\/"},"modified":"2025-05-17T15:21:09","modified_gmt":"2025-05-17T15:21:09","slug":"cdu-parteitag-in-baden-wuerttemberg-manuel-hagel-will-mit-zehnter-landesuniversitaet-punkten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/118033\/","title":{"rendered":"CDU-Parteitag in Baden-W\u00fcrttemberg: Manuel Hagel will mit zehnter Landesuniversit\u00e4t punkten"},"content":{"rendered":"<p>Die CDU hat Manuel Hagel mit 94 Prozent zum Spitzenkandidaten gek\u00fcrt. Der Mann, der Winfried Kretschmanns Erbe antreten will.<\/p>\n<p>Genau eine Stunde nachdem Manuel Hagel in der Carl-Benz-Arena ans Mikro getreten ist, um seine Partei noch mehr davon zu \u00fcberzeugen, woran sie sowieso l\u00e4ngst nicht mehr zweifelt, stehen G\u00fcnther Oettinger, Stefan Mappus und Annette Schavan neben ihm und winken in den Saal. Die beiden Herren sind schon gewesen, was Hagel auch werden will: Ministerpr\u00e4sident von Baden-W\u00fcrttemberg. Und die fr\u00fchere Kultusministerin Annette Schavan ist einmal fast geworden, was an diesem sonnigen Mai-Samstag Manuel Hagels Nahziel ist: Spitzenkandidat der Christdemokraten f\u00fcr den Landtagswahlkampf.<\/p>\n<p>Merz sieht Hagel schon als Regierungschef  <\/p>\n<p> Die drei Altvorderen sind nicht nur deshalb da, weil sie einmal ganz oben waren in der Landes-<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/CDU\" title=\"CDU\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CDU<\/a>, sondern vor allem, weil sie f\u00fcr die Frontlinien stehen, die die Landespartei anderthalb Jahrzehnte lang zerrissen haben. Jetzt umrahmen sie Manuel Hagel und machen so sichtbar, dass er die ehemaligen Kontrahenten um sich zu scharen geschafft und die CDU in eine geschlossene, kampfstarke Parteiformation verwandelt hat. Das ist ein Vorteil, aus dem Hagel St\u00e4rke f\u00fcr den Wahlkampf zu ziehen hofft. Der andere Vorteil muss sich wenig sp\u00e4ter m\u00fchsam einen Weg durch den Pulk von mit Handys bewehrten CDU-Mitgliedern bahnen: Der neue christdemokratische Kanzler <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Friedrich_Merz\" title=\"Friedrich Merz\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Friedrich Merz<\/a> k\u00e4mpft sich an der Seite Hagels etwas m\u00fchsam den Weg zur B\u00fchne. Bei Merz\u2019 Ankunft hat Hagel sein Tagesziel schon erreicht. 93,8 Prozent der Delegierten haben ihn auf den Schild f\u00fcr die n\u00e4chste Landtagswahl gehoben. Friedrich Merz schlie\u00dft schon mit den ersten Worten seiner Rede daran an. \u201eIch m\u00f6chte, dass \u2013 so wie ich der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland bin \u2013 Du der zehnte Ministerpr\u00e4sident dieses Landes bist.\u201c<\/p>\n<p>Damit trifft Merz die Stimmung im Saal. Denn Hagel hat zu Beginn in seiner Rede zwar einmal davon gesprochen, dass Spannung in der Luft liege an diesem Tag, aber in Wahrheit ist im Saal von Anfang an Entspannung zu sp\u00fcren. Politisch steht das Ergebnis in den Augen der Delegierten sowieso l\u00e4ngst fest: Nachdem sie jetzt wieder Kanzler sind in Berlin, ist es f\u00fcr die meisten nur noch eine Frage von neuneinhalb Monaten, bis sie auch wieder Regierungschef im Land sein werden. <\/p>\n<p>Dabei ist der Start des Delegiertentreffens aus organisatorischer Sicht ausgesprochen z\u00e4h verlaufen. Dass tausend G\u00e4ste sich angemeldet hatten \u2013 etwa doppelt so viele wie bei einem normalen Landesparteitag \u2013 haben die Parteimanager zusammen mit dem sch\u00f6nen Wetter vor den abgedunkelten Fenstern der Carl-Benz-Arena nat\u00fcrlich noch uneingeschr\u00e4nkt auf der Sonnenseite verbucht. Dass sich der Einlass der vielen dann aber hinzog, und der Beginn sich wegen der kanzlerbedingt erh\u00f6hten Sicherheitsanforderungen um fast eine Stunde verz\u00f6gerte, lie\u00df dann ein paar Schatten auf den Tag fallen. Schlie\u00dflich spottete sogar der christdemokratische Herausforderer Manuel Hagel, der seiner Rede entgegenfieberte, bem\u00fcht-gutm\u00fctig: \u201eErst will man einen CDU-Kanzler, und dann bringt er erst einmal alles durcheinander.\u201c <\/p>\n<p>Schwerpunkte bei Forschung und Kinderschutz <\/p>\n<p>In seiner Bewerbungsrede hat Hagel eine Mischung aus bereits bekannten Versatzst\u00fccken und einigen Neuigkeiten serviert. Dass die leise b\u00fcrgerliche Mitte und die \u201eFlei\u00dfigen im Land\u201c im Zentrum seiner Politik stehen sollen, hat er auch in Bad Cannstatt wieder holt. Zudem k\u00fcndigte er eine \u201eAgenda 2036\u201c an und versprach, die Sicherung des Wohlstands ins Zentrum seiner Politik zu stellen. \u201eEs geht jetzt nicht mehr darum, darfs ein bisschen mehr sein?\u201c, mahnte er. \u201eWir m\u00fcssen jetzt die Debatte f\u00fchren, woher der Wohlstand kommen soll \u2013 das braucht unsere ganze Kraft f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre.\u201c Um Dynamik f\u00fcr die Wirtschaft zu erzeugen, k\u00fcndigte Hagel \u201eInnovationszonen\u201c mit mehr Freiheiten und weniger Regulierung an. Was in diesen \u201eReallaboren\u201c funktioniere, solle anschlie\u00dfend im ganzen Land zur Regel werden. Insgesamt k\u00fcndigte Hagel eine Politik an, die \u201ekonservativ in den Werten und progressiv in den Strukturen\u201c sein solle. <\/p>\n<p>In der Forschungspolitik will Hagel einen doppelten Schwerpunkt setzen. Beim Thema K\u00fcnstliche Intelligenz d\u00fcrfe der S\u00fcdwesten nicht zum Zuschauer werden. \u201eWarum sind wir nicht so mutig, eine zehnte Landesuniversit\u00e4t zu gr\u00fcnden?\u201c, fragte er. \u201eDas w\u00e4re ein gro\u00dfer Wurf, und die Zeit daf\u00fcr ist reif.\u201c Au\u00dferdem will Hagel das Land zur \u201eNummer eins\u201c in der Krebsforschung machen. \u201eDieses Land muss sich doch zutrauen, dass wir den Krebs besiegen k\u00f6nnen\u201c sagte er freilich ohne Details zu nennen. F\u00fcr den Fall, dass es klappe mit dem Wahlsieg und der CDU-gef\u00fchrten Landesregierung, k\u00fcndigte Hagel ein eigenes Kinderschutzgesetz in Baden-W\u00fcrttemberg an. <\/p>\n<p>\u201eWir gehen zusammen in diese Landtagswahl\u201c, versprach der Kanzler und bezeichnete Baden-W\u00fcrttemberg als \u201eReallabor der Bundesrepublik\u201c. Hier zeige sich zuerst, wie stark oder wie anf\u00e4llig das ganze Land sei. Deutschland habe sich zu lange auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausgeruht. Merz versprach, in seiner Regierung, Probleme nicht nur zu beschreiben, sondern zu l\u00f6sen. <\/p>\n<p>Bevor er abends nach Rom weiterreiste, um Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni seinen Antrittsbesuch zu machen, machte der neue Kanzler noch die Honneurs bei dem Mann, den Manuel Hagel nach der n\u00e4chsten Wahl beerben will. Baden-W\u00fcrttembergs gr\u00fcner Ministerpr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Winfried_Kretschmann\" title=\"Winfried Kretschmann\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Winfried Kretschmann<\/a> hatte am Tag, an dem die CDU ihren Herausforderer f\u00fcr den Wahlkampf k\u00fcrte, Geburtstag. Er werde Kretschmann gratulieren, versprach Merz. Man treffe sich zum \u201einformellen Austausch\u201c, hie\u00df es zu der Begegnung im <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a>er Staatsministerium. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die CDU hat Manuel Hagel mit 94 Prozent zum Spitzenkandidaten gek\u00fcrt. 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