{"id":118087,"date":"2025-05-17T15:49:08","date_gmt":"2025-05-17T15:49:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/118087\/"},"modified":"2025-05-17T15:49:08","modified_gmt":"2025-05-17T15:49:08","slug":"kapitaen-kommt-nicht-ins-cockpit-lufthansa-maschine-fliegt-zehn-minuten-ohne-pilot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/118087\/","title":{"rendered":"Kapit\u00e4n kommt nicht ins Cockpit: Lufthansa-Maschine fliegt zehn Minuten ohne Pilot"},"content":{"rendered":"<p>                    Kapit\u00e4n kommt nicht ins Cockpit<br \/>\n                Lufthansa-Maschine fliegt zehn Minuten ohne Pilot<\/p>\n<p>\t\t\t\t              17.05.2025, 16:05 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Auf einem Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Sevilla kommt es im Februar 2024 zu einem gef\u00e4hrlichen Zwischenfall: Der Kapit\u00e4n der Maschine legt eine Toilettenpause ein &#8211; und sein Co-Pilot kollabiert. Mehrere Minuten lang versucht die Crew vergeblich, ins Cockpit zu gelangen. <\/strong><\/p>\n<p>Aufgrund eines medizinischen Notfalls im Cockpit ist es auf einem Lufthansa-Flug zu einer gef\u00e4hrlichen Situation gekommen. Die Maschine war auf dem Weg von Frankfurt nach Sevilla, als der Co-Pilot kollabierte, wie die spanische Flugunfalluntersuchungsbeh\u00f6rde CIAIAC <a href=\"https:\/\/www.transportes.gob.es\/recursos_mfom\/comodin\/recursos\/in-001-2024_informe-final_nm.pdf\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_self\">in ihrem Abschlussbericht<\/a> nun mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich kein weiterer Pilot im Cockpit. Demnach steuerte der Autopilot zwar das Flugzeug &#8211; f\u00fcr rund zehn Minuten jedoch ohne die Kontrolle durch einen Piloten. Die Maschine konnte schlie\u00dflich sicher in Madrid notlanden. An Bord befanden sich 199 Passagiere und sechs Crewmitglieder.<\/p>\n<p>Der Zwischenfall ereignete sich bereits im Februar 2024. Der Airbus A321 befand sich nach dem Start in Frankfurt bereits \u00fcber Spanien, als der Kapit\u00e4n des Flugzeugs das Cockpit um 10.31 Uhr f\u00fcr eine Toilettenpause verlie\u00df. &#8222;Der Co-Pilot wirkte zu diesem Zeitpunkt laut Aussage des Kapit\u00e4ns fit und aufmerksam&#8220;, hei\u00dft es in dem Abschlussbericht der CIAIAC. Dies \u00e4nderte sich jedoch genau 36 Sekunden, nachdem der Kapit\u00e4n das Cockpit verlassen hatte. Der Voice-Rekorder zeichnete &#8222;verd\u00e4chtige Ger\u00e4usche&#8220; auf. Der Co-Pilot hatte offenbar einen Krampfanfall erlitten und war zusammengebrochen, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Durch seinen Zusammenbruch bet\u00e4tigte der Erste Offizier dem Bericht zufolge unbeabsichtigt mehrere Schalter. Auch gab es Aktionen auf dem rechten Pedal, was einen Warnalarm zur Folge hatte. Autopilot und Autoschub blieben jedoch aktiv und hielten die Maschine auf Kurs.<\/p>\n<p>Crew gibt Code f\u00fcnfmal ein &#8211; vergeblich<\/p>\n<p>Rund acht Minuten nach dem Verlassen des Cockpits versuchte der Kapit\u00e4n erstmals wieder ins Cockpit zu gelangen. Die Sicherheitst\u00fcr ist durch einen Code gesch\u00fctzt. Nach Eingabe des richtigen Codes ert\u00f6nt im Cockpit ein akustisches Signal, hei\u00dft es in dem Bericht. Die anwesenden Piloten m\u00fcssen die T\u00fcr anschlie\u00dfend \u00fcber einen Schalter entriegeln. Der Kapit\u00e4n der Lufthansa-Maschine gab den Code insgesamt f\u00fcnfmal ein, hei\u00dft es. Als die T\u00fcr weiterhin verschlossen blieb, versuchte eine Flugbegleiterin per Interphone, Kontakt ins Cockpit herzustellen.<\/p>\n<p>Als auch dies keinen Erfolg hatte, gab der Kapit\u00e4n den Notfallcode in das System der Sicherheitst\u00fcr ein. Kurz bevor die T\u00fcr automatisch entriegelt worden w\u00e4re, kam der Co-Pilot wieder zu sich und \u00f6ffnete die T\u00fcr manuell. Die Besatzung stellte dem Bericht zufolge schnell fest, dass es dem Co-Piloten nicht gut ging, da er stark schwitzte und sich unkontrolliert bewegte. Der Kapit\u00e4n entschied sich daher zu der Notlandung in Madrid. Ein mitreisender Arzt leistete derweil Erste Hilfe, bevor der Co-Pilot in Madrid in ein Krankenhaus kam.<\/p>\n<p>Untersuchungen ergaben, dass es sich um einen epilepsie\u00e4hnlichen Anfall handelte, hei\u00dft es in dem Abschlussbericht weiter. Dieser sei Symptom einer neurologischen Erkrankung gewesen, &#8222;die weder vom Betroffenen selbst noch bei den flugmedizinischen Untersuchungen festgestellt worden&#8220; waren. Die Reaktion der Besatzung wird von der CIAIAC als professionell und &#8222;wirkungsvoll&#8220; beschrieben.<\/p>\n<p> Empfehlung an die EASA<\/p>\n<p>Als Konsequenz aus dem Vorfall fordern die Verfasser des Berichts die europ\u00e4ische Luftsicherheitsagentur EASA dazu auf, die Besetzungsregeln f\u00fcr das Cockpit zu \u00fcberdenken. Demnach sollte sichergestellt werden, dass sich zu jeder Zeit mindestens zwei Personen im Cockpit befinden.<\/p>\n<p>Eine entsprechende Empfehlung gab die EASA bereits nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den franz\u00f6sischen Alpen im M\u00e4rz 2015 heraus. Allerdings wurde diese Empfehlung bereits 2016 wieder \u00fcberarbeitet &#8211; die Fluggesellschaften sollten die Risikolage selbst bewerten und ihre Vorgaben entsprechend anpassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kapit\u00e4n kommt nicht ins Cockpit Lufthansa-Maschine fliegt zehn Minuten ohne Pilot 17.05.2025, 16:05 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":118088,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,841,30,13,984,2108,14,15,45282,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-118087","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-flugzeuge","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-international","13":"tag-lufthansa","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-piloten","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-top-news","19":"tag-top-meldungen","20":"tag-topmeldungen","21":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114523967559557780","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118087","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=118087"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/118087\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/118088"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=118087"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=118087"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=118087"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}