{"id":1181248,"date":"2026-07-21T00:12:17","date_gmt":"2026-07-21T00:12:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1181248\/"},"modified":"2026-07-21T00:12:17","modified_gmt":"2026-07-21T00:12:17","slug":"umfrage-deutsche-beim-thema-leihmutterschaft-gespalten-mehr-menschen-gegen-verbot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1181248\/","title":{"rendered":"Umfrage: Deutsche beim Thema Leihmutterschaft gespalten \u2013 mehr Menschen gegen Verbot"},"content":{"rendered":"<p>Der Fall Jens Spahn hat die Debatte um das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland befeuert. Eine neue Umfrage zeigt, wie die Deutschen dazu stehen. Vor allem ein Wert ist au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Beim Thema Leihmutterschaft gehen die Meinungen in Deutschland laut einer Umfrage weit auseinander. 39 Prozent gaben in einer repr\u00e4sentativen Befragung des Instituts Insa f\u00fcr die \u201eBild\u201c an, das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland richtig zu finden. 41 Prozent erkl\u00e4rten hingegen, dass sie das Verbot f\u00fcr falsch halten. Ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hoher Anteil von 21 Prozent machte keine Angabe oder gab an, keine Antwort zu wissen. Insa befragte vom 17. bis zum 20. Juli 1004 Menschen. Die maximale Fehlertoleranz betr\u00e4gt plus\/minus 3,1 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Aufgesplittert nach Parteien ergab sich folgendes Bild: Bei den Unions-Anh\u00e4ngern finden 47 Prozent das Verbot richtig. Bei den SPD-W\u00e4hlern sind es 48 Prozent. Dagegen hielten 42 Prozent der AfD-W\u00e4hler, 47 Prozent der W\u00e4hler der Linkspartei sowie 49 Prozent der FDP-W\u00e4hler das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/npd-verbot\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/npd-verbot\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verbot<\/a> f\u00fcr falsch. Bei den Gr\u00fcnen-W\u00e4hlern hielten ausgeglichen 43 Prozent das Verbot f\u00fcr richtig \u2013 und 43 Prozent f\u00fcr falsch.<\/p>\n<p>Der CDU-Politiker Jens Spahn und sein Mann Daniel Funke hatten am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie Eltern geworden sind. Eine Leihmutter in den USA brachte ihren Sohn Georg zur Welt. Damit umgingen die beiden ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn in der CDU mitgetragen hat. In der Union brach ein Sturm der Emp\u00f6rung los, der am Samstag zu Spahns R\u00fccktritt als Unionsfraktionschef f\u00fchrte. <\/p>\n<p>Weiterhin gibt es gro\u00dfe Diskussionen rund um das Thema Leihmutterschaft. Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann etwa fordert eine neue Auseinandersetzung mit Themen der Reproduktionsmedizin. Der R\u00fccktritt von Spahn sei \u201eabsolut folgerichtig\u201c gewesen, sagte Ha\u00dfelmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. \u201eDie aktuelle gesellschaftliche Debatte zeigt auch, dass es geboten ist, sich erneut inhaltlich mit den Ergebnissen der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin zu befassen.\u201c<\/p>\n<p>Die Kommission war in der vergangenen Legislaturperiode von der Ampel-Koalition eingesetzt worden und hatte im April 2024 ihren Abschlussbericht vorgelegt. Sie empfahl, dass Schwangerschaftsabbr\u00fcche in der Fr\u00fchphase der Schwangerschaft k\u00fcnftig nicht mehr grunds\u00e4tzlich strafbar sein sollten. Leihmutterschaft k\u00f6nne der Gesetzgeber in bestimmten F\u00e4llen zulassen, \u201esofern insbesondere der Schutz der Leihmutter und das Kindeswohl hinreichend gew\u00e4hrleistet werden\u201c.<\/p>\n<p>Allerdings wiesen die Mitglieder damals auch darauf hin, dass selbst die altruistische <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/leihmutterschaft\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/leihmutterschaft\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leihmutterschaft<\/a> \u2013 also ohne Bezahlung \u2013 das Risiko f\u00fcr Missbrauch berge. Sie sollte deshalb \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur unter sehr engen Voraussetzungen erm\u00f6glicht werden, so die Kommission. Dazu z\u00e4hle, wenn etwa ein nahes verwandtschaftliches oder freundschaftliches Verh\u00e4ltnis zwischen Wunscheltern und Leihmutter bestehe.<\/p>\n<p>Linke verweist auf m\u00f6gliches finanzielles Ungleichgewicht<\/p>\n<p>Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in der SPD hat sich beim Thema Leihmutterschaft noch nicht positioniert. Die Meinungsbildung sei noch nicht abgeschlossen, sagte die Co-Vorsitzende Ulrike H\u00e4fner den Funke-Zeitungen. Grunds\u00e4tzlich kritisierten die Frauen in der SPD die zunehmende \u201eKommerzialisierung von Frauen in der Reproduktionsmedizin und die Ausnutzung deren materiellen Notlagen\u201c.<\/p>\n<p>Auch in der Linksfraktion im Bundestag verweist man auf ein m\u00f6gliches finanzielles Ungleichgewicht zwischen Leihmutter und den Paaren, die Eltern werden wollen. Die frauenpolitische Sprecherin Kathrin Gebel sieht auch altruistische Varianten kritisch: \u201eGesundheitliche Risiken, Abh\u00e4ngigkeiten und famili\u00e4rer Druck\u201c w\u00fcrden nicht automatisch verschwinden, nur weil offiziell kein Geld flie\u00dfe, so Gebel.<\/p>\n<p>dpa\/AFP\/luwi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Fall Jens Spahn hat die Debatte um das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland befeuert. 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