{"id":1182046,"date":"2026-07-21T08:34:22","date_gmt":"2026-07-21T08:34:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1182046\/"},"modified":"2026-07-21T08:34:22","modified_gmt":"2026-07-21T08:34:22","slug":"gericht-setzt-paramount-uebernahme-von-warner-vorerst-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1182046\/","title":{"rendered":"Gericht setzt Paramount-\u00dcbernahme von Warner vorerst aus"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/warner-114.jpg\" alt=\"Warner Bros. Studio Logo auf einer Fassade in Hollywood, USA.\" title=\"Warner Bros. Studio Logo auf einer Fassade in Hollywood, USA. | picture alliance \/ NurPhoto\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 21.07.2026 \u2022 08:50 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Ein US-Gericht hat die milliardenschwere \u00dcbernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount f\u00fcr zun\u00e4chst zwei Wochen gestoppt. Zw\u00f6lf Bundesstaaten sehen in dem Zusammenschluss eine Gefahr f\u00fcr den Wettbewerb.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die geplante \u00dcbernahme von Warner Bros. Discovery durch den Medienkonzern Paramount ist vorerst gestoppt. Eine Bundesrichterin in Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien ordnete an, den Vollzug der rund 111 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion f\u00fcr zun\u00e4chst zwei Wochen auszusetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In dieser Zeit soll \u00fcber den Antrag von zw\u00f6lf US-Bundesstaaten auf eine einstweilige Verf\u00fcgung verhandelt werden. Die Kl\u00e4ger wollen verhindern, dass der Zusammenschluss vollzogen wird, bevor \u00fcber m\u00f6gliche Verst\u00f6\u00dfe gegen das Wettbewerbsrecht entschieden ist.<\/p>\n<p>    Bundesstaaten warnen vor Marktmacht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach Auffassung der klagenden Bundesstaaten w\u00fcrde die Fusion den Wettbewerb auf dem Filmmarkt erheblich einschr\u00e4nken. Besonders kritisch sehen sie den Markt f\u00fcr gro\u00dfe Kinoproduktionen mit erwarteten Einnahmen von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Solche Blockbuster seien f\u00fcr viele Kinos wirtschaftlich entscheidend.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Richterin Araceli Mart\u00ednez-Olgu\u00edn erkl\u00e4rte, die Kl\u00e4ger h\u00e4tten zun\u00e4chst plausibel dargelegt, dass Paramount und Warner in diesem Segment gemeinsam einen erheblichen Marktanteil erreichen w\u00fcrden. Damit sei es wahrscheinlich, dass der Zusammenschluss als wettbewerbswidrig eingestuft werden k\u00f6nnte. Dies rechtfertige eine vorl\u00e4ufige Aussetzung der \u00dcbernahme.<\/p>\n<p>    Verz\u00f6gerung k\u00f6nnte teuer werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Paramount weist die Argumentation zur\u00fcck. Der Konzern h\u00e4lt die von den Bundesstaaten vorgenommene Abgrenzung eines eigenen Marktes f\u00fcr Blockbuster-Filme f\u00fcr nicht realit\u00e4tsnah.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Paramount k\u00f6nnte der gerichtliche Aufschub erhebliche finanzielle Folgen haben. Um die Zustimmung der Warner-Aktion\u00e4re zu sichern, hatte der Konzern zugesagt, f\u00fcr jedes Quartal nach dem 30. September bis zum Abschluss der \u00dcbernahme zus\u00e4tzliche Zahlungen zu leisten. Nach Unternehmensangaben k\u00f6nnten dadurch Kosten von rund 650 Millionen US-Dollar je Quartal entstehen.<\/p>\n<p>    Regierung hatte Deal genehmigt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die US-Regierung hatte die \u00dcbernahme zuvor ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu dem Schluss, dass der Zusammenschluss weder den Wettbewerb noch Verbraucherinnen und Verbraucher im Fernseh-, Streaming- oder Filmgesch\u00e4ft beeintr\u00e4chtigen werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach einem Bericht des Wall Street Journal soll die F\u00fchrung des Ministeriums die Transaktion gebilligt haben, bevor die zust\u00e4ndigen Fachjuristen ihre Empfehlung abgegeben hatten.<\/p>\n<p>    Politische Debatte um CNN<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die geplante \u00dcbernahme sorgt auch politisch f\u00fcr Diskussionen. Hinter Paramount steht die Familie des Software-Unternehmers Larry Ellison, der als Unterst\u00fctzer von US-Pr\u00e4sident Donald Trump gilt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kritiker bef\u00fcrchten, dass der Nachrichtensender CNN unter einem neuen Eigent\u00fcmer an redaktioneller Unabh\u00e4ngigkeit verlieren k\u00f6nnte. Trump hatte mehrfach erkl\u00e4rt, ihm sei ein Eigent\u00fcmerwechsel des Senders wichtig, da CNN h\u00e4ufig kritisch \u00fcber ihn berichte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Urspr\u00fcnglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogesch\u00e4fts der Branchengr\u00f6\u00dfe verst\u00e4ndigt. Doch Paramount lie\u00df nicht locker und gab ein h\u00f6heres Gebot f\u00fcr den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.07.2026 \u2022 08:50 Uhr Ein US-Gericht hat die milliardenschwere \u00dcbernahme von Warner Bros. 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