{"id":1182274,"date":"2026-07-21T11:00:26","date_gmt":"2026-07-21T11:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1182274\/"},"modified":"2026-07-21T11:00:26","modified_gmt":"2026-07-21T11:00:26","slug":"gedenktag-21-juli-leipzig-erinnert-mit-andacht-und-ausstellung-an-verstorbene-drogenabhaengige-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1182274\/","title":{"rendered":"Gedenktag 21. Juli: Leipzig erinnert mit Andacht und Ausstellung an verstorbene Drogenabh\u00e4ngige \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"translation-notice\">This article is also available in English: <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/en\/life\/society-en\/2026\/07\/commemoration-day-21-july-leipzig-honours-the-memory-of-deceased-drug-users-with-a-service-and-an-exhibition-664949\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Read this article in English<\/a>.<\/p>\n<p>Mit einer Andacht, einer Podiumsdiskussion und einer Ausstellung im Neuen Rathaus gedenkt Leipzig am heutigen 21. Juli der Menschen, die aufgrund ihrer Drogensucht gestorben sind. Seit 1998 macht der Nationale Gedenktag f\u00fcr verstorbene Drogenabh\u00e4ngige auf die individuellen Schicksale aufmerksam und verdeutlicht, dass hinter jeder Zahl ein Mensch mit einer Lebensgeschichte steht. In Leipzig gab es nach Angaben des Landeskriminalamts im vergangenen Jahr zehn Drogentote. Etwas weniger als noch 2024. Doch kein Grund zur Entwarnung.<\/p>\n<p>Denn: 2024 hatte es einen neuen H\u00f6chstwert bei den durch Drogen Verstorbenen in Leipzig gegeben. Im Jahr 2024 wurden 19 Todesf\u00e4lle im gesamten Einzugsbereich der Polizeidirektion Leipzig im Zusammenhang mit Bet\u00e4ubungsmitteln registriert, kann man im Suchtbericht der Stadt Leipzig f\u00fcr das Jahr 2024 nachlesen.<\/p>\n<p>\u201eIn der kreisfreien Stadt Leipzig verstarben 17 Personen. H\u00e4ufigste Rauschgifttodesursache war 2024 der Konsum von Crystal allein oder in Verbindung mit anderen Stoffen. Die Alterspanne lag zwischen 20 und 50 Jahren. Bei den Betroffenen handelte es sich um Personen, die oftmals nicht nur verschiedene unerlaubte Bet\u00e4ubungsmittel, sondern zus\u00e4tzlich auch erlaubte Arzneimittel bzw. Alkohol konsumierten.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr 2023 werden in Leipzig f\u00fcnf Drogentote verzeichnet.<\/p>\n<p>15:00 Uhr im Elsapark<\/p>\n<p>Der diesj\u00e4hrige Gedenktag in Leipzig wird von mehreren Einrichtungen und Projekten der Sucht\u2011 und Jugendhilfe organisiert. Drei miteinander verbundene Veranstaltungen bringen unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven zusammen: Auftakt ist um 15 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung am Gedenkstein im Elsapark (zwischen Luther- und Elsastra\u00dfe). Nach der Andacht und dem Gedenkprogramm k\u00f6nnen die Besucherinnen und G\u00e4ste beisammensitzen und ins Gespr\u00e4ch kommen. Mitarbeiter der Drogen- und der Jugendhilfe informieren, welche Angebote es gibt und wie sie beraten und unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ab 18.30 Uhr l\u00e4dt eine Podiumsdiskussion im P\u00f6ge-Haus zum Thema \u201eZwischen Hilfe und Ausgrenzung: Wie Stigmatisierung Drogenkonsumierende im Alltag trifft\u201c dazu ein, unterschiedliche Perspektiven aus der Praxis sowie die Sicht von Betroffenen zu h\u00f6ren und miteinander in Austausch zu treten.<\/p>\n<p>Ebenfalls am 21. Juli er\u00f6ffnet in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses eine Ausstellung der Drogenpolitischen Initiative #KonsumRaumGeben aus Halle (an der Saale). Unter dem Titel \u201eDu hast Feierabend, ich hab\u2019 Suchtdruck\u201c werden gro\u00dfformatige Werke gezeigt, die die Erfahrungen von Konsumenten sichtbar machen. Zugleich beleuchten die Arbeiten die Geschichte der Drogenpolitik und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen. Die Ausstellung ist dann bis zum 30. Juli w\u00e4hrend der regul\u00e4ren \u00d6ffnungszeiten im Neuen Rathaus zu sehen, der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p>Der Gedenktag will einen gemeinsamen Raum schaffen f\u00fcr alle, die einen geliebten Menschen durch Abh\u00e4ngigkeit oder die damit verbundenen Lebensrealit\u00e4ten verloren haben. Alle B\u00fcrgerinnen sind deshalb herzlich eingeladen \u2013 Menschen, die Drogen gebrauchen, ebenso wie Angeh\u00f6rige und Freundinnen, Sozialarbeiter und anderes Fachpersonal beziehungsweise Wegbegleiterinnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"This article is also available in English: Read this article in English. 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