{"id":1182918,"date":"2026-07-21T16:59:16","date_gmt":"2026-07-21T16:59:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1182918\/"},"modified":"2026-07-21T16:59:16","modified_gmt":"2026-07-21T16:59:16","slug":"explosion-zweier-sterne-erstmals-doppelter-supernova-ueberrest-in-der-milchstrasse-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1182918\/","title":{"rendered":"Explosion zweier Sterne: Erstmals doppelter Supernova-\u00dcberrest in der Milchstra\u00dfe entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>Explosion zweier SterneErstmals doppelter Supernova-\u00dcberrest in der Milchstra\u00dfe entdeckt<\/p>\n<p>21.07.2026, 18:09 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:50 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/HANDOUT-Composite-multiwavelength-view-of-the-IC-443-region-with-the-X-ray-emission-from-IC-443-remo.webp\" alt=\"HANDOUT-Composite-multiwavelength-view-of-the-IC-443-region-with-the-X-ray-emission-from-IC-443-removed-overlaid-with-gamma-ray-emission-above-1-GeV-detected-by-the-Fermi-Large-Area-Telescope-At-these-energies-the-gamma-ray-emission-appears-as-a-broad-extended-structure-encompassing-the-entire-IC-443-G189-6-3-3-system-motivating-the-need-for-higher-energy-observations-to-resolve-its-individual-components-Credit-NASA-Goddard-Space-Flight-Center-and-M-Michailidis-et-al-2026-orange-brown-radio-ESA-Planck-and-MWISP-yellow-optical-DSS-red-infrared-NASA-WISE-violet-ultraviolet-NASA-Swift-teal-X-rays-SRG-eROSITA-magenta-gamma-rays-NASA-DOE-Fermi-LAT-Collaboration-ACHTUNG-Frei-nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-der-Berichterstattung-ueber-die-Studie-bei-Nennung-des-Credits-Foto-NASA-Goddard-Space-Flight-Center-and-M-Michailidis-et-al\"\/>Zusammengesetzte Mehrwellenl\u00e4ngenansicht der Region um den Supernova-\u00dcberrest IC 443. (Foto: NASA Goddard Space Flight Center and M. Michailidis et al. 2026; orange, brown: radio, ESA\/Planck and MWISP; yellow: optical, DSS; red: infrared, NASA\/WISE; violet: ultraviolet, NASA\/Swift; teal: X-rays, SRG\/eROSITA; magenta: gamma rays, NASA\/DOE\/Fermi LAT Collaboration)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Lange Zeit gingen Astronomen von einem Zufall aus, doch nun findet ein Forschungsteam heraus: Die leuchtenden Gaswolken zweier einstiger Partner-Sterne belegen deren aufeinanderfolgende Explosion. Sie geh\u00f6rten einst zu einem einzigen System.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Rund 6000 Lichtjahre von der Erde entfernt hat es vor Jahrtausenden gleich zwei Sternexplosionen gegeben. Das zeigen Beobachtungen leuchtender Gaswolken an der Explosionsstelle, die ein Forschungsteam aus den USA und Frankreich macht. Offenbar sind hier beide Sterne eines Doppelsterns am Ende ihres jeweiligen Lebens nacheinander zur Supernova geworden. Es ist der erste Nachweis der Supernova-\u00dcberreste von zwei Sternen eines Doppelsystems, schreiben die Forschenden <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41467-026-74978-x\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">im Fachblatt &#8222;Nature Communications&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;IC 443 ist der bislang am intensivsten untersuchte Supernova-\u00dcberrest in der Milchstra\u00dfe&#8220;, erl\u00e4utern Miltiadis Michailidis von der Stanford University und seine Kollegen. &#8222;Doch seine Umgebung birgt immer noch viele Geheimnisse.&#8220; Als Supernova-\u00dcberrest bezeichnen Himmelsforscher eine sich im Weltall ausbreitende leuchtende Gaswolke, die aus dem bei einer Supernova-Explosion ausgesto\u00dfenen Sternmaterial besteht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"HANDOUT-Artist-s-illustration-of-the-ultraviolet-and-optical-filament-marking-the-northern-boundary-of-G189-6-3-3-The-filament-coincides-with-regions-of-enhanced-gas-density-and-well-localized-gamma-ray-emission-above-10-GeV-supporting-a-scenario-in-which-the-supernova-shock-compresses-the-dense-material-and-re-accelerates-cosmic-ray-protons-Their-subsequent-interactions-with-the-surrounding-gas-produce-the-observed-high-energy-gamma-ray-emission-Credit-M-Michailidis-et-al-2026-ACHTUNG-Frei-nur-zur-redaktionellen-Verwendung-im-Zusammenhang-mit-der-Berichterstattung-ueber-die-Studie-bei-Nennung-des-Credits-Foto-M-Michailidis-et-al\"\/>K\u00fcnstlerische Darstellung des ultravioletten und optischen Filaments, das die n\u00f6rdliche Grenze von G189.6+3.3 markiert. (Foto: M. Michailidis et al. 2026)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Astronomen haben in der Milchstra\u00dfe etwa 300 solcher \u00dcberreste entdeckt. Die Gaswolken lassen sich vor allem durch Radio- und R\u00f6ntgenstrahlung nachweisen. Diese entsteht, wenn das bei der Explosion ausgesto\u00dfene Sternmaterial auf Gas in der Umgebung prallt. IC 443 ist durch eine Sternexplosion vor etwa 8000 bis 9000 Jahren entstanden. Im Gegensatz zu anderen Supernova-\u00dcberresten ist der \u00dcberrest aber von einer komplexen Struktur aus Gaswolken umgeben.<\/p>\n<p>Forschende korrigieren 30 Jahre alten Irrtum<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Inmitten dieser f\u00fcr die Astronomen un\u00fcbersichtlichen Umgebung stie\u00df der R\u00f6ntgensatellit Rosat in den 1990er Jahren auf einen weiteren \u00dcberrest einer Sternexplosion, der die Katalognummer G189.6+3.3 erhielt. Die Himmelsforscher gingen zun\u00e4chst davon aus, dass die beiden Supernova-\u00dcberreste nur zuf\u00e4llig etwa an der gleichen Stelle des Himmels stehen, aber unterschiedlich weit von der Erde entfernt sind. Das jedoch war ein Irrtum, wie Michailidis und seine Kollegen nun zeigen konnten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00dcber einen Zeitraum von 16 Jahren hat das Team IC 443 und G189.6+3.3 mit dem Weltraumteleskop Fermi beobachtet. Dabei zeigte sich, dass sich die Gaswolken der beiden Supernova-\u00dcberreste gegenseitig durchdringen und beeinflussen. &#8222;Diese Wechselwirkung zwischen den Wolken positioniert G189.6+3.3 in der gleichen Entfernung wie IC 443&#8220;, stellen Michailidis und seine Kollegen fest.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Explosion von G189.6+3.3 fand, so folgert das Team weiter aus den Fermi-Beobachtungen, zwischen 20.000 und 100.000 Jahre vor der Explosion von IC 443 statt. Die r\u00e4umliche N\u00e4he und die astronomisch gesehen schnelle Aufeinanderfolge der Explosionen sehen die Forscher als Indiz daf\u00fcr, dass die beiden explodierten Sterne zuvor ein Doppelsystem gebildet hatten.<\/p>\n<p>Sterne mit mehr als der 30-fachen Masse der Sonne<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Um diese Schlussfolgerung zu untermauern, hat das Team die Entwicklung von mehreren Millionen Doppelsternen simuliert. Wie sich zeigte, sind die Beobachtungen in guter \u00dcbereinstimmung mit einem Doppelsystem, das urspr\u00fcnglich aus zwei Sternen mit mehr als der 30-fachen Masse unserer Sonne bestand. Bei der Explosion solcher Sterne werden die \u00e4u\u00dferen H\u00fcllen der Sterne abgesto\u00dfen, w\u00e4hrend das Innere des Sterns zu einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch zusammenst\u00fcrzt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Satelliten-Observatorium &#8222;Chandra&#8220; sp\u00fcrte 2005 inmitten der Gaswolke IC 443 eine helle, punktf\u00f6rmige R\u00f6ntgenquelle auf. Vermutlich handelt es sich hierbei um die Strahlung des bei der ersten Sternexplosion entstandenen Neutronensterns. Bei G189.6+3.3 fehlen bislang Hinweise auf einen Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch, aber die Suche geht weiter. Das System aus zwei Supernova-\u00dcberresten bietet den Forschern erstmals die M\u00f6glichkeit, die fr\u00fche Phase nach der Explosion beider Sterne in einem Doppelsystem genau zu untersuchen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Rainer Kayser, dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Explosion zweier SterneErstmals doppelter Supernova-\u00dcberrest in der Milchstra\u00dfe entdeckt 21.07.2026, 18:09 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:50 min) Zusammengesetzte Mehrwellenl\u00e4ngenansicht der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1182919,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[3251,752,29,30,69919,190,189,74895,194,191,10156,193,192],"class_list":["post-1182918","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-astronomie","tag-bildung","tag-deutschland","tag-germany","tag-milchstrasse","tag-science","tag-science-technology","tag-supernova","tag-technik","tag-technology","tag-weltall","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116959041619593255","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1182918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1182918"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1182918\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1182919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1182918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1182918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1182918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}