{"id":1183411,"date":"2026-07-21T21:59:26","date_gmt":"2026-07-21T21:59:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1183411\/"},"modified":"2026-07-21T21:59:26","modified_gmt":"2026-07-21T21:59:26","slug":"diese-verwelkte-mig-21-soll-wieder-fliegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1183411\/","title":{"rendered":"Diese verwelkte MiG-21 soll wieder fliegen"},"content":{"rendered":"<p>Ein MiG-21-Doppelsitzer als restaurierter Warbird. Nicht irgendwo in den USA, nein. Sondern in Europa \u2013 genauer gesagt in Polen. Das ist das Ziel, das sich die MiG-Enthusiasten von Fubar Aviation Ltd. vorgenommen haben. In ihrem Hangar auf dem polnischen Regionalflughafen Flughafen Olsztyn-Mazury hie\u00dfen sie j\u00fcngst aus diesem Grund einen spektakul\u00e4ren Neuzugang willkommen \u2013 in Gestalt einer teilzerlegten MiG-21UM &#8222;Mongol-B&#8220; in den verblassten, abgebl\u00e4tterten Farben der polnischen Luftwaffe.<\/p>\n<p>&#8222;N\u00e4chstes Flugzeug f\u00fcr die Flotte von Fubar Aviation&#8220;, kommentierte die Vereinigung am Wochenende in einem <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/FUBARAVIATION\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Beitrag auf Facebook<\/a>. &#8222;Die MiG-21UM mit der Bordnummer 9311&#8220; sei bereits in Olsztyn-Mazury eingetroffen. &#8222;Mehr Informationen folgen bald. EDIT: Ja, sie wird fliegen!&#8220;<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens bei diesem letzten Zusatz d\u00fcrfte mancher Facebook-Nutzer mit Luftfahrt-Leidenschaft vor Freude fast den Sonntagskuchen von der Gabel geschleudert haben \u2013 w\u00e4re das doch die vielleicht gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Airshow-Sensation der letzten Jahre. Eine fliegende MiG-21 gibt es in Europa n\u00e4mlich seit Ende 2024 nicht mehr, als die kroatische Luftwaffe <a href=\"https:\/\/www.flugrevue.de\/militaer\/europas-letzte-mig-21-verlassen-die-buehne-ende-in-kroatien\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">ihre letzten MiGs in den Ruhestand<\/a> schickte. Und eine privat betriebene MiG-21, so etwas kennt man hierzulande h\u00f6chstens aus den USA.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2308476.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"MiG-21UM 9311 in Polen - vor der Restaurierung.\" title=\"Fubar, MiG-21, MiG-21UM, Polen\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Fubar Aviation<\/p>\n<p>Das Team von Fubar Aviation feiert die Ankunft seiner spektakul\u00e4ren Neuerwerbung &#8211; und will die MiG-21UM wieder in flugf\u00e4higen Zustand restaurieren.\u00a0<\/p>\n<p>MiG-15, MiG-17 \u2013 und jetzt die MiG-21<\/p>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass die polnische &#8222;Mongol-B&#8220; bald wirklich wieder abhebt, ist tats\u00e4chlich hoch. Denn die Mannschaft von Fubar Aviation hat in der Vergangenheit des \u00d6fteren bewiesen, dass ausrangierte Kampfjet-Klassiker bei ihr in besten H\u00e4nden sind. Seit Jahren treten die Polen mit zwei restaurierten Lim-2 (polnische Lizenzbauten der MiG-15) international auf Flugshows auf. Seit dieser Saison bereichert mit einer <a href=\"https:\/\/www.flugrevue.de\/klassiker\/europas-einzige-mig-17-erwacht-in-polen-zum-leben-debuet-2026\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">frisch wieder aufgebauten Lim-5 (MiG-17)<\/a> der n\u00e4chste sowjetische Ex-Fighter die Flotte. Bereits hier betrat Fubar Aviation Neuland \u2013 existiert ansonsten in Europa doch keine zweite flugf\u00e4hige MiG-17.<\/p>\n<p>Die Mach 2 schnelle MiG-21 ist zwar im Vergleich dazu noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Doch die Chancen stehen gut, dass das erfahrene Team, gespickt mit zahlreichen Veteranen der polnischen Luftwaffe, auch dieses neue &#8222;Winterprojekt&#8220; zum Erfolg f\u00fchren wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/2308477.jpg\" class=\"w-full absolute left-1\/2 top-1\/2 -translate-x-1\/2 -translate-y-1\/2\" alt=\"MiG-21UM 9311 in Polen - vor der Restaurierung.\" title=\"Fubar, MiG-21, MiG-21UM, Polen\" height=\"241\" width=\"430\"\/><\/p>\n<p>Fubar Aviation<\/p>\n<p>Bei Fubar Aviation kennt man sich aus mit alten MiGs. Die MiG-21UM (rechts) markiert dennoch das bislang gr\u00f6\u00dfte und herausforderndste Projekt f\u00fcr die Polen.\u00a0<\/p>\n<p>Um diese MiG-21 geht es<\/p>\n<p>Bei der Doppelsitzer-Version MiG-21UM (NATO-Code &#8222;Mongol-B&#8220;) handelt es sich um eine ab Werk als Trainer produzierte Vertreterin des wohl ber\u00fchmtesten Ostblock-Kampfjets aus dem Kalten Krieg. Die Maschine mit der Kennung 9311 wurde am 28. Juli 1980 an die polnische Luftwaffe ausgeliefert. Sie tr\u00e4gt die Seriennummer 516999311. Ihre Karriere startete die MiG beim 26. Jagdfliegerregiment in Zegrze Pomorskie, sp\u00e4ter flog sie in \u0141ask bei der 10. Taktischen Fliegerstaffel (10. Eskadra Lotnictwa Taktycznego, ELT).<\/p>\n<p>Etwa um das Jahr 2000 herum erhielt sie ein neues, in unterschiedlichen Graut\u00f6nen gehaltenes, Tarnschema, das den ansonsten bei den polnischen MiGs vorherrschenden blanken Metall-Look ersetzte. Das Ende ihrer aktiven Dienstzeit erlebte die 9311 schlie\u00dflich in Posen auf der 31. Baza Lotnictwa Taktycznego (31. Taktischer Luftst\u00fctzpunkt). Dort wurde sie \u2013 wie alle anderen verbliebenen MiG-21 in Polen \u2013 zum Jahresende 2003 ausgemustert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein MiG-21-Doppelsitzer als restaurierter Warbird. Nicht irgendwo in den USA, nein. 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