{"id":1184428,"date":"2026-07-22T08:31:27","date_gmt":"2026-07-22T08:31:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1184428\/"},"modified":"2026-07-22T08:31:27","modified_gmt":"2026-07-22T08:31:27","slug":"meet-europe-im-malerischen-maastricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1184428\/","title":{"rendered":"\u201eMeet Europe\u201c im malerischen Maastricht"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Von Nina Kr\u00fcsmann<\/strong><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00e4lteste Stadt der Niederlande besitzt eine gro\u00dfe Anziehungskraft auf Tagesausfl\u00fcgler und Menschen, die Genuss in jeder Hinsicht erleben m\u00f6chten. Das internationale Flair mischt sich an milden Fr\u00fchlingstagen in Richtung Sommer mit einem geradezu mediterranen Ambiente in den Gassen und auf den gro\u00dfen Pl\u00e4tzen. Nicht umsonst lautet der Werbespruch des Maastrichter Tourismusb\u00fcros \u201eMeet Europe\u201c. Die Stadt wird gerne als \u201ekulinarische Hauptstadt der Niederlande\u201c und \u201eEuropas kleinste Metropole\u201c bezeichnet.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Beliebtheit verdankt die Stadt ihrer wunderbaren Lage am namensgebenden Fluss Maas, den vielen beeindruckenden Sehensw\u00fcrdigkeiten, dem abwechslungsreichen und hochwertigen Einkaufsangebot, den gem\u00fctlichen Terrassen, Theatern und Museen, Restaurants und Caf\u00e9s, sch\u00f6nen Pl\u00e4tzen und Parks und nicht zuletzt der Gastfreundlichkeit ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Auch Bildung und Kultur kommen nicht zu kurz, denn die Stadt kandidierte sogar f\u00fcr den Titel der Europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt 2018 und hat durch ihre Universit\u00e4t einen gro\u00dfen Anteil internationaler Studierenden. Am K\u00f6nigstag, 27. April, f\u00e4rbt sich Maastricht orange \u2013 2022 feierte K\u00f6nig Willem-Alexander seinen 55. Geburtstag sogar vor Ort und lie\u00df sich von Tausenden bejubeln.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Modefans kommen beim Shopping entlang der Stokstraat auf ihre Kosten. Hier befinden sich einige der sch\u00f6nsten Boutiquen und beim Schaufensterbummel erblickt man sofort die neuesten Trends der internationalen Designer. Das Mosae Forum ist ein neues Shoppingviertel zwischen Marktplatz und Maas. Das Rathaus am Markt ist ein beeindruckendes Geb\u00e4ude mit einem gro\u00dfen Belfried, einem hohen, schlanken Glockenturm. Ringsum erlebt man pures Markttreiben, kann K\u00e4se, frischen Backfisch und Waffeln kosten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maastricht ist die Hauptstadt der Provinz Limburg und liegt im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdosten der Niederlande im Dreil\u00e4ndereck zwischen Belgien und Deutschland an beiden Seiten der Maas. Bereits etwa 500 v. Chr. gab es hier eine keltische Siedlung an einer querbaren Stelle des Flusses. Der Name der Stadt r\u00fchrt von der lateinischen Bezeichnung \u201eMosae Traiectum\u201c, zu Deutsch \u201eMaas\u00fcbergang\u201c her. Die entsprechende Br\u00fccke, welche den Fluss quert, wurde unter Kaiser Augustus von den R\u00f6mern errichtet. Die Br\u00fccke bildete die Ausgangsbasis f\u00fcr eine erste r\u00f6mische Handelsniederlassung. Sp\u00e4ter wurde hier ein Kastell errichtet. Die \u00dcberf\u00e4lle durch Germanenst\u00e4mme waren wahrscheinlich auch der Grund, der den Bischof von Tongeren, Servatius, dazu bewog, seinen Sitz nach Maastricht zu verlegen. In der Sicherheit des befestigten Kastells gr\u00fcndete er eine christliche Gemeinschaft. Servatius ist bis heute der Schutzpatron der \u00fcberwiegend katholischen Stadt. Im 13. Jahrhundert folgte die erste Stadtumwallung, nachdem Herzog Heinrich I. von Brabant Maastricht das Stadtrecht verliehen hatte. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die 160 Meter lange Sankt-Servatius-Br\u00fccke gebaut, die damals der n\u00f6rdlichste \u00dcbergang \u00fcber die Maas war. Heute noch verbindet sie Maastricht mit dem rechtsseitigen Stadtteil Wyck. 1992 wurde im \u201eGouvernement\u201c, dem Sitz der Provinzialregierung, der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gr\u00fcndung der Europ\u00e4ischen Union f\u00fchrte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Walzerk\u00f6nig kommt ins \u201eOpen-Air-Wohnzimmer\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Bereits der Bahnhof ist f\u00fcr Reisende die erste Sehensw\u00fcrdigkeit. Wissenswertes f\u00fcr einen Aufenthalt erfahren Besucherinnen und Besucher im Dinghuis, einem mittelalterlichen Gerichtsgeb\u00e4ude, das heute die Touristinfo beherbergt. Einer der bekanntesten S\u00f6hne der Stadt ist der Stargeiger Andr\u00e9 Rieu. Jeden Sommer veranstaltet er mit seinem Orchester eine Konzertreihe auf dem Vrijthof, dem zentralen Platz in der Innenstadt. Die Reihe auf dem \u201eOpen-Air-Wohnzimmer\u201c findet diesmal vom 3. bis 20. Juli<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">statt. Der Name \u201eVrijthof\u201c stammt aus dem Mittelalter und bezeichnet den Vorhof, oder den Platz rund um eine Kirche. In diesem Fall ist es der Kirchhof der Sankt-Servatius-Basilika. Neben der Kirche sieht man auch die Sint-Janskerk, das Theater am Vrijthof, die ehemalige Hauptwache des Milit\u00e4rs und die spanische Botschaft. Rund um den Platz sind viele Caf\u00e9s und Restaurants ans\u00e4ssig. Wer beim Stadtbummel Lust auf eine kleine St\u00e4rkung versp\u00fcrt, kann sich hier gem\u00fctlich niederlassen oder \u2013 typisch niederl\u00e4ndisch \u2013 eine der zahllosen Frit\u00fcren ansteuern. Eine Portion Bitterballen mit Senf, also typisch niederl\u00e4ndische Fleischkroketten, schmeckt zum Bier oder Aperitif.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die am Vrijthof gelegene \u201eSankt-Servatius-Basilika\u201c ist eine Kreuzkirche mit drei T\u00fcrmen, die auf dem Grab von St. Servatius errichtet wurde. Zum gr\u00f6\u00dften Teil im romanischen Stil erbaut, wurden f\u00fcr die Kirche haupts\u00e4chlich Kohlensandstein und Mergel verwendet. Die unweit gelegene \u201eUnsere liebe Frauenbasilika\u201d aus dem 5. Jahrhundert ist die \u00e4lteste Kirche Maastrichts. Sehenswert ist aber auch folgendes Kuriosum: In der Dominicanerkerkstraat 1 nahe des Vrijthofs steht eine Dominikaner Kirche. Bereits vor rund 200 Jahren hat diese Kirche ihre sakrale Funktion verloren. Seitdem diente sie als Festsaal, Karnevalstempel oder als Fahrradkeller. 2006 zog die Buchhandlung Selexyz in das historische Geb\u00e4ude, im ehemaligen Chorraum befindet sich nun ein Caf\u00e9.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kulinarik im Kloster<\/strong><\/p>\n<p>Exklusiv speisen und auch \u00fcbernachten kann man im Kruisherrenhotel in einem renovierten gotischen Kloster. Zusammen mit der monumentalen gotischen Kirche wurde dieser Geb\u00e4udekomplex in ein Designhotel verwandelt. Die Einrichtung ist eine Sch\u00f6pfung des international renommierten Innenarchitekten Henk Vos in Zusammenarbeit mit internationalen Designern wie Philip Starck, Le Corbusier und Ingo Maurer. Die architektonischen Kontraste zwischen Vergangenheit und Gegenwart werden im gesamten Hotel lebendig. Ein Erlebnis ist auf jeden Fall die Weinbar Rouge &amp; Blanc im ehemaligen Altarraum der Klosterkirche.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maastricht ist seit dem 19. Jahrhundert das Zentrum der Keramikindustrie der Niederlande. Das riesige Industriegel\u00e4nde \u201eC\u00e9ramique\u201c an der Maas nahe dem Stadtkern wurde in den 80er Jahren von den Keramikwerken ger\u00e4umt und ist jetzt ein gediegenes Wohn- und Gesch\u00e4ftsviertel. An der Maas s\u00fcdlich von Maastricht steht zudem die gr\u00f6\u00dfte Zementfabrik der Niederlande. Deren Rohstoff ist der Mergelstein, der im Sint-Pietersberg abgebaut wird. Hier befinden sich auch das Fort Sint Pieter und die Grotten von Sint Pieter. Letztere sind durch den Abbau von Mergel in Maastrichts Untergrund entstanden. Mit der Zeit ergab sich dadurch ein Labyrinth aus mehr als 20.000 G\u00e4ngen. Eine F\u00fchrung durch den Untergrund, der in Kriegszeiten als Versteck diente, dauert 60 Minuten.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele weitere Orte lohnen einen Abstecher: Zwischen 1575 und 1825 ist an der westlichen Seite von Maastricht ein Netzwerk von G\u00e4ngen und Mienen entstanden. \u00dcber 14 Kilometer erstrecken sich fachkundig ausgeh\u00f6hlt und gemauerte Kugelgew\u00f6lbe, imponierende Schutzr\u00e4ume, Pulverkammern, Treppen und Galerien. F\u00fchrungen durch die Kasematten starten vom Eingang an der Waldeckbastion, nahe des \u201eTongerseplein\u201c in Maastricht. \u201eHelpoort\u201c, das H\u00f6llentor, ist ein um 1230 mit der ersten Stadterweiterung erbautes mittelalterliches Stadttor und war bis um 1516 Teil der Verteidigungsanlage. Durch die dritte Stadterweiterung im S\u00fcden der Stadt ist es heute funktionslos, aber der Niederlande \u00e4ltestes Stadttor und Maastrichts einziges, noch bestehendes Tor. Die Bischofsm\u00fchle im Herzen der Stadt gilt als \u00e4lteste Wasserm\u00fchle der Niederlande, die noch immer in Betrieb ist. Erbaut zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert mahlt die \u201eBisschopsmolen\u201c an der Stenenbrug 1 noch immer Korn zu Mehl. Kunstinteressierte zieht es derweil ins Bonnefantenmuseum. Auf rund 4.000 Quadratmetern Ausstellungsfl\u00e4che gibt es historische wie auch moderne Kunst.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An der Maaspromenade kann man zu einer Schiffrundfahrt starten. Die f\u00fcnf Fahrgastschiffe der Rederij Stiphout befahren t\u00e4glich die Maas und den Albertkanal. Es gibt eine 50-min\u00fctige Schnuppertour und gro\u00dfe Fahrten zum Beispiel bis L\u00fcttich. Mit der globalen Kunst- und Antiquit\u00e4tenmesse TEFAF, auf der rund 250 international renommierte Aussteller Exponate von der Antike bis zur Klassischen Moderne pr\u00e4sentieren, hat Maastricht jedes Fr\u00fchjahr einen gro\u00dfen Anziehungspunkt. Die TEFAF gilt als \u201eKaufhaus der Superreichen\u201c und als das weltbeste k\u00e4ufliche Museum auf Zeit. Magische Momente garantiert Maastricht also in jeder Beziehung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von Nina Kr\u00fcsmann Die \u00e4lteste Stadt der Niederlande besitzt eine gro\u00dfe Anziehungskraft auf Tagesausfl\u00fcgler und Menschen, die Genuss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1184429,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,92503,663,158,3934,3935,13,54076,14,15,965,12,13096,247544,132752,201649,1163],"class_list":["post-1184428","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-euregio","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-maastricht","tag-nachrichten","tag-news","tag-niederlande","tag-schlagzeilen","tag-sightseeing","tag-stadtbesichtigung","tag-stadtrundgang","tag-suedlimburg","tag-tourismus"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1184428","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1184428"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1184428\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1184429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1184428"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1184428"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1184428"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}