{"id":1184520,"date":"2026-07-22T09:23:15","date_gmt":"2026-07-22T09:23:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1184520\/"},"modified":"2026-07-22T09:23:15","modified_gmt":"2026-07-22T09:23:15","slug":"apples-e-mail-adresse-verbergen-sammelklage-laeuft-trotz-bugfix-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1184520\/","title":{"rendered":"Apples \u201eE-Mail-Adresse verbergen\u201c: Sammelklage l\u00e4uft trotz Bugfix weiter"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich soll die kostenpflichtige iCloud+-Funktion \u201eE-Mail-Adresse verbergen\u201c alias \u201eHide My Email\u201c daf\u00fcr sorgen, dass Empf\u00e4nger die tats\u00e4chliche Adresse eines Absenders nicht auslesen k\u00f6nnen. Doch seit mehr als einem Jahr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Fehler-in-E-Mail-Adresse-verbergen-von-Apple-weiter-ohne-Fix-11351055.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">behob Apple gemeldete Fehler nicht<\/a>, die dazu f\u00fchrten, dass die Originaladressen des beliebten Weiterleitungsdienstes geleakt werden konnten. Erst in dieser Woche kam es dann <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-korrigiert-Hide-my-Email-im-dritten-Anlauf-11372689.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">endlich zu einem abschlie\u00dfenden Fix<\/a> \u2013 und einer Erl\u00e4uterung, was \u00fcberhaupt hinter der Datenschutzl\u00fccke steckte. Doch die Fehlerbehebung wird Apple nicht bei einer in den USA eingereichten Sammelklage helfen: Die Kl\u00e4ger wollen weiterhin Geld sehen, weil sie sich in ihrer Privatsph\u00e4re bedroht f\u00fchlen. Der Rechtsstreit begann interessanterweise bereits, als noch gar nicht klar war, was an \u201eE-Mail-Adresse verbergen\u201c \u00fcberhaupt kaputt war.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Apple-Server machten den Leaker<\/p>\n<p>Entdeckt hatten die L\u00fccke Ben und Tyler Murphy vom Datenschutzdienst Easy Opt Outs. Sie benachrichtigten Apple bereits vor \u00fcber einem Jahr. Doch Apple f\u00fchrte zun\u00e4chst einen unvollst\u00e4ndigen Fix durch und behob das Problem dann nicht abschlie\u00dfend. Die Murphys wandten sich an das US-Medium <a href=\"https:\/\/www.404media.co\/apple-hide-my-email-vulnerability-reveals-peoples-real-email-addresses\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">404 Media<\/a>, das den Fall \u00f6ffentlich machte, was nun offenbar dazu gef\u00fchrt hat, dass Apple endlich handelte.<\/p>\n<p>Der Hintergrund: Apples Server spuckte die tats\u00e4chliche E-Mail-Adresse eines \u201eHide My Email\u201c-Nutzers aus, wenn es zu einem sogenannten Bounce kam. Bounces sind E-Mail-Antworten, die beispielsweise erscheinen, wenn eine E-Mail aufgrund einer Spam-Bewertung nicht zugestellt wird. Es kann aber auch andere Gr\u00fcnde haben \u2013 etwa ein \u00fcbergelaufenes Postfach. Apples Bounces enthielten jedoch nicht nur die versteckte E-Mail-Adresse, sondern auch den tats\u00e4chlichen Empf\u00e4nger. Somit konnte man mittels Erzeugung von Bounces Personen demaskieren, die den E-Mail-Schutzdienst nutzten. Apple brauchte dann wie erw\u00e4hnt \u00fcber ein Jahr, um seine Server korrekt zu konfigurieren. Das Problem: Alle zuvor demaskierten Adressen liegen nach wie vor offen. Nur bei neuen \u201eE-Mail-Adresse verbergen\u201c-Adressen ist sichergestellt, dass die Originalempf\u00e4nger nicht geleakt wurden.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Sammelkage<\/p>\n<p>Eine Mitte Juli eingereichte Sammelklage, die der Apple-Nutzer Anthony Alvarez angestrengt hat und dem United States District Court for the Northern District of California vorliegt (<a href=\"https:\/\/images.macrumors.com\/article-new\/2026\/07\/Alvarez-v-Apple.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Case 3:26-cv-07274<\/a>), will weiterhin erreichen, dass Apple Schadenersatz an betroffene Nutzer zahlt. Die Klage umfasst unter anderem Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe, Verletzungen von Konsumentenrechten, Vertrags- und Garantiebruch sowie unrechtm\u00e4\u00dfige Bereicherung. Auch soll Apple falsche Reklame betrieben haben, da der Dienst als sicher vermarktet wurde.<\/p>\n<p>Die Klage war bereits eingereicht worden, bevor \u00fcberhaupt bekannt war, was konkret das Problem bei \u201eHide My Email\u201c war \u2013 Alvarez reichte, dass seine E-Mail-Adresse geleakt worden sein k\u00f6nnte. F\u00fcr Apple kommt erschwerend hinzu, dass der Service stets kostenpflichtig offeriert worden war. Um \u201eMeine E-Mail-Adresse verbergen\u201c zu nutzen, war ein kostenpflichtiges iCloud+-Abo notwendig, das mindestens 99 Cent im Monat kostet. Wann und ob die Klage vor Gericht geht, ist noch unklar. Ein Richter muss ihr zudem Sammelklagenstatus zuordnen. Das k\u00f6nnte f\u00fcr Apple dann gegebenenfalls teuer werden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.\n  <\/p>\n<p>        Preisvergleich jetzt laden\n      <\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:bsc@heise.de\" title=\"Ben Schwan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bsc<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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