{"id":1185098,"date":"2026-07-22T15:07:19","date_gmt":"2026-07-22T15:07:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1185098\/"},"modified":"2026-07-22T15:07:19","modified_gmt":"2026-07-22T15:07:19","slug":"tech-firmen-am-finanzmarkt-was-ki-kostet-und-wer-das-alles-bezahlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1185098\/","title":{"rendered":"Tech-Firmen am Finanzmarkt: Was KI kostet und wer das alles bezahlt"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/rechenzentrum-182.jpg\" alt=\"Baustelle f\u00fcr ein neues Cloud-Rechenzentren von Microsoft in Deutschland.\" title=\"Baustelle f\u00fcr ein neues Cloud-Rechenzentren von Microsoft in Deutschland. | picture alliance \/ Panama Pictur\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 22.07.2026 \u2022 15:32 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der KI-Boom wird immer st\u00e4rker \u00fcber Schulden finanziert. Tech-Konzerne nehmen am Anleihemarkt Milliarden auf. Ob die Wette auf die Zukunft aufgeht, ist keine ausgemachte Sache. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/claudia-wehrle-102.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Claudia Wehrle\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/claudia-wehrle-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit dem Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) sind gro\u00dfe Hoffnungen verbunden. Dabei geht es nicht nur um Kosteneinsparungen und effizienteres Arbeiten in Unternehmen. &#8222;Dass KI die Wirtschaft produktiver macht, ist wichtig&#8220;, sagte Sandra Ebner von Union Investment der ARD-Finanzredaktion.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie sei sich sicher, dass KI dieses Potenzial habe. Im besten Fall werde Neues auf neuartige Weise gemacht. &#8222;Dann entsteht Wachstum&#8220;, so die \u00d6konomin.<\/p>\n<p>    KI ist teuer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Problem ist nur, dass das alles Geld kostet &#8211; viel Geld sogar. Mit dem Kauf von Hochleistungschips ist es nicht getan. Es m\u00fcssen neue Rechenzentren gebaut werden, eine entsprechende Infrastruktur ist notwendig. Das geht bis hin zur Sicherstellung der ausreichenden Stromversorgung. Das kostet Milliarden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gro\u00dfe Tech-Konzerne wie Amazon, Alphabet, Oracle oder Nvidia nehmen inzwischen hohe Kredite auf, um solche Investitionen \u00fcberhaupt stemmen zu k\u00f6nnen. Das geschieht h\u00e4ufig \u00fcber den Anleihemarkt. Nach Berechnungen von Barclays Research haben die Tech-Giganten allein im laufenden Jahr bei Anleiheinvestoren 218 Milliarden Dollar eingesammelt, <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/anlagestrategie\/kolumnen\/anleihen-der-riskante-schuldenboom-der-us-tech-konzerne\/100241081.html\" title=\"Der riskante Schuldenboom der US-Tech-Konzerne\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">wie das Handelsblatt j\u00fcngst berichtete<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zum Vergleich: Noch vor wenigen Jahren kamen die gro\u00dfen Tech-Konzerne weitgehend ohne Schulden aus. Mittlerweile dr\u00e4ngen Unternehmen<strong> <\/strong>wie OpenAI oder Anthropic an die B\u00f6rse, um sich neue Geldquellen zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>    Keine Parallelen zur Dotcom-Blase<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die gro\u00dfe Frage ist: K\u00f6nnen die Hyperscaler, also die Cloud-Dienstleister, jemals genug Gewinne einfahren, welche die hohen Investitionen rechtfertigen? Einige H\u00e4ndler und \u00d6konomen sehen in der aktuellen Euphorie rund um das Thema K\u00fcnstliche Intelligenz Parallelen zum Hype um die Jahrtausendwende, als das Internet seinen Siegeszug um die Welt antrat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damals wurden Start-ups wie Sand am Meer gegr\u00fcndet. Sie hatten vor allem eines zum Ziel: schnell wachsen. Von der &#8222;New Economy&#8220; war die Rede. Es schien sich eine Welt von unbegrenzten M\u00f6glichkeiten zu \u00f6ffnen. Anleger investierten oft hohe Summen in jedes Unternehmen, das eine &#8222;.com&#8220;-Domain im Namen trug. Es wurde gesprochen von einer &#8222;Dotcom-Blase&#8220; oder &#8222;Dotcom-Bubble&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Chris-Oliver Schickentanz von der Capitell AG will die Situation allerdings nicht mit heute vergleichen. &#8222;Damals waren es Zukunftsphantasien, die die Kurse nach oben getragen haben. Heute sehen wir bei den Tech-Unternehmen, dass Geld verdient wird und dass tats\u00e4chlich Geld in den Unternehmen h\u00e4ngen bleibt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch J\u00f6rg Kr\u00e4mer, Chefvolkswirt der Commerzbank, sieht es noch gelassen. &#8222;Wie immer kann so etwas in einer \u00dcbertreibung enden, das wissen wir aus der Wirtschaftsgeschichte.&#8220; Aber noch s\u00e4hen wir, dass die Hyperscaler, also die KI-Anbieter, sehr gut verdienen. &#8222;Und das spricht daf\u00fcr, dass das Ganze noch funktioniert&#8220;, so Kr\u00e4mer im Gespr\u00e4ch mit der ARD-Finanzredaktion.<\/p>\n<p>    Gef\u00e4hrliche Allianzen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Problem ist nur, dass es sogenannte Klumpenrisiken gibt, eine gef\u00e4hrliche Konzentration von Verm\u00f6genswerten in einem einzigen Bereich. In diesem Fall geht es um Technologie. Diese Konzentration gibt es gleich auf mehreren Ebenen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die eine Sache ist, dass sich die gro\u00dfen Tech-Konzerne gegenseitig finanzieren, indem sie sich untereinander Produkte verkaufen oder Dienstleistungen zur Verf\u00fcgung stellen. &#8222;Das hei\u00dft, wenn in diesem Geflecht einer der Partner aus welchen Gr\u00fcnden auch immer umkippt oder weniger erwirtschaftet, dann ger\u00e4t dieses zirkul\u00e4re Finanzierungssystem ins Wanken&#8220;, erkl\u00e4rt Sebastian Heinz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Heinz ist Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von statworx. Das ist ein KI-Unternehmen, das Firmen, auch gro\u00dfe DAX-Konzerne, beim Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz begleitet. &#8222;Wenn das Finanzierungssystem ins Wanken ger\u00e4t, kann das extrem gef\u00e4hrlich werden aufgrund der Menge an Kapital, die in diesen Unternehmen gebunden ist&#8220;, sagt Heinz.<\/p>\n<p>    Klumpenrisiken auch an der B\u00f6rse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der andere Punkt ist die hohe Konzentration von Technologieunternehmen am Finanzmarkt. Aktien von Unternehmen, die etwas mit K\u00fcnstlicher Intelligenz zu tun haben, sind nicht nur als einzelne Werte handelbar, sondern in vielen ETFs enthalten, also in b\u00f6rsengehandelten Fonds.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Selbst breit angelegte Indizes wie der MSCI World enthalten die Big-Tech-Konzerne. Durch die rasanten Kurssteigerungen bekommen sie auch immer mehr Gewicht in einzelnen Indizes. K\u00e4me die Branche ins Rutschen, dann w\u00fcrde das einen Domino-Effekt ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es wartet ja eigentlich schon jeder darauf, dass etwas passiert&#8220;, so Heinz. &#8222;Und dann werden wir wahrscheinlich in eine \u00e4hnliche Situation reinlaufen, was die Auswirkungen oder Nachwirkungen angeht, wie wir das in der Dotcom-Bubble oder auch in der Finanzkrise hatten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Noch ist es nicht so weit. Noch ist K\u00fcnstliche Intelligenz der wichtigste Treiber f\u00fcr das globale Wirtschaftswachstum. In diesen Tagen \u00f6ffnen gro\u00dfe Konzerne ihre Gesch\u00e4ftsb\u00fccher und dann muss sich zeigen, ob die hochgesteckten Erwartungen (noch) erf\u00fcllt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 22.07.2026 \u2022 15:32 Uhr Der KI-Boom wird immer st\u00e4rker \u00fcber Schulden finanziert. 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