{"id":1185162,"date":"2026-07-22T15:43:11","date_gmt":"2026-07-22T15:43:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1185162\/"},"modified":"2026-07-22T15:43:11","modified_gmt":"2026-07-22T15:43:11","slug":"gefaengnis-insassen-in-siegburg-sollen-bewaffneten-aufstand-geplant-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1185162\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4ngnis-Insassen in Siegburg sollen bewaffneten Aufstand geplant haben"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die Nachricht klingt so erschreckend wie abenteuerlich: In der Justizvollzugsanstalt (JVA) in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/siegburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Siegburg<\/a> sollen Gefangene einen gewaltsamen, bewaffneten Aufstand geplant haben. Ein Inhaftierter gab diesen Hinweis, die Anstaltsleitung nahm ihn ernst: Am Dienstagabend, 21. Juli, gab es einen Gro\u00dfeinsatz der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polizei\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei<\/a>. Etwa 100 Beamte durchsuchten das Gef\u00e4ngnis bis gegen 22 Uhr. Auch am Mittwoch waren wieder Daten- und Drogensp\u00fcrhunde im Einsatz. Nach vorl\u00e4ufiger Auswertung wurden insgesamt vier Handys und geringe Mengen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/drogen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Drogen<\/a> sichergestellt \u2013 keine Waffen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Landesjustizminister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/benjamin-limbach\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Benjamin Limbach<\/a> (Gr\u00fcne) demonstrierte mit einer ersten Reaktion am Mittwochmorgen Tatkraft. \u201eSollte sich der Verdacht bewahrheiten, werden die Drahtzieher die volle H\u00e4rte des Gesetzes sp\u00fcren\u201c, sagte er. Sie m\u00fcssten \u201emit der geballten Entschlossenheit des Staates\u201c rechnen.<\/p>\n<p>Angek\u00fcndigte Taschenkontrollen h\u00f6chstens sporadisch      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Danach k\u00fcndigte Limbach Taschenkontrollen bei den Bediensteten in allen nordrhein-westf\u00e4lischen Gef\u00e4ngnissen an, und zwar \u201eab sofort\u201c. Tats\u00e4chlich gibt es diese Kontrollen aber bislang noch nicht, wie das Justizministerium gegen\u00fcber unserer Redaktion erkl\u00e4rte. Und falls sie kommen, werden sie nur sporadisch und stichprobenartig stattfinden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Angedacht sind n\u00e4mlich laut Ministerium Durchsuchungen immer an \u201ezwei nicht angek\u00fcndigten Tagen je Kalenderwoche\u201c bei lediglich ausgesuchten Mitarbeitenden: \u201eDie zu kontrollierenden Bediensteten werden nach dem Zufallsprinzip ausgew\u00e4hlt.\u201c Sie unterziehen sich dann beim Zugang zum Gef\u00e4ngnis einer \u201eSichtkontrolle der mitgef\u00fchrten Taschen und der Taschen an der Bekleidung unter Zuhilfenahme von Metallsonden\u201c.<\/p>\n<p>Gewerkschaft spricht von \u201epolitischer Ma\u00dfnahme\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das wird aber nur umgesetzt, wenn die Vertretung der Justizbesch\u00e4ftigten es absegnet: Ein Mitbestimmungsverfahren ist Pflicht. Ein Erlass mit dem benannten Inhalt sei dem Hauptpersonalrat am Montag \u00fcbersandt worden, hie\u00df es aus dem Justizministerium. Der Erfahrung nach k\u00f6nnen nun Wochen ins Land gehen, bis dieser dar\u00fcber entschieden hat. Lehnt er alles ab, muss weiter verhandelt werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Landesvorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten, Horst Butschinek, machte klar, dass seine Gewerkschaft die Sache schon mal kritisch sieht. \u201eWir halten davon nicht so viel. Das Ministerium argumentiert, das sei zum Schutz der Bediensteten gegen falsche Anschuldigungen\u201c, sagte er unserer Redaktion. \u201eMan kann das aber auch als Generalverdacht gegen alle Bediensteten sehen: Wir glauben euch nicht mehr, also gucken wir in eure Taschen rein. Schon die Ank\u00fcndigung hat f\u00fcr erhebliche Unruhe in den Belegschaften gef\u00fchrt.\u201c Au\u00dferdem gebe es in den Einrichtungen ohnehin schon Personalmangel: \u201eJetzt sollen wir daf\u00fcr noch Leute abstellen?\u201c, fragte Butschinek. Sein Fazit: \u201eAus unserer Sicht ist das gar keine Ma\u00dfnahme f\u00fcr den Vollzug, sondern eine politische.\u201c Werden die Kontrollen tats\u00e4chlich eingef\u00fchrt, sollen sie \u201ebis auf Weiteres\u201c gelten, nach einem halben Jahr soll es eine Evaluierung geben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die m\u00f6glichen Aufstandspl\u00e4ne von Siegburg gehen sofort in die politische Debatte ein. Die Landtagsfraktionen von SPD und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/fdp\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">FDP<\/a> haben f\u00fcr Donnerstag, 23. Juli, eine Sondersitzung des Rechtsausschusses beantragt. Die SPD-Fachpolitikerin Sonja Bongers forderte Aufkl\u00e4rung dar\u00fcber, \u201ewie Gefangene \u00fcberhaupt in der Lage sein konnten, einen solchen Aufstand vorzubereiten und sich dar\u00fcber abzustimmen \u2013 ohne, dass das Justizsystem das von sich aus mitbekommen hat\u201c. Der FDP-Abgeordnete Werner Pfeil stellte nach nun mehreren Skandalen die Frage \u201enach der Zuverl\u00e4ssigkeit des eingesetzten Personals \u2013 und der Sicherheit in den JVAs insgesamt\u201c in den Raum. Minister Limbach will die Einrichtung in Siegburg am Donnerstag besuchen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Nachricht klingt so erschreckend wie abenteuerlich: In der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Siegburg sollen Gefangene einen gewaltsamen, bewaffneten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1185163,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1842],"tags":[7378,1741,3364,29,588,9032,30,3786,6209,1209],"class_list":["post-1185162","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bonn","tag-siegburg","tag-bonn","tag-de","tag-deutschland","tag-einsatz","tag-einsatzkraefte","tag-germany","tag-grosseinsatz","tag-jva","tag-nordrhein-westfalen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116964400054399737","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1185162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1185162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1185162\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1185163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1185162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1185162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1185162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}