{"id":1186306,"date":"2026-07-23T03:14:31","date_gmt":"2026-07-23T03:14:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1186306\/"},"modified":"2026-07-23T03:14:31","modified_gmt":"2026-07-23T03:14:31","slug":"austin-tesla-mit-weniger-gewinn-und-hoeheren-kosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1186306\/","title":{"rendered":"Austin | Tesla mit weniger Gewinn und h\u00f6heren Kosten"},"content":{"rendered":"<p>Austin (dpa) &#8211; Tesla kommt beim gro\u00df angek\u00fcndigten Plan von Firmenchef Elon Musk, den Elektroauto-Vorreiter auf Roboter und selbstfahrende Robotaxis auszurichten, langsamer voran als noch vor wenigen Monaten in Aussicht gestellt. So spricht Tesla nicht mehr von einer Serienproduktion der Roboter mit dem Namen Optimus und des Robotaxi-Fahrzeugs Cybercab ohne Lenkrad und Pedale noch in diesem Jahr. Stattdessen lie\u00df sich Musk vor Analysten dar\u00fcber aus, wie komplex die Entwicklung eines humanoiden Roboters sei. Die Produktion werde deshalb nur langsam anlaufen.<\/p>\n<p>Zugleich verbuchte Tesla im vergangenen Quartal bei steigenden Ausgaben f\u00fcr die neuen Projekte einen niedrigeren Gewinn. Die Kapitalinvestitionen w\u00fcrden auch in den n\u00e4chsten zwei oder drei Jahren weiter wachsen, sagte Finanzchef Vaibhav Taneja. 2026 sollen sie bei rund 26 Milliarden US-Dollar liegen.<\/p>\n<p>Schluckt Musks SpaceX Tesla?\u00a0<\/p>\n<p>Spekulationen \u00fcber einen m\u00f6glichen Zusammenschluss von Tesla mit seiner Raumfahrtfirma SpaceX schaffte Musk unterdessen nicht wirklich aus der Welt. Er sprach nach einer entsprechenden Analystenfrage von \u00dcberschneidungen zwischen den Unternehmen &#8211; und sagte dann, man k\u00f6nne in einer Telefonkonferenz zu Quartalszahlen nicht \u00fcber eine Zusammenlegung von Firmen reden. \u00abDas muss mit einem angemessenen Verfahren gemacht werden.\u00bb Danach \u00fcbergab er das Wort an Chefjustiziar Brandon Ehrhart, der noch einmal gemeinsame Projekte wie den Bau einer Chipfabrik mit dem Namen Terafab hervorhob<\/p>\n<p>Musk ist Chef sowohl bei Tesla als auch bei SpaceX, das im Juni an die B\u00f6rse gegangen war. Nach anf\u00e4nglichen Kursgewinnen notiert die SpaceX-Aktie inzwischen unter dem Ausgabepreis. Bei SpaceX hat Musk dank einer h\u00f6heren Beteiligung und Aktien mit mehr Stimmrechten komplett das Sagen, bei Tesla strebt er eine solche Position seit Jahren an. SpaceX schluckte bereits Musks KI-Firma xAI. Zuvor hatte Musk die Online-Plattform X in xAI eingebracht.\u00a0<\/p>\n<p>H\u00f6here Auslieferungen<\/p>\n<p>Tesla hatte die zwei vergangenen Jahre mit Absatzr\u00fcckg\u00e4ngen abgeschlossen. Zuletzt wuchsen die Auslieferungen im zweiten Quartal jedoch im Jahresvergleich \u00fcberraschend stark um rund ein Viertel auf 480.126 Fahrzeuge. Im Gleichschritt damit stieg auch der Umsatz um 26 Prozent auf knapp 28,24 Milliarden Dollar (24,75 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt lediglich mit rund 25,7 Milliarden Dollar gerechnet.<\/p>\n<p>Doch beim bereinigten Ergebnis pro Aktie verfehlte Tesla haushoch die Wall-Street-Erwartungen. Analysten waren im Schnitt von 51 US-Cent ausgegangen, Tesla kam auf 33 Cent. Die Aktie fiel im nachb\u00f6rslichen US-Handel um rund vier Prozent.<\/p>\n<p>Tesla hat sein europ\u00e4isches Werk, das das Model Y produziert, in Gr\u00fcnheide bei Berlin. Der Konzern hatte j\u00fcngst einen Ausbau der Produktion in der Fabrik angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Quartalsgewinn sinkt<\/p>\n<p>Der Quartalsgewinn sank um f\u00fcnf Prozent auf gut 1,11 Milliarden Dollar. Der R\u00fcckgang d\u00fcrfte unter anderem eine Folge von Rabatten im wichtigen Heimatmarkt USA gewesen sein. Zugleich nahm Tesla die lukrativeren teureren Modelle S und X aus dem Programm &#8211; um Platz f\u00fcr die Optimus-Produktion im kalifornischen Stammwerk Fremont zu schaffen.<\/p>\n<p>Zudem fielen die Erl\u00f6se aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten auf 146 Millionen Dollar von 380 Millionen Dollar noch drei Monate zuvor. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte dieses Gesch\u00e4ft durch sein Vorgehen gegen Abgas-Grenzwerte in den USA dezimiert. In den vergangenen Jahren half der Handel mit CO2-Rechten Tesla oft \u00fcber Durststrecken.<\/p>\n<p>Vom Quartalsgewinn gehen zudem 763 Millionen Dollar auf einen reinen Buchgewinn dank der Aufwertung der SpaceX-Beteiligung von Tesla durch den B\u00f6rsengang zur\u00fcck. Nach dem Bilanz-Stichtag 30. Juni verlor das Papier deutlich an Wert.<\/p>\n<p>Unklarheit \u00fcber Robotaxi-Flotte<\/p>\n<p>Tesla versichert zwar, dass die Einf\u00fchrung der fahrerlosen Robotaxis gut laufe. Doch rund ein Jahr nach dem Start gibt es keine offiziellen Angaben zur Gr\u00f6\u00dfe der Flotte in mehreren US-St\u00e4dten &#8211; oder dazu, wie viele Fahrg\u00e4ste bef\u00f6rdert wurden. Als neue Zahl wurde genannt, dass Teslas fahrerlose Autos bisher insgesamt 380.000 Meilen (rund 611.000 Kilometer) ohne Aufsicht zur\u00fcckgelegt h\u00e4tten. Robotaxis der Google-Schwesterfirma Waymo kommen aktuell auf rund zwei Millionen Meilen pro Woche. Tesla sieht jedoch seinen umstrittenen Ansatz best\u00e4tigt, bei selbstfahrenden Autos nur mit Kameras auszukommen, ohne die teureren Laser-Radare, auf die unter anderem Waymo f\u00fcr mehr Verl\u00e4sslichkeit setzt. Musk hatte verk\u00fcndet, den Markt beherrschen zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Austin (dpa) &#8211; Tesla kommt beim gro\u00df angek\u00fcndigten Plan von Firmenchef Elon Musk, den Elektroauto-Vorreiter auf Roboter und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1186307,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1841],"tags":[582,1605,5308,3364,29,27311,30,198,1209,4585,64],"class_list":["post-1186306","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bielefeld","tag-automobilindustrie","tag-bielefeld","tag-computer","tag-de","tag-deutschland","tag-elektroindustrie","tag-germany","tag-internet","tag-nordrhein-westfalen","tag-software","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116967117005858645","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1186306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1186306"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1186306\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1186307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1186306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1186306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1186306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}