{"id":1186459,"date":"2026-07-23T04:50:24","date_gmt":"2026-07-23T04:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1186459\/"},"modified":"2026-07-23T04:50:24","modified_gmt":"2026-07-23T04:50:24","slug":"schach-in-deutschland-erlebt-starken-aufwind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1186459\/","title":{"rendered":"Schach in Deutschland erlebt starken Aufwind"},"content":{"rendered":"<p>Dresden (dpa) &#8211; Deutschland erlebt einen Schachboom &#8211; und wird dabei auch auf internationalem Parkett immer st\u00e4rker. \u00abUnsere Mitgliederzahlen entwickeln sich hervorragend. Wir sind kurz davor, die 100.000-Marke zu \u00fcberschreiten\u00bb, sagt Paul Meyer-Dunker, der seit Mai neuer Pr\u00e4sident des Deutschen Schachbundes ist, der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Die Elbestadt richtet derzeit den Deutschen Schachgipfel mit rund 1000. Spielern aus.\u00a0<\/p>\n<p>Keine Nachwuchssorgen im Schach<\/p>\n<p>Bundesweit gibt es rund 2.300 Schachvereine. Man habe die Delle aus der Corona-Zeit nicht nur wieder ausgleichen, sondern kr\u00e4ftig drauflegen k\u00f6nnen, betont der Pr\u00e4sident im Ehrenamt, der beruflich unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter f\u00fcr einen Bundestagsabgeordneten t\u00e4tig ist. \u00abVor allem im Kinder- und Jugendbereich merken wir, dass die Mitgliederzahlen m\u00e4chtig nach oben gehen. Nachwuchsprobleme haben wir definitiv nicht. Da m\u00fcssen wir uns keine Sorgen machen.\u00bb<\/p>\n<p>Faszination Schach<\/p>\n<p>Laut Meyer-Dunker gibt es in St\u00e4dten wie Berlin Vereine, die wegen des Ansturms derzeit keine Mitglieder mehr aufnehmen. \u00abSchach wird von sehr vielen Menschen gespielt.\u00bb Zu den Vereinsmitgliedern k\u00e4men noch Millionen hinzu, die online spielten. \u00abDie Faszination mag f\u00fcr jeden unterschiedlich sein. F\u00fcr mich ist es eine wundersch\u00f6ne Art von Wettkampfsport. Man kann sich in eine Denkaufgabe hineinvertiefen und geistig mit jemandem messen &#8211; und das manchmal mehrere Stunden lang.\u00bb<\/p>\n<p>Deutschland auch am internationalen Schachbrett erfolgreich<\/p>\n<p>Nach Ansicht des Pr\u00e4sidenten ist Deutschland auch im Spitzenbereich bei den Nationalmannschaften so stark wie seit langem nicht mehr. Mit Vincent Keymer aus Saulheim in Rheinland-Pfalz habe man einen Schachspieler, der zur Weltklasse geh\u00f6re. Und Matthias Bl\u00fcbaum aus dem nordrhein-westf\u00e4lischen Lemgo sei als zweifacher Europameister jetzt bei einem der Kandidatenturniere dabei gewesen, auf dem der Herausforderer des amtierenden Weltmeisters Dommaraju Gukesh aus Indien ermittelt wird.<\/p>\n<p>Medaille bei der Schacholympiade in Usbekistan?<\/p>\n<p>\u00abWir haben eine Nationalmannschaft, in der alle in den Top 100 der Welt sind. Das ist ein Team, das bei der Schacholympiade im September in Usbekistan die Chance hat, um eine Medaille mitzuspielen\u00bb, sagt Meyer-Dunker.\u00a0<\/p>\n<p>Auch bei den Frauen gebe es mit der geb\u00fcrtigen Erfurterin Elisabeth P\u00e4htz und Dinara Wagner, die nach Heidelberg zog, zwei Spielerinnen mit Spitzenniveau. Die deutschen Frauen h\u00e4tten bei der Mannschafts-EM erstmals mit Bronze eine Medaille erk\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Noch zu wenige Frauen in den Vereinen aktiv\u00a0<\/p>\n<p>Allerdings sieht Meyer-Dunker gerade bei den Frauen noch Nachholbedarf, denn 90 Prozent der Mitglieder des Deutschen Schachbundes seien M\u00e4nner. In den Altersklassen unter 6, 7 und 8 Jahren gebe es die h\u00f6chsten M\u00e4dchenanteile mit etwa einem Drittel, bei den \u00c4lteren w\u00fcrden die Quoten wieder einbrechen. Deshalb denke der Verband dar\u00fcber nach, junge M\u00e4dchen im Schach in Zukunft besonders zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>\u00abWir machen uns manchmal kleiner, als wir sind\u00bb<\/p>\n<p>Nach Angaben des Pr\u00e4sidenten ist die finanzielle Situation des Schachbundes solide. Allein durch Mitgliedsbeitr\u00e4ge flie\u00dfe rund eine Million Euro pro Jahr in die Kasse. Auch auf Sponsoren k\u00f6nne man bauen. Der j\u00e4hrliche Gesamtetat liege bei etwa 2,4 Millionen Euro. Dennoch habe der Verband in der Vergangenheit sein Potenzial nicht optimal ausgesch\u00f6pft. \u00abWir machen uns manchmal kleiner, als wir sind. Wir sollten unser Selbstbewusstsein st\u00e4rker nach au\u00dfen tragen.\u00bb<\/p>\n<p>Schachbund will k\u00fcnftig \u00f6ffentlichkeitswirksamer agieren<\/p>\n<p>\u00abWir machen uns jetzt auf den Weg, genau das zu \u00e4ndern\u00bb, sagte Meyer-Dunker und verwies auf den Schachgipfel. Es gehe darum, sich als Partner etwa f\u00fcr die Wirtschaft und f\u00fcr andere Formate zu \u00f6ffnen, die auf Zuschauer orientiert seien. Als Beispiel nannte er die Kooperation mit Schach-Influencern und Content Creators aus diesem Bereich. Beim Schachgipfel etwa w\u00fcrden Spiele im Livestream kommentiert. So komme man eine breite Masse heran.<\/p>\n<p>Schachbund feiert im kommenden Jahr 150. Geburtstag\u00a0<\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident freut sich \u00fcber viel Zuspruch:\u00a0\u00abWir haben Mitgliederwachstum, finanziell mehr M\u00f6glichkeiten, unsere Spielerinnen und Spieler str\u00f6men in die Weltspitze, unsere Mannschaften sind in der Lage, gegen jede Mannschaft der Welt mitzuhalten.\u00bb Jetzt mache man sich auf den Weg zu einer neuen Etappe, damit auch der Verband mit dieser Entwicklung mithalten k\u00f6nne. 2027 soll geb\u00fchrend der 150. Geburtstag des Deutschen Schachbundes gefeiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden (dpa) &#8211; Deutschland erlebt einen Schachboom &#8211; und wird dabei auch auf internationalem Parkett immer st\u00e4rker. \u00abUnsere&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1186460,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1839],"tags":[7507,3364,29,30,1209],"class_list":["post-1186459","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bochum","tag-bochum","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116967494735601583","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1186459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1186459"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1186459\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1186460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1186459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1186459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1186459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}