{"id":1187448,"date":"2026-07-23T14:37:17","date_gmt":"2026-07-23T14:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1187448\/"},"modified":"2026-07-23T14:37:17","modified_gmt":"2026-07-23T14:37:17","slug":"iran-kaempfe-treiben-inflation-ezb-haelt-leitzins-konstant-mit-blick-auf-weitere-erhoehung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1187448\/","title":{"rendered":"Iran-K\u00e4mpfe treiben Inflation: EZB h\u00e4lt Leitzins konstant &#8211; mit Blick auf weitere Erh\u00f6hung"},"content":{"rendered":"<p>Iran-K\u00e4mpfe treiben InflationEZB h\u00e4lt Leitzins konstant &#8211; mit Blick auf weitere Erh\u00f6hung<\/p>\n<p>23.07.2026, 14:55 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:42 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ARCHIV-11-06-2026-Rheinland-Pfalz-Frankfurt-am-Main-Die-Sonne-scheint-ueber-der-Europaeischen-Zentra.webp\" alt=\"ARCHIV-11-06-2026-Rheinland-Pfalz-Frankfurt-am-Main-Die-Sonne-scheint-ueber-der-Europaeischen-Zentralbank-EZB-in-Frankfurt-am-Main\"\/>Sch\u00f6nes Wetter f\u00fcr die EZB? Eher nicht. Der Iran-Krieg k\u00f6nnte die Inflation wieder steigen lassen. (Foto: dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Im Juni hatte die EZB den Leitzins angehoben, um den Preissteigerungen infolge des Iran-Kriegs zu begegnen. Nun legen die W\u00e4hrungsh\u00fcter eine Pause ein &#8211; die jedoch nicht lange dauern d\u00fcrfte. Denn der Iran-Krieg flammt wieder auf und l\u00e4sst die \u00d6lpreise steigen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Euroraum bleiben die Leitzinsen trotz anhaltender Inflationsgefahren vorerst unver\u00e4ndert. Nachdem die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) im Juni erstmals seit fast drei Jahren die Zinsen angehoben hatte, entschieden sich die Euro-W\u00e4hrungsh\u00fcter nun f\u00fcr eine geldpolitische Pause. Damit bleibt der f\u00fcr Banken und Sparer im Euroraum wichtige Einlagenzins bei 2,25 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Es war eine einstimmige Entscheidung&#8220;, sagte EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde in Frankfurt nach dem Zinsentscheid. Sie f\u00fcgte aber auch hinzu, dass einige Ratsmitglieder &#8222;sich fragten, ob wir bei diesem Treffen eine Zinserh\u00f6hung in Betracht ziehen sollten&#8220;. Nach gr\u00fcndlicher Pr\u00fcfung der aktuellen Entwicklungen sei man dann &#8222;einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass wir gut aufgestellt sind, um abzuwarten und die Entwicklungen und die uns vorliegenden Daten in den n\u00e4chsten Wochen sehr aufmerksam zu verfolgen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">An den Finanzm\u00e4rkten wird erwartet, dass die EZB bald eine weitere Erh\u00f6hung folgen lassen wird &#8211; wom\u00f6glich im September, wenn neue Prognosen zu Inflation und Konjunktur vorliegen. Denn die Risiken f\u00fcr die Teuerung sind nicht gebannt, solange der Iran-Krieg andauert und es keine dauerhafte L\u00f6sung f\u00fcr den Konflikt im Nahen Osten gibt. Aktuell treibt der Krieg zwischen den USA und dem Iran die \u00d6lpreise wieder in die H\u00f6he: Der Preis f\u00fcr ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent \u00fcbersprang wieder die Marke von 100 US-Dollar.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und die Auswirkungen des Energieschocks auf die Inflation sind noch nicht vollst\u00e4ndig zum Tragen gekommen&#8220;, sagte Lagarde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Bei Roh\u00f6lpreisen von wieder um die 100 US-Dollar werden die kommenden Inflationsraten wieder anziehen. Das kann der EZB nicht gefallen&#8220;, analysierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Die Notenbank werde im September entscheiden, ob ein weiterer Zinsschritt notwendig sei. Die EZB sei mit dem aktuellen Zinsniveau gut aufgestellt, &#8222;um nicht auf jede Preisschwankung reagieren zu m\u00fcssen und die Entwicklungen vorerst beobachten zu k\u00f6nnen&#8220;, meint Andreas Bley, Chefvolkswirt des Bankenverbandes BVR. &#8222;Angesichts der Lage am Persischen Golf stehen die Zeichen aktuell auf eine Zinserh\u00f6hung im September.&#8220;<\/p>\n<p>Gefahr, die kriselnde Wirtschaft abzuw\u00fcrgen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der \u00d6lpreisschock infolge des Iran-Kriegs hatte die Teuerung in den vergangenen Monaten kr\u00e4ftig nach oben getrieben. Im Juni schw\u00e4chte sich der Preisauftrieb ab, die Verbraucherpreise im Euroraum lagen um 2,8 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats nach 3,2 Prozent Inflation im Mai. In Europas gr\u00f6\u00dfter Volkswirtschaft Deutschland d\u00e4mpfte der Tankrabatt den Preisauftrieb im Juni, die Inflationsrate schw\u00e4chte sich auf 2,3 Prozent ab.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wie Umfragen zeigen, wollen viele Unternehmen die gestiegenen Energiekosten auf ihre Verkaufspreise umw\u00e4lzen. Da Europa unter dem Strich Energie importiert, schlagen die hohen Preise unmittelbar auf die Teuerung durch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die EZB sieht Preisstabilit\u00e4t mittelfristig bei zwei Prozent Inflation im Euroraum gewahrt. Mit h\u00f6heren Zinsen kann sie die Inflation d\u00e4mpfen, weil dann Kredite teurer werden und die Nachfrage gebremst wird. Allerdings sind h\u00f6here Zinsen zugleich eine Belastung f\u00fcr alle, die investieren wollen. Die Bauzinsen in Deutschland bewegen sich einer \u00dcbersicht des Geldratgebers Finanztip zufolge vergleichsweise stabil nahe der Vier-Prozent-Marke. Ein weiterer Zinsschritt der EZB bis zum Jahresende sei bei den Bauzinsen bereits eingepreist, sagt Finanztip-Experte Dirk Eilinghoff.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Volkswirte erwarten eine weitere Zinserh\u00f6hung in diesem Jahr, aber keine Serie. Denn wenn die EZB die Zinsen zu stark anhebt, l\u00e4uft sie Gefahr, die ohnehin schon unter erheblichem Druck stehende Wirtschaft abzuw\u00fcrgen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Weiter sagte Lagarde, sie werde nicht vor 2027 gehen. &#8222;Wenn sich am Horizont Wolken abzeichnen, bleibt der Kapit\u00e4n auf dem Schiff. Und es sind Wolken am Horizont zu sehen&#8220;, bekr\u00e4ftigte die Franz\u00f6sin, die damit Spekulationen \u00fcber einen vorzeitigen R\u00fcckzug entgegentrat. Lagardes achtj\u00e4hrige Amtszeit endet regul\u00e4r Ende Oktober 2027. Anfang Juli noch hatte Lagarde einen vorzeitigen R\u00fccktritt mit Verweis auf die Pr\u00e4sidentschaftswahlen in ihrem Heimatland Frankreich nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bereits im Februar hatte die &#8222;Financial Times&#8220; berichtet, Lagarde wolle sich vor der Pr\u00e4sidentschaftswahl in Frankreich im April 2027 zur\u00fcckziehen. Hintergrund sind Sorgen, dass Rechtspopulisten die Wahlen in der zweitgr\u00f6\u00dften Euro-Volkswirtschaft gewinnen k\u00f6nnten, was die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren k\u00f6nnte. Der amtierende franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron darf nach zwei aufeinanderfolgenden Amtszeiten nicht erneut antreten. Beobachter vermuten, dass Macron einen R\u00fccktritt Lagardes favorisiert, damit er noch Einfluss auf die Neubesetzung der EZB-Spitze nehmen kann.<\/p>\n<p>Fehler wie im Ukraine-Krieg verhindern<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sparer k\u00f6nnten von steigenden Leitzinsen profitieren &#8211; allerdings nur dann, wenn Banken und Sparkassen die besseren Konditionen an ihre Kundschaft weitergeben. Das war nach der j\u00fcngsten Leitzinserh\u00f6hung im Juni gerade einmal bei jedem sechsten von 823 Geldh\u00e4usern in Deutschland der Fall (17 Prozent), wie eine Auswertung des Vergleichsportals Verivox ergab.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Schnitt seien die Tagesgeldzinsen bei diesen Instituten 0,18 Prozentpunkte angehoben worden. Durchschnittlich bringt Tagesgeld bei bundesweit verf\u00fcgbaren Angeboten der Verivox-Analyse zufolge derzeit 1,38 Prozent Zinsen. Einige Banken locken Neukunden zeitweise mit bis zu 4 Prozent aufs Tagesgeld.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In ihrer j\u00fcngsten Prognose aus dem Juni geht die EZB davon aus, dass die Teuerungsrate im Euroraum im Schnitt des laufenden Jahres wegen des Iran-Kriegs bei 3,0 Prozent liegen wird. Eine neue Preiswelle wie in der Energiekrise nach Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 will die Notenbank unbedingt verhindern. Damals stand die EZB in der Kritik, den Preisanstieg lange untersch\u00e4tzt zu haben. Die Inflation im Euroraum schnellte bis auf mehr als 10 Prozent hoch, in Deutschland verteuerten sich Energie und Lebensmittel rasant. Die Preiserh\u00f6hungen wirken bis heute nach: Nahrungsmittel sind rund ein Drittel teurer als 2019.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mli\/dpa\/rts<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Iran-K\u00e4mpfe treiben InflationEZB h\u00e4lt Leitzins konstant &#8211; mit Blick auf weitere Erh\u00f6hung 23.07.2026, 14:55 Uhr Artikel anh\u00f6ren(04:42 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1187449,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,4788,875,30,5026,171,174,173,172,55,32499],"class_list":["post-1187448","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-euro","tag-ezb","tag-germany","tag-leitzins","tag-markets","tag-maerkte","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte","tag-wirtschaft","tag-zinsentscheidungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116969806979786037","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1187448","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1187448"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1187448\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1187449"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1187448"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1187448"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1187448"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}