{"id":118781,"date":"2025-05-17T22:15:09","date_gmt":"2025-05-17T22:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/118781\/"},"modified":"2025-05-17T22:15:09","modified_gmt":"2025-05-17T22:15:09","slug":"hamburg-testet-einen-asphalt-aus-cashew-schalen-ndr-de-nachrichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/118781\/","title":{"rendered":"Hamburg testet einen Asphalt aus Cashew-Schalen | NDR.de &#8211; Nachrichten"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 17.05.2025 20:59 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Hamburg will den Klimaschutz vorantreiben. Unter anderem soll auch der Stra\u00dfenausbau nachhaltiger werden. Im Stadtteil Wilhelmsburg testet die Verkehrsbeh\u00f6rde jetzt erstmals einen Asphalt auf Pflanzenbasis.<\/p>\n<p>Cashewkerne sind reich an Proteinen und sind deshalb als Snack f\u00fcr zwischendurch beliebt. Teile von ihnen sollen jetzt aber auch f\u00fcr den Stra\u00dfenbau verwendet werden. In der Georg-Wilhelm-Stra\u00dfe in Wilhelmsburg testet Hamburg in einem Pilotprojekt Asphalt aus Cashews &#8211; genauer gesagt aus Cashew-Schalen. Als Bindemittel ersetzen sie dort einen erd\u00f6lhaltigen Kleber, das Bitumen. So will Hamburg C02 einsparen.<\/p>\n<p>Suche nach Partnern f\u00fcr das Projekt<\/p>\n<p>&#8222;Wir wollen Baustoffe nachhaltiger machen &#8211; da braucht es immer jemanden, der damit anf\u00e4ngt. Und wir brauchen nat\u00fcrlich Partner, andere St\u00e4dte, wir brauchen aber auch die Bauindustrie, die Lieferanten als Partner&#8220;, sagt Martin Bill, Staatsrat der Verkehrsbeh\u00f6rde. &#8222;Da wollen wir jetzt das Zeichen setzen: Wir sind dabei, kommt dazu, lasst uns das gemeinsam erproben.&#8220;<\/p>\n<p>Bio-Asphalt ist teurer als herk\u00f6mmlicher<\/p>\n<p>Denn noch ist das sogenannte Bio-Bitumen nicht serienreif. Neben Hamburg experimentieren aber auch Stuttgart und Frankfurt mit dem Stoff. Der Nachteil: Es ist deutlich teurer als herk\u00f6mmlicher Asphalt. Wie viel genau, wollte die Verkehrsbeh\u00f6rde dem NDR Hamburg Journal nicht verraten. Der Fokus liege auf der technischen Erprobung.<\/p>\n<p>BUND: Cashews allein werden nicht reichen<\/p>\n<p>Das begr\u00fc\u00dft der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz (BUND) erst einmal. &#8222;Grunds\u00e4tzlich ist das eine gute Sache, wir m\u00fcssen ja aus der fossilen Abh\u00e4ngigkeit rauskommen. Cashews sind aber nicht wahnsinnig regional und sie sind sehr wasseraufwendig in der Produktion&#8220;, sagt Sabine Sommer vom BUND. Zudem gehe es ja nur um die Schalen der Cashews. Es werde niemals genug Cashews geben, um allein den Ersatz oder die Sanierung der Stra\u00dfenbelege weltweit daraus herstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Cashews m\u00fcssen erst zu \u00d6l verarbeitet werden<\/p>\n<p>Bringt das Ganze dann also wirklich etwas f\u00fcrs Klima? An den Hamburger Universit\u00e4ten forscht man noch nicht zu dem Thema, an der Technischen Universit\u00e4t Braunschweig (TU) hingegen schon. Johannes B\u00fcchner, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut f\u00fcr Stra\u00dfenwesen der TU, besch\u00e4ftigt sich seit L\u00e4ngerem mit Bindemitteln im Stra\u00dfenbau und ist skeptisch. &#8222;Man muss ja erst einmal aus dieser Cashew-Schale ein \u00d6l herstellen&#8220;, wirft er ein. Wesentlich wirkungsvoller sei es aktuell, Asphalt zu recyceln.<\/p>\n<p>Projekt soll im Fr\u00fchjahr 2026 bewertet werden<\/p>\n<p>Ob Bio-Bitumen irgendwann auch auf anderen Hamburger Stra\u00dfen landet als nur in Wilhelmsburg, das lasse sich jetzt noch nicht absehen. Die Stadt will das Projekt nach dem Winter bewerten.<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>Hamburg Journal |<br \/>\n17.05.2025 | 19:30 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 17.05.2025 20:59 Uhr Hamburg will den Klimaschutz vorantreiben. Unter anderem soll auch der Stra\u00dfenausbau nachhaltiger werden. 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