{"id":1188541,"date":"2026-07-24T01:38:15","date_gmt":"2026-07-24T01:38:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1188541\/"},"modified":"2026-07-24T01:38:15","modified_gmt":"2026-07-24T01:38:15","slug":"zoelle-ab-24-7-verhaengt-trump-regierung-neue-zoelle-gegen-60-handelspartner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1188541\/","title":{"rendered":"Z\u00f6lle: Ab 24.7. verh\u00e4ngt Trump-Regierung neue Z\u00f6lle gegen 60 Handelspartner"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die US-Regierung hat am Donnerstag neue Z\u00f6lle gegen rund 60 internationale Handelspartner angek\u00fcndigt. Die Aufschl\u00e4ge von zehn bis 12,5 Prozent treten dem Wei\u00dfen Haus zufolge in der Nacht zum Freitag (0.01 Uhr Ortszeit, 6.01 Uhr MESZ) in Kraft. Ein vor\u00fcbergehender weltweiter Zoll von zehn Prozent l\u00e4uft genau \u200czu diesem Zeitpunkt aus. <\/p>\n<p>Auch EU von neuen US-Z\u00f6llen ab 24. Juli betroffen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Als Grundlage f\u00fcr die Einfuhrgeb\u00fchren soll nun der Vorwurf angeblich dienen, die betroffenen Handelspartner h\u00e4tten unzureichender Ma\u00dfnahmen gegen Zwangsarbeit ergriffen. F\u00fcr die Einfuhren von 60 Handelspartnern k\u00fcndigte die US-Regierung auf dieser Grundlage einen Zoll von 10 beziehungsweise 12,5 Prozent an. Darunter fallen auch bestimmte Produkte aus der Europ\u00e4ische Union, wie das B\u00fcro des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitteilte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die Europ\u00e4ische Union (EU) greift den Angaben zufolge auch k\u00fcnftig ein allgemeiner US-Zollsatz von zehn Prozent. Gleiches gilt etwa f\u00fcr <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/grossbritannien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gro\u00dfbritannien<\/a> oder Kanada. Gegen L\u00e4nder wie <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/china\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> oder <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/japan\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Japan<\/a> verh\u00e4ngen die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/usa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> dagegen den h\u00f6heren Satz von 12,5 Prozent. Die neuen Z\u00f6lle betreffen den Gro\u00dfteil des US-Handels. F\u00fcr Produkte etwa aus Stahl und Aluminium gelten weiter h\u00f6here sektorspezifische Z\u00f6lle.<\/p>\n<p>Was bedeuten die neuen Z\u00f6lle f\u00fcr das Handelsabkommen zwischen EU und USA?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die meisten Importe aus der EU galt bislang ein Zoll von bis zu 15 Prozent. Dabei handelt es sich um das auch als \u201eTurnberry-Deal\u201c bekannte bilaterale Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ursula-von-der-leyen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ursula von der Leyen<\/a> und Trump hatten sich im August 2025 darauf geeinigt, um einen drohenden Handelskrieg abzuwenden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bruessel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcssel<\/a> machte dabei noch weitere Zugest\u00e4ndnisse, zum Beispiel die Abschaffung von EU-Z\u00f6llen auf US-Industrieg\u00fcter. Angesichts der sprunghaften Politik unter Trump hat die EU aber zus\u00e4tzlich ein Sicherheitsnetz eingebaut: Sollten die USA ihre Zusagen nicht vollst\u00e4ndig umsetzen oder Absprachen aussetzen, k\u00f6nnen die EU-Konzessionen ausgesetzt werden. Dazu geh\u00f6ren etwa erneute Zollerh\u00f6hungen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bislang h\u00e4lt sich <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/washington\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Washington<\/a> laut Br\u00fcsseler Kreisen zumindest in den meisten F\u00e4llen an das Abkommen. F\u00fcr rund 93 Prozent der EU-Exporte in die Vereinigten Staaten fielen Z\u00f6lle in H\u00f6he von maximal 15 Prozent an, sagte ein EU-Beamter. Bei den restlichen Produkten liege der Satz allerdings h\u00f6her: Dies sei etwa f\u00fcr K\u00e4se zutreffend, der effektiv mit knapp 25 Prozent verzollt werde.<\/p>\n<p>Warum neue Z\u00f6lle? Die bisherigen laufen jetzt aus      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am heutigen Freitag l\u00e4uft die gesetzliche Frist f\u00fcr die bisherigen globalen Z\u00f6lle aus. Nach seiner Niederlage vor dem Obersten US-Gerichtshof hatte Trump in aller Eile im Februar neue globale Z\u00f6lle in H\u00f6he von 10 Prozent verh\u00e4ngt. Grundlage f\u00fcr diese Importgeb\u00fchren ist der Paragraf 122 aus dem Handelsgesetz von 1974, der die Erhebung einer Abgabe von h\u00f6chstens 15 Prozent maximal 150 Tage lang erlaubt. Danach m\u00fcsste das US-Parlament seinen Segen geben \u2013 angesichts der ohnehin hohen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/inflation\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Inflation<\/a> ist dies mehr als unwahrscheinlich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Supreme Court hatte im Februar entschieden, dass Trumps fr\u00fchere Z\u00f6lle gegen Dutzende Handelspartner \u2013 darunter auch die Europ\u00e4ische Union \u2013 auf Basis eines Notstandsgesetzes rechtswidrig waren. Trump habe dabei seine Befugnisse als Pr\u00e4sident \u00fcberschritten, urteilte eine deutliche Mehrheit der Richter. In der Konsequenz <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/zoelle-us-regierung-zahlt-gut-81-milliarden-us-dollar-zurueck_aid-151488421\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">muss die US-Regierung Milliarden an Z\u00f6llen wieder zur\u00fcckzahlen<\/a>.<\/p>\n<p>Rechtsgrundlage: Gleiches Gesetz, anderer Paragraf      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass Trump nun eine neue Zoll-Begr\u00fcndung liefert, war erwartet worden. Dadurch kann die US-Regierung das gleiche Handelsgesetz aus dem Jahr 1974 heranziehen, um auf Basis eines anderen Paragrafen neue Z\u00f6lle zu verh\u00e4ngen. Paragraf 301 r\u00e4umt der Regierung die M\u00f6glichkeit ein, bei nachweislich \u201eungerechtfertigten, unangemessenen oder diskriminierenden\u201c Handelspraktiken entsprechend aktiv zu werden.<\/p>\n<p>Woher stammt die Verbindung zu Zwangsarbeit?      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anfang Juni hatten die USA Z\u00f6lle gegen 60 Volkswirtschaften angedroht, weil diese Importe von Produkten aus mutma\u00dflicher Zwangsarbeit nicht verhindert oder bestehende Importverbote nicht gen\u00fcgend \u00fcberpr\u00fcft h\u00e4tten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Voraussetzung f\u00fcr Z\u00f6lle auf Basis des Paragrafen 301 ist, dass die Regierung zuvor Kommentare eingeholt und Anh\u00f6rungen durchgef\u00fchrt hat. Dies war zuletzt bei Brasilien der Fall, als der US-Handelsbeauftragte Greer einen Zoll von 25 Prozent auf bestimmte G\u00fcter des s\u00fcdamerikanischen Landes verk\u00fcndete. Die Untersuchung habe eine Vielzahl von unfairen Handelspraktiken offenbart, hie\u00df es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die US-Regierung hat am Donnerstag neue Z\u00f6lle gegen rund 60 internationale Handelspartner angek\u00fcndigt. Die Aufschl\u00e4ge von zehn bis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1188542,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[24221,46000,331,332,47675,172022,106,548,663,158,3934,3935,18609,248217,55964,13,86266,15907,14,15,12,16286,161932,248216,211],"class_list":["post-1188541","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-24221","tag-46000","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-angekuendigt","tag-aufschlaege","tag-donald-trump","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-gelten","tag-geltender","tag-handelspartner","tag-headlines","tag-kuendigt","tag-laeuft","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-sonderzoll","tag-weltweite","tag-weltweiter","tag-zoelle"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116972401960815735","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1188541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1188541"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1188541\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1188542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1188541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1188541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1188541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}