{"id":1189197,"date":"2026-07-24T08:35:18","date_gmt":"2026-07-24T08:35:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1189197\/"},"modified":"2026-07-24T08:35:18","modified_gmt":"2026-07-24T08:35:18","slug":"marktbericht-dax-erholt-sich-zum-wochenschluss-etwas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1189197\/","title":{"rendered":"Marktbericht: DAX erholt sich zum Wochenschluss etwas"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/dax-haendlerin-101.jpg\" alt=\"B\u00f6rsenh\u00e4ndlerin in Frankfurt am Main\" title=\"B\u00f6rsenh\u00e4ndlerin in Frankfurt am Main | dpa\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>Marktbericht<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 24.07.2026 \u2022 10:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Neue US-Z\u00f6lle, weiter steigende \u00d6lpreise, zugespitzte Kriegshandlungen in Nahost und neue VW-Sorgen sind zum Wochenende hin keine gute Mischung. Trotzdem schafft der DAX zun\u00e4chst eine Stabilisierung.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach dem Kursrutsch am Vortag hat sich der DAX zum Wochenschluss erst einmal stabilisiert. Dank deutlicher Gewinne bei den Aktien des Schwergewichts SAP legte der deutsche Leitindex zu Handelsbeginn um 0,5 Prozent auf 24.890 Punkte zu. Auf Wochensicht deutet sich f\u00fcr das B\u00f6rsenbarometer ein moderates Plus an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Europas gr\u00f6\u00dfter Softwarehersteller SAP hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient: Der Gesamtumsatz legte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um neun Prozent auf 9,88 Milliarden Euro zu, der Cloudumsatz zog unerwartet kr\u00e4ftig um 22 Prozent an. Allerdings senkt SAP seinen Ausblick f\u00fcr das operative Ergebnis 2026 wegen neuer Zuk\u00e4ufe. Trotzdem gefiel den Anlegern die Bilanz: Die in New York gehandelten Aktien-Hinterlegungsscheine von SAP hatten nachb\u00f6rslich bereits zugelegt, die Hauptnotierung der Aktie in Frankfurt gewann am Morgen 5,7 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein ganz anderes Bild zeigt sich bei einem anderen Branchenriesen: Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal erneut einen deutlichen Gewinnr\u00fcckgang verbucht. In den Monaten April bis Juni ging das Konzernergebnis nach Steuern um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zur\u00fcck, wie Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer mitteilte. Zudem wurde der Umsatzausblick f\u00fcr das Gesamtjahr gekappt: Statt einem Umsatzplus von bis zu drei Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr erwartet VW-Chef Oliver Blume nun f\u00fcr 2026 im besten Fall nur noch eine stabile Entwicklung. Es k\u00f6nnten aber auch bis zu drei Prozent weniger Erl\u00f6s werden, wie der DAX-Konzern mitteilte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In der Folge plant Konzernchef Oliver Blume nun mit harten Sparma\u00dfnahmen: Bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werke in Deutschland stehen auf dem Pr\u00fcfstand &#8211; zus\u00e4tzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen. Blume sagte, sein Ziel sei es, dazu bis Jahresende die daf\u00fcr n\u00f6tigen Beschl\u00fcsse im Aufsichtsrat zu treffen. Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt bereits kr\u00e4ftig Gegenwind.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die \u00d6lpreise sind erneut eine Belastung: \u00dcber Nacht war die Nordseesorte Brent um sieben Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch von 102 Dollar gestiegen. Aktuell kostet ein Fass 100,50 Dollar. Das US-\u00d6l WTI notiert bei 91,82 Dollar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hintergrund sind Angriffe der mit Iran verb\u00fcndeten Huthi-Miliz auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer. Gleichzeitig ist der Tankerverkehr durch die strategisch wichtige Stra\u00dfe von Hormus am Donnerstag fast zum Erliegen gekommen. &#8222;Zwei der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt sind im selben Monat bedroht, und die M\u00e4rkte fangen gerade erst an zu begreifen, was das bedeutet&#8220;, sagte Nigel Green, Chef der Finanzberatung deVere Group.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der rasant steigende \u00d6lpreis sch\u00fcrt wenige Tage vor der n\u00e4chsten Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) neue Inflationssorgen und treibt die Renditen zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen auf den h\u00f6chsten Stand seit Anfang 2025. H\u00e4ndlern zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen in der kommenden Woche unver\u00e4ndert l\u00e4sst, derzeit bei rund 64 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Fokus steht heute erneut die Handelspolitik. Die USA verh\u00e4ngten neue Z\u00f6lle von zehn und 12,5 Prozent gegen 60 Handelspartner, darunter die Europ\u00e4ische Union. Die Ma\u00dfnahme trat am Freitagmorgen deutscher Zeit in Kraft. Ein vor\u00fcbergehender weltweiter Zoll von zehn Prozent lief genau zum selben Zeitpunkt aus. Die EU-Kommission erwartet trotz neuer US-Z\u00f6lle, dass sich die Vereinigten Staaten an das im vergangenen Jahr geschlossene Handelsabkommen halten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Diese neuen Z\u00f6lle ersetzten die auslaufenden, die Trump nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs kurzfristig verh\u00e4ngt hatte, schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Da es sich insofern nicht um zus\u00e4tzliche Belastungen handele, d\u00fcrften die Z\u00f6lle keine gro\u00dfen Bewegungen an den B\u00f6rsen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sorgen \u00fcber hohe Investitionen in K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) sowie neu entfachte Inflations\u00e4ngste durch den steigenden \u00d6lpreis hielten auch die Anleger in den USA in Atem. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Donnerstag ein Prozent tiefer auf 51.712 Punkten. Der breiter gefasste S&amp;P 500 gab 1,2 Prozent auf 7.408 Z\u00e4hler nach. Der Index der Technologieb\u00f6rse Nasdaq verlor 2,2 Prozent auf 25.138 Punkte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei den Einzelwerten standen die ersten Bilanzen der sogenannten Magnificent Seven-Tech-Giganten im Fokus, die am Mittwoch nach B\u00f6rsenschluss ver\u00f6ffentlicht worden waren. Die Aktien der Google-Mutter Alphabet und von Tesla rutschten wegen h\u00f6herer Ausgaben ab. &#8222;Die Zahlen sind insgesamt gro\u00dfartig, aber bei vielen Unternehmen gab es Details, die die Aktie fallen lie\u00dfen&#8220;, sagte Matt Miskin, Anlagestratege bei Manulife John Hancock Investments. Jeder noch so kleine Makel werde derzeit mit Verk\u00e4ufen abgestraft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Gesch\u00e4ft des Chipkonzerns Intel profitiert nach einer langen Durststrecke von der boomenden Halbleiter-Nachfrage beim Ausbau von KI-Rechenzentren. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz des Chip-Pioniers im Jahresvergleich auf 16,1 Milliarden Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie auf 42 US-Cent. Auch Intels Ausblick auf das laufende Quartal lag deutlich \u00fcber den Markterwartungen. Die Aktie stieg im nachb\u00f6rslichen US-Handel um rund zw\u00f6lf Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der M\u00fcnchner Versicherungsriese Allianz \u00fcbernimmt die singapurische Versicherungstochter der britisch-asiatischen Bank HSBC, HSBC Life, f\u00fcr 2,09 Milliarden Dollar. HSBC hatte die Tochter zum Verkauf gestellt, die Allianz setzte sich Berichten zufolge in einem Bieterverfahren gegen die japanischen Versicherer Daiichi Life und Sumitomo durch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Marktbericht Stand: 24.07.2026 \u2022 10:08 Uhr Neue US-Z\u00f6lle, weiter steigende \u00d6lpreise, zugespitzte Kriegshandlungen in Nahost und neue VW-Sorgen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1189198,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[1623,175,170,169,1384,29,7126,30,171,5800,174,1510,173,172],"class_list":["post-1189197","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-brent","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-dax","tag-deutschland","tag-dow-jones","tag-germany","tag-markets","tag-marktbericht","tag-maerkte","tag-oel","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1189197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1189197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1189197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1189198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1189197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1189197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1189197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}