{"id":1191142,"date":"2026-07-25T03:40:25","date_gmt":"2026-07-25T03:40:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1191142\/"},"modified":"2026-07-25T03:40:25","modified_gmt":"2026-07-25T03:40:25","slug":"frankreich-und-spanien-feuer-nicht-zu-loeschen-waldbraende-nehmen-dramatische-ausmasse-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1191142\/","title":{"rendered":"Frankreich und Spanien: Feuer \u201enicht zu l\u00f6schen\u201c \u2013 Waldbr\u00e4nde nehmen dramatische Ausma\u00dfe an"},"content":{"rendered":"<p>Die Lage in S\u00fcdwesteuropa spitzt sich dramatisch zu. In Frankreich w\u00fctet ein Feuer, das es dort in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung noch nie gegeben habe. Auch in einer Region Spaniens ist vom \u201eschlimmsten Brand in der Geschichte\u201c die Rede. Mehr als Hunderttausend Menschen wurden evakuiert.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Waldbr\u00e4nde in Frankreich und Spanien haben am Freitag immer gr\u00f6\u00dfere Gebiete erfasst und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nu\u00f1ez wurden im S\u00fcdwesten Frankreichs seit Mittwoch rund 110.000 Menschen evakuiert, insbesondere in der Region um Bordeaux spitzte sich die Lage dramatisch zu. In Spanien wurden laut Innenministerium alleine im Raum Madrid 63.000 Menschen zur Evakuierung oder zum Verbleib in Geb\u00e4uden aufgefordert. Den Beh\u00f6rden zufolge war das Feuer dort \u201enicht zu l\u00f6schen\u201c.<\/p>\n<p>Im franz\u00f6sischen D\u00e9partement Gironde erkl\u00e4rte die Pr\u00e4fektin Sophie Brocas am Freitagabend, das dort w\u00fctende Feuer habe ein \u201ebeispielloses Ausma\u00df\u201c angenommen und bewege sich auf den Gro\u00dfraum Bordeaux zu. Nach Angaben der Pr\u00e4fektur wurden in der Gironde bereits 19.000 Hektar Land verbrannt und 100 Geb\u00e4ude zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Stadt Bordeaux selbst sei \u201evorerst\u201c nicht bedroht, sagte Innenminister Nu\u00f1ez dem Sender TF1. Die Beh\u00f6rden t\u00e4ten alles, um sie zu sch\u00fctzen. Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/emmanuel-macron\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/emmanuel-macron\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Emmanuel Macron<\/a> forderte die Streitkr\u00e4fte nach Angaben seines Umfelds auf, sich zu mobilisieren und den Zivilschutz \u201emit maximaler Verst\u00e4rkung\u201c zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Regierungschef S\u00e9bastien Lecornu berief f\u00fcr den sp\u00e4ten Abend einen interministeriellen Krisenstab ein. Nu\u00f1ez sprach von einer \u201ev\u00f6llig beispiellosen Situation\u201c. Ein sich selbst verst\u00e4rkendes Feuer dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung habe es in Frankreich noch nicht gegeben.<\/p>\n<p>Auf der bei Urlaubern beliebten Halbinsel Cap-Ferret ordneten die Beh\u00f6rden eine vollst\u00e4ndige Evakuierung an. Zehntausende Einwohner und Urlauber verlie\u00dfen das Gebiet \u00fcber die einzige Stra\u00dfe in Richtung Bordeaux oder mit Booten \u00fcber das Becken von Arcachon. Mehr als 800 Menschen erreichten nach Angaben der Stadtverwaltung auf dem Seeweg Arcachon.<\/p>\n<p>Ermittlungen gegen Raucher <\/p>\n<p>Das Feuer k\u00f6nnte laut Staatsanwaltschaft durch eine bei Arbeiten an einer Hochspannungsleitung eingesetzte Freischneidemaschine ausgel\u00f6st worden sein, deren Nutzung zu diesem Zeitpunkt noch erlaubt war.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde zudem gegen zwei M\u00e4nner wegen Gef\u00e4hrdung des Lebens anderer ermittelt, nachdem sie beim Rauchen in Waldgebieten ertappt worden waren. Bei einem von ihnen stellten Gendarmen demnach fest, dass er am Vortag neben seinem Lagerplatz einen Grill angez\u00fcndet hatte.<\/p>\n<p>Nach dem Tod zweier Berufsfeuerwehrleute bei einem Einsatz in M\u00e9rignac nahe Bordeaux hatte die Staatsanwaltschaft ein sch\u00e4rferes Vorgehen gegen den Umgang mit Feuer in Waldgebieten angek\u00fcndigt. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen in den D\u00e9partements Gironde, Landes und Lot-et-Garonne mit bis zu einem Jahr Haft und 15.000 Euro Geldstrafe geahndet werden.<\/p>\n<p>Etwa hundert Kilometer s\u00fcdlich von Bordeaux breitete sich ein Feuer von Biscarrosse in Richtung Parentis-en-Born aus. Dort lief nach Angaben des Pr\u00e4fekten des D\u00e9partements Landes die Evakuierung von 8000 Einwohnern. Seit Donnerstagabend waren in der Umgebung bereits 23.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. F\u00fcnf Feuerwehrleute erlitten demnach leichte Verletzungen oder Beschwerden.<\/p>\n<p>Insgesamt k\u00e4mpften die Einsatzkr\u00e4fte in Frankreich laut Innenminister Nu\u00f1ez gegen 32 aktive Waldbr\u00e4nde unterschiedlicher St\u00e4rke. Seit Jahresbeginn seien bereits mehr als 50.000 Hektar Fl\u00e4che verbrannt \u2013 fast dreimal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Zwei Br\u00e4nde in Spanien zu Gro\u00dffeuer verschmolzen<\/p>\n<p>In Spanien versch\u00e4rfte sich die Lage rund um die Hauptstadt <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/madrid\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/madrid\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Madrid<\/a>. Das dortige Gro\u00dffeuer sei \u201eauf seinem H\u00f6hepunkt\u201c und derzeit \u201enicht zu l\u00f6schen\u201c, sagte der Leiter des Katastrophenschutzes der Regionalregierung, Carlos Novillo. Wegen starken Winds k\u00f6nne sich der Brand weiter ausbreiten.<\/p>\n<p>Unter den 63.000 evakuierten oder zum Verbleib in Geb\u00e4uden aufgeforderten Menschen waren nach Angaben des spanischen Innenministeriums auch 5000 Urlauber auf einem Campingplatz. Regionalpr\u00e4sidentin Isabel D\u00edaz Ayuso sprach vom \u201eschlimmsten Brand in der Geschichte\u201c der Region Madrid und von einer \u201eKatastrophe\u201c.<\/p>\n<p>Zwei der drei Br\u00e4nde westlich der spanischen Hauptstadt waren nach Beh\u00f6rdenangaben bereits zu einem Gro\u00dffeuer verschmolzen. Ein Feuer aus der benachbarten Provinz \u00c1vila zog jedoch weiter nach Norden als zun\u00e4chst erwartet. Dies n\u00e4hrte laut Novillo die Hoffnung, dass es nicht ebenfalls mit dem Brand in der Region Madrid zusammentrifft.<\/p>\n<p>Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez wollte am Samstag gemeinsam mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska das Einsatzzentrum in Cenicientos bei Madrid besuchen und dort an einer Krisensitzung teilnehmen. S\u00e1nchez hatte von einer \u201edramatischen Situation\u201c in mehreren spanischen Provinzen und in Nachbarl\u00e4ndern gesprochen.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit dem Feuer in \u00c1vila nahm die spanische Gendarmerie nach eigenen Angaben einen Mann fest. Wie die Guardia Civil weiter erkl\u00e4rte, soll er eine landwirtschaftliche Maschine in einem Gebiet eingesetzt haben, in dem dies wegen der Brandgefahr streng verboten war. Die dabei entstandenen Funken h\u00e4tten vermutlich den Brand ausgel\u00f6st. Gegen einen weiteren Mann werde ermittelt.<\/p>\n<p>Im nord\u00f6stlich von Madrid gelegenen Guadalajara entwickelte sich die Lage dagegen g\u00fcnstiger. Das Feuer hatte nach Angaben der Einsatzkr\u00e4fte rund 32.000 Hektar erfasst, verlor aber an Intensit\u00e4t. Bewohner von 14 Gemeinden durften zur\u00fcckkehren, die milit\u00e4rische Notfalleinheit zog sich zur\u00fcck. Gel\u00f6scht war der Brand zun\u00e4chst nicht.<\/p>\n<p>Auch in Italien Dutzende Feuer gemeldet<\/p>\n<p>Die EU entsandte nach Angaben der Europ\u00e4ischen Kommission vier L\u00f6schflugzeuge nach <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a> und drei nach Frankreich. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erkl\u00e4rte, Deutschland sei bereit, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankreich\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/frankreich\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankreich<\/a> im Rahmen des europ\u00e4ischen Katastrophenschutzmechanismus zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Auch in Italien k\u00e4mpften Einsatzkr\u00e4fte weiter gegen zahlreiche Br\u00e4nde. Besonders betroffen waren Sizilien und Kalabrien. Allein auf Sizilien wurden am Freitag Dutzende Feuer gemeldet.<\/p>\n<p>Wissenschaftlern zufolge erh\u00f6hen die durch den menschengemachten Klimawandel h\u00e4ufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/waldbraende\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/waldbraende\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Waldbr\u00e4nden<\/a>. D\u00fcrre und au\u00dfergew\u00f6hnliche Hitze hatten die Vegetation in weiten Teilen S\u00fcdeuropas stark ausgetrocknet und erschwerten die L\u00f6scharbeiten.<\/p>\n<p>AFP\/luwi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Lage in S\u00fcdwesteuropa spitzt sich dramatisch zu. 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