{"id":1191233,"date":"2026-07-25T04:37:15","date_gmt":"2026-07-25T04:37:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1191233\/"},"modified":"2026-07-25T04:37:15","modified_gmt":"2026-07-25T04:37:15","slug":"spacex-starship-start-weitgehend-gelungen-doch-ein-schwachpunkt-wird-auch-diesmal-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1191233\/","title":{"rendered":"SpaceX: Starship-Start weitgehend gelungen \u2013 doch ein Schwachpunkt wird auch diesmal deutlich"},"content":{"rendered":"<p>Beim 13. Flug transportiert die SpaceX-Rakete Starship mit 20 Satelliten erstmals Nutzlast ins All. Die extrem hohe Anzahl von Triebwerken bleibt f\u00fcr das Musk-Unternehmen aber weiter ein Problem. Diesmal versagt ein Teil der Technik beim Abbremsen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nach dem Startabbruch in buchst\u00e4blich letzter Sekunde vor acht Tagen ist Elon Musk jetzt ein Flug seiner weltgr\u00f6\u00dften Rakete Starship gr\u00f6\u00dftenteils gelungen. Die Riesenrakete hob diesmal um 17.50 Uhr Ortszeit reibungslos zum 13. Flug vom Startplatz an der Atlantik-Ostk\u00fcste in Texas ab. Sie transportierte mit 20 Starlink-Internet-Satelliten erstmals eine Nutzlast in den Weltraum. Ein zun\u00e4chst geplanter Start am Vortag musste aufgrund des schlechten Wetters abgesagt werden.<\/p>\n<p>Techniker von Elon Musks Raumfahrtkonzern SpaceX hatten vor dem Neustart zwei der insgesamt 33 Triebwerke der Antriebsstufe ausgetauscht. Dies war notwendig, weil beim vorherigen Startversuch vier Triebwerke wegen Problemen mit den Sauerstoff-Pumpen nicht wie geplant z\u00fcndeten. Der Start der 122 Meter hohen Rakete, die mit \u00fcber 5000 Tonnen Treibstoff beladen war, war deshalb computergesteuert in Millisekunden abgebrochen worden.<\/p>\n<p>Die extrem hohe Anzahl von Triebwerken in der Antriebsstufe und ihre Zuverl\u00e4ssigkeit sind offensichtlich noch ein Schwachpunkt der Starship-Entwicklung. Nur die gewaltige Ex-Mondrakete N1 der Sowjetunion hatte mit 30 Triebwerken eine ann\u00e4hernd so hohe Triebwerksanzahl. Doch alle vier Testfl\u00fcge zwischen 1969 und 1972 endeten in Fehlschl\u00e4gen und Explosionen.<\/p>\n<p>Triebwerke versagen bei Abbremsman\u00f6ver<\/p>\n<p>Nach dem Ausfall von vier Triebwerken beim letzten Starship-Startversuch sowie Problemen mit f\u00fcnf Triebwerken bei der vorangegangenen 12. Mission im Mai 2026 gibt es nach wie vor Zuverl\u00e4ssigkeitsprobleme mit der neuen Triebwerksgeneration Raptor 3. <\/p>\n<p>Beim Flug versagten diesmal einige Triebwerke beim Abbremsman\u00f6ver der Antriebsstufe vor der Wasserung vor der K\u00fcste von Texas. Es z\u00fcndeten nur etwa f\u00fcnf statt der 13 f\u00fcr das Landeman\u00f6ver vorgesehenen Triebwerke. Die Aufprallgeschwindigkeit der Antriebsstufe auf dem Wasser sei h\u00f6her als geplant gewesen, r\u00e4umte ein SpaceX-Sprecher ein.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der j\u00fcngsten gut einst\u00fcndigen Starship-Mission stand der erfolgreiche Transport einer Nutzlast in den Weltraum. Ausgesetzt wurden 20 Internet-Satelliten der neuen, besonders leistungsf\u00e4higen Starlink-Generation V3. Daneben gab es zahlreiche weitere Verbesserungen an der Rakete und bei den Flugman\u00f6vern. Die gesamte Mission wurde komplett in beeindruckenden Bildern live im Internet \u00fcbertragen. <\/p>\n<p>Nach wie vor hat die weltgr\u00f6\u00dfte Rakete wichtige Meilensteine nicht erreicht. Dazu z\u00e4hlen etwa eine komplette Erdumkreisung sowie das Betanken im All und die vollst\u00e4ndige Wiederverwendbarkeit der beiden Raketenstufen mit dem Auffangen am Startturm. Auch beim j\u00fcngsten Flug landete die Antriebsstufe im Golf von Mexiko. Erstmals landete die Starship-Oberstufe dabei aber intakt im Meer und schwamm auf der Oberfl\u00e4che. Mit der geplanten vollst\u00e4ndigen Wiederverwendbarkeit der Rakete sollen die Startkosten drastisch sinken.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckflug zum Startturm und das Auffangen beider Stufen mit den als \u201eMechazilla\u201c bezeichneten st\u00e4hlernen Auffangarmen sind voraussichtlich erst mit der \u00fcbern\u00e4chsten Mission geplant. Dazu m\u00fcssen aber die Zuverl\u00e4ssigkeitsprobleme mit den Triebwerken gel\u00f6st werden. Der letzte erfolgreiche Catch einer Starship-Antriebsstufe am Startturm gelang am 16. Januar 2025, w\u00e4hrend der 7. Mission. Die j\u00fcngsten Testfl\u00fcge hatten andere Priorit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Aktienkurs zuletzt unter Ausgabepreis<\/p>\n<p>Seit dem Mega-B\u00f6rsengang von SpaceX Mitte Juni verfolgt jetzt auch die Finanzbranche die Starship-Missionen sehr aufmerksam. Misserfolge setzen den Aktienkurs unmittelbar unter Druck. So verlor die Aktie durch den j\u00fcngsten Startabbruch drei bis vier Prozent an Wert. Der Kurs schwankt ohnehin seit dem B\u00f6rsendeb\u00fct sehr stark. Bei einem Ausgabepreis von 135 Dollar stieg der Kurs kurzzeitig auf bis zu 225 Dollar. Er fiel in j\u00fcngster Zeit aber deutlich unter den Ausgabekurs \u2013 auf zuletzt rund 113 Dollar. Gegen\u00fcber dem Allzeithoch ein Kursverlust von rund 50 Prozent.<\/p>\n<p>SpaceX hat nach Angaben im B\u00f6rsenprospekt bereits 15 Milliarden Dollar in die Entwicklung der Starship-Rakete investiert, deren Leistung schrittweise verbessert wird. So war der j\u00fcngste Flug der zweite Start der dritten Starship-Generation. Die Rakete ist das Schl\u00fcsselprodukt f\u00fcr die weitere SpaceX-Entwicklung und soll bemannte Fl\u00fcge zum Mond im Artemis-Programm oder zum Mars erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Mit ihrer gewaltigen Nutzlastkapazit\u00e4t von zun\u00e4chst 100 Tonnen und in einer weiteren Entwicklungsstufe von bis zu 200 Tonnen soll die Starship-Rakete auch den Ausbau des Internet-Satellitennetzes Starlink von SpaceX beschleunigen. K\u00fcnftig sind Starship-Starts mit 60 Starlink-Satelliten geplant, was eine \u00fcber 20-fach h\u00f6here Netzwerk-Kapazit\u00e4t als bei den aktuellen Starts mit der Falcon-9-Rakete (ebenfalls von SpaceX) bedeuten w\u00fcrde, bei denen meist zwei Dutzend Starlink-Satelliten transportiert werden.<\/p>\n<p>Langfristig hat <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/spacex\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/spacex\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SpaceX<\/a> extrem ambitionierte Pl\u00e4ne. Im Januar hat der Raumfahrtkonzern von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/elon-musk\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/elon-musk\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elon Musk<\/a> eine Genehmigung f\u00fcr bis zu einer Million Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn beantragt. Diese sollen als orbitale Rechenzentren f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz dienen. Das Starlink-Internet-Satellitennetz soll auf bis zu 100.000 V3-Starlink-<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/satelliten\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/satelliten\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Satelliten<\/a> ausgebaut werden. Diese Gr\u00f6\u00dfenordnungen erscheinen derzeit als unrealistisch, wenn man bedenkt, dass die aktuelle Starlink-Megakonstellation, das gr\u00f6\u00dfte derartige Netzwerk aller Zeiten, schon etwa 10.800 Satelliten umfasst.<\/p>\n<p>Das Starlink-V3-Projekt w\u00fcrde Tausende von Raketenstarts erfordern. Das w\u00e4re mit den Kapazit\u00e4ten der Falcon-9-Rakete, dem aktuellen Arbeitspferd unter den SpaceX-Raketen, mit insgesamt 165 Starts 2025, nicht zu schaffen. Die V3-Satelliten sind mit rund zwei Tonnen Gewicht auch deutlich schwerer als ihre Vorg\u00e4nger.<\/p>\n<p><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzcenter von WELT und \u201e<\/b><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\"><b>Business Insider Deutschland<\/b><\/a><b>\u201c erstellt.<\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/gerhard-hegmann\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/gerhard-hegmann\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Gerhard Hegmann<\/b><\/a><b> ist freier Wirtschaftsredakteur und berichtet seit Jahrzehnten insbesondere \u00fcber die R\u00fcstungs- und Raumfahrtindustrie.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim 13. 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