{"id":1191662,"date":"2026-07-25T08:57:17","date_gmt":"2026-07-25T08:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1191662\/"},"modified":"2026-07-25T08:57:17","modified_gmt":"2026-07-25T08:57:17","slug":"uran-fuer-die-saudis-dieses-abkommen-verraet-mehr-ueber-trump-als-ihm-lieb-ist-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1191662\/","title":{"rendered":"Uran f\u00fcr die Saudis? Dieses Abkommen verr\u00e4t mehr \u00fcber Trump, als ihm lieb ist | Politik"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"skip-content skip-content--link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5<\/a><a id=\"in-content-skip-link-target-v-0-0\" class=\"skip-content--target-link-hidden skip-content skip-content--target-link\" href=\"#in-content-skip-link-target-v-0-0\">Artikel weiterlesen<\/a><\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4650\">Hi, ich bin Dasha Burns, Leiterin des POLITICO-B\u00fcros im Wei\u00dfen Haus. Und ich berichte seit fast zehn Jahren \u00fcber Trump. Inzwischen auch f\u00fcr BILD. <\/p>\n<p><b>Der interessanteste und \u00fcberraschendste Aspekt des saudischen Atomabkommens in dieser Woche war gar nicht unbedingt der Inhalt des Abkommens selbst. Es war die Art und Weise, wie es pr\u00e4sentiert wurde. <\/p>\n<p><\/b>Auf dem Papier argumentiert die Regierung strategisch: Da <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/saudi-arabien\/thema-saudi-arabien-alle-infos-80032936.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Saudi-Arabien<\/a> ohnehin Kernenergie ben\u00f6tige und eine eigene Nutzung anstrebe, sei es besser, wenn US-Unternehmen den Zuschlag bek\u00e4men. Sonst drohe man, das Gesch\u00e4ft an <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/china\/thema-china-alle-infos-80032882.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">China<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/russland\/russland-alle-infos-79315672.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> zu verlieren. Doch dann tauchten zahlreiche Fragen auf. H\u00e4lt die Regierung bei den saudischen Urananlagen wirklich die strengen <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/usa\/thema-usa-alle-infos-80032950.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">US<\/a>-Standards ein? Kann verhindert werden, dass Uran verbreitet wird? <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Dasha Burns (34) ist langj\u00e4hrige Trump-Berichterstatterin und Axel Springer Global Reporter\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/444e0a1dbfc46da2b5968699b3edf03b,ae04b455.jpeg\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Dasha Burns (34) ist langj\u00e4hrige Trump-Berichterstatterin und Axel Springer Global Reporter<\/p>\n<p>Foto: Dasha Burns<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4650\">Selbst konservative Juristen stellten die Bedingungen dieser Beziehung infrage und \u00fcbten Kritik \u2013 genauso wie der Sender Fox News, dem der Pr\u00e4sident gro\u00dfe Aufmerksamkeit schenkt. Pl\u00f6tzlich erkl\u00e4rte Trump, dass es keine Anreicherung geben werde und Saudi-Arabien seine Beziehungen zu Israel normalisieren m\u00fcsse. Hei\u00dft: Erst wenn die Saudis Teil der Abraham-Abkommen sind, k\u00f6nne der Atom-Deal voranschreiten. <\/p>\n<p>Trumps Sprecherin ist planlos <\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4650\">Doch war das wirklich so geplant? Caroline Leavitt (28) hielt diese Woche eine Pressekonferenz ab und wurde w\u00e4hrenddessen zu diesem Widerspruch befragt. Sie sagte, dass aus Sicht des Pr\u00e4sidenten eine Normalisierung der saudischen Beziehungen zu <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/israel\/thema-israel-alle-infos-80028948.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Israel<\/a> notwendig sei. Und dass Trump sogar der Initiator dieser Regierungspolitik gewesen sei. Aber sie ging nicht ins Detail und konnte nicht aufl\u00f6sen, was hinter dem Widerspruch und der allgemeinen Kehrtwende steckt. So bleibt unklar, ob das Wei\u00dfe Haus beim Deal mit den Saudis von einer festen Vereinbarung oder von einem Wunsch f\u00fcr die Zukunft spricht. Im Presseraum wurde sie in dieser Frage regelrecht bedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4650\">F\u00fcr das Wei\u00dfe Haus kommt der R\u00fcckschlag zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn: Im Iran-Konflikt sieht sich die Regierung mit einer weitaus folgenschwereren Variante desselben Problems konfrontiert. Trump hat lange behauptet, er k\u00f6nne den Iran-Konflikt nach seinen eigenen Bedingungen kontrollieren. Sprich: Den <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/news\/ausland\/iran\/thema-iran-alle-infos-80032832.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> hart rannehmen und so zu einem Abkommen zwingen. Stattdessen eskalieren die Angriffe zwischen beiden Seiten. Weitere amerikanische Soldaten sind get\u00f6tet worden. Die<a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/benzinpreis\/news-fotos-videos-17019170.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Benzinpreise<\/a> steigen wieder. Und der diplomatische Spielraum scheint sich zu verengen. Die Republikaner halten allm\u00e4hlich das Undenkbare f\u00fcr m\u00f6glich: dass im November noch immer ein vollumf\u00e4nglicher Krieg die politische Landschaft dominiert. F\u00fcr die Zwischenwahlen sind die Wahlkampfstrategen deshalb alarmiert.<\/p>\n<p>Furcht vor Wahl-Schlappe <\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4650\">Das politische Risiko ist deshalb so gro\u00df, weil Trump innerhalb der Republikaner eine klare Linie vorgegeben hatte: kein endloser Waffenhandel, Schluss mit dem Interventionismus fr\u00fcherer Regierungen. Und nun versuchen die Republikaner zu erkl\u00e4ren, ob der Iran und die USA \u2013 wie der Pr\u00e4sident gesagt hat \u2013 auf einen Frieden zusteuern. Oder ob auf das Land ein viel l\u00e4ngerer Krieg zukommt, worauf viele der aktuellen Forderungen hindeuten. <\/p>\n<p data-83f060b9=\"0-4650\">Ein Mitarbeiter im Wei\u00dfen Haus erkl\u00e4rte uns, dass die Auswirkungen auf die Kandidaten im Wahlkampf jetzt schon enorm seien. Umgekehrt sei das Vorgehen gegen\u00fcber dem Iran und in den Verhandlungen mit Saudi-Arabien von der Innenpolitik getrieben. In beiden F\u00e4llen versucht der Pr\u00e4sident, ein H\u00f6chstma\u00df an Flexibilit\u00e4t zu demonstrieren: Er \u00fcbt milit\u00e4rischen Druck aus, ohne eine langfristige nukleare Zusammenarbeit einzugehen. Er gew\u00e4hrt Saudi-Arabien keine Zugest\u00e4ndnisse und strebt gleichzeitig weiterhin eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel an. In beiden F\u00e4llen wirkt Flexibilit\u00e4t wie Widerspr\u00fcchlichkeit, wenn sich die Aussagen in der \u00d6ffentlichkeit \u00e4ndern. Und selbst dem eigenen Lager des Pr\u00e4sidenten f\u00e4llt es schwer, klar zu erkl\u00e4ren, wie die Politik nun eigentlich aussieht. <\/p>\n<p>Das Abkommen mit Saudi-Arabien k\u00f6nnte letztendlich noch einen strategischen Sieg f\u00fcr den Pr\u00e4sidenten bedeuten. Und der Iran-Konflikt k\u00f6nnte noch in einer umfassenden Einigung m\u00fcnden. All das ist m\u00f6glich. Doch im Moment steht die Regierung im eigenen Land vor einer Richtungsentscheidung. Sie verlangt Vertrauen \u2013 von W\u00e4hlern im Inland ebenso wie von Verb\u00fcndeten und Gegnern im Ausland. Vertrauen darauf, dass Trump diese Widerspr\u00fcche pers\u00f6nlich l\u00f6st. Gleichzeitig hat seine Regierung sie bislang nicht in Einklang gebracht. Und im <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/specials\/nahost-konflikt\/politik-nachrichten-news-fotos-videos-19552112.bild.html\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nahen Osten<\/a> ist Klarheit nicht nur eine Frage der Kommunikation, sondern Teil der Abschreckung, der Diplomatie und letztlich der politischen Glaubw\u00fcrdigkeit. <\/p>\n<p><b>Dasha Burns <\/b>schreibt als Trump-Reporterin auch f\u00fcr BILD. Mit ihren klaren Fragen und pr\u00e4zisen Recherchen begleitet sie den US-Pr\u00e4sidenten journalistisch seit 2016, reist auch mit ihm in der Air Force One. Im Juli 2024 erlebte sie das Attentat auf Trump aus n\u00e4chster N\u00e4he. Ihr gro\u00dfes Pr\u00e4sidenten-Interview ging vor wenigen Monaten um die Welt. Bei POLITICO (geh\u00f6rt wie BILD zu Axel Springer) leitet Dasha das White-House-Team, au\u00dferdem ist sie Moderatorin des Podcasts \u201eThe Conversation\u201c. Dasha Burns ist in der Ukraine geboren und hat in Berkeley (Kalifornien) Medienwissenschaften und Anthropologie studiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"TTS-Player \u00fcberspringen\u21b5Artikel weiterlesen Hi, ich bin Dasha Burns, Leiterin des POLITICO-B\u00fcros im Wei\u00dfen Haus. 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