{"id":1193,"date":"2025-04-01T20:31:14","date_gmt":"2025-04-01T20:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1193\/"},"modified":"2025-04-01T20:31:14","modified_gmt":"2025-04-01T20:31:14","slug":"wette-auf-trump-deal-geplatzt-frieden-rueckt-in-die-ferne-ukraine-anleihen-im-sinkflug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1193\/","title":{"rendered":"Wette auf Trump-Deal geplatzt: Frieden r\u00fcckt in die Ferne &#8211; Ukraine-Anleihen im Sinkflug"},"content":{"rendered":"<p>                    Wette auf Trump-Deal geplatzt<br \/>\n                Frieden r\u00fcckt in die Ferne &#8211; Ukraine-Anleihen im Sinkflug<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Max Borowski<br \/>\n\t\t\t\t              01.04.2025, 16:41 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Innerhalb von 24 Stunden nach Beginn seiner Pr\u00e4sidentschaft wollte Trump f\u00fcr Frieden in der Ukraine sorgen. Die Hoffnung, dass er Putin zu einem &#8222;Deal&#8220; bewegt, hatte f\u00fcr kr\u00e4ftige Gewinne bei ukrainischen Staatsanleihen gesorgt. Doch nun ist Trump &#8222;stinksauer&#8220; auf Putin und die letzten Kursgewinne sind verpufft.<\/strong><\/p>\n<p>Mit der schwindenden Hoffnung auf einen baldigen Frieden zwischen Russland und der Ukraine ist Anfang der Woche auch der Kurs ukrainischer Staatsanleihen eingebrochen. Der Wert vieler Schuldtitel des von Russland \u00fcberfallenen Landes fiel etwa auf den Stand von Anfang November vergangenen Jahres, als Donald Trump die US-Pr\u00e4sidentschaftswahlen gewonnen hatte.<\/p>\n<p>US-Dollar-Anleihen mit einer Laufzeit bis 2035 und 2036 wurden mit 54 Cent je Dollar Nennwert gehandelt, wie Reuters berichtet. &#8222;Definitiv beginnt der Markt die Ansicht zu vertreten, dass der Krieg l\u00e4nger andauern wird&#8220;, zitiert die Nachrichtenagentur den Portfoliomanager Kaan Nazli vom Verm\u00f6gensverwalter Neuberger Berman.<\/p>\n<p>Nach Trumps Wahl hatten die Papiere eine Rally erlebt. Der Republikaner hatte im Wahlkampf versprochen, innerhalb von 24 Stunden einen Frieden herbeizuf\u00fchren. Investoren wetteten darauf, dass zumindest die Chancen auf ein schnelles Kriegsende und damit auch auf einen wirtschaftlichen Aufschwung steigen w\u00fcrden. Zwischenzeitlich stieg der Kurs der bis 2035\/36 laufenden Dollar-Anleihen auf \u00fcber 70 Cent pro Dollar Nennwert. Andere Schuldtitel, die Zusatzauszahlungen vorsehen, wenn die ukrainische Wirtschaft bestimmte Wachstumsziele erreicht, wurden zeitweise mit mehr als 90 Prozent ihres Nennwertes gehandelt.<\/p>\n<p>Rohstoffdeal macht Anleihe-Gl\u00e4ubiger skeptisch<\/p>\n<p>Erste Zweifel &#8211; und Kursverluste &#8211; setzten allerdings schnell nach Trumps Amtsantritt ein, als sein Friedensversprechen immer weiter in die Ferne r\u00fcckte. Gleichzeitig sorgten Trumps Vorstellungen von einem Rohstoffabkommen mit der Ukraine bei den Anleiheinvestoren f\u00fcr Skepsis, insbesondere die Forderung, dass die USA Zugriff auf Einnahmen des ukrainischen Staats bekommen sollten. Diese Bedingungen seien sehr negativ f\u00fcr Anleihegl\u00e4ubiger der Ukraine, sagte Maximilian Hess, Experte des Beratungsunternehmens Aurora Macro Strategies der &#8222;Financial Times&#8220;. Zwar liege der Abschluss eines solchen Abkommens noch in weiter Ferne, aber wenn es dazu k\u00e4me, w\u00fcrden Halter der Anleihen zu nachrangigen Gl\u00e4ubigern &#8222;und die Ukraine au\u00dferdem ein Vasallenstaat der USA&#8220;. <\/p>\n<p>Der Kursrutsch der ukrainischen Schuldtitel beschleunigte sich weiter, nachdem Trump pers\u00f6nlich mit Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin telefoniert hatte, und dieser keinerlei Bereitschaft zu signifikanten Zugest\u00e4ndnissen erkennen lie\u00df. Trumps \u00c4u\u00dferungen vom vergangenen Wochenende, dass er wegen dessen mangelnder Kompromissbereitschaft &#8222;stinksauer&#8220; auf Putin sei, lie\u00dfen die Kurse am Montag zeitweise so stark einbrechen wie zuletzt zu Beginn des Kriegs vor rund drei Jahren. <\/p>\n<p>Vertieft wurden die Sorgen der Investoren durch eine pessimistische Analyse des Internationalen W\u00e4hrungsfonds, der seine Prognose f\u00fcr die ukrainische Wirtschaft nach unten korrigierte. Grund daf\u00fcr sind unter anderem die fortgesetzten russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes. <\/p>\n<p>&#8222;Dieser Ausverkauf ist absolut nachvollziehbar&#8220;, kommentierte Paul McNamara, Direktor beim Verm\u00f6gensverwalter GAM, bei Reuters die Flucht der Investoren aus den ukrainischen Schulden. &#8222;Wenn es zu einem Frieden kommt, wird es ein schlechter Friede f\u00fcr die Ukraine, bei dem sie wegen ihrer Mineralien ausgepl\u00fcndert wird.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wette auf Trump-Deal geplatzt Frieden r\u00fcckt in die Ferne &#8211; Ukraine-Anleihen im Sinkflug Von Max Borowski 01.04.2025, 16:41&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1194,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[106,13,1376,14,15,12,1375,10,8,9,11,317,103,55,104],"class_list":{"0":"post-1193","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-donald-trump","9":"tag-headlines","10":"tag-investoren","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-staatsanleihen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-ukraine","20":"tag-welt","21":"tag-wirtschaft","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114264610314076679","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1193","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1193"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1193\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1193"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1193"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1193"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}