{"id":1193885,"date":"2026-07-26T09:23:24","date_gmt":"2026-07-26T09:23:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1193885\/"},"modified":"2026-07-26T09:23:24","modified_gmt":"2026-07-26T09:23:24","slug":"erinnerung-an-die-altenburger-firma-otto-seyffart-grassi-museum-zeigt-beschlaege-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1193885\/","title":{"rendered":"Erinnerung an die Altenburger Firma Otto Seyffart: Grassi Museum zeigt \u201eBeschl\u00e4ge!\u201c \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"translation-notice\">This article is also available in English: <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/en\/culture\/exhibitions-en\/2026\/07\/a-tribute-to-the-altenburg-based-firm-otto-seyffart-the-grassi-museum-presents-fittings-665396\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Read this article in English<\/a>.<\/p>\n<p>Im Grassi Museum f\u00fcr angewandte Kunst kann man auch immer wieder Kostbarkeiten des historischen Kunsthandwerks aus der Leipziger Region bewundern. Seit dem 19. Juli zeigt das Museum zum Beispiel die Sonderausstellung \u201eBeschl\u00e4ge! Die Firma Otto Seyffart, Altenburg. Sie wird bis zum 4. Oktober gezeigt. Das Altenburger Unternehmen Otto Seyffart z\u00e4hlte zu den gro\u00dfen Akteuren in der mitteldeutschen Metallwarenindustrie.<\/p>\n<p>Der noch bei Gr\u00fcndung 1851\/52 wenige Gesellen besch\u00e4ftigende Handwerksbetrieb spezialisierte sich zun\u00e4chst auf Scharniere, Blechdosen und Geldtaschenb\u00fcgel. Mittlerweile als Metallwarenfabrik organisiert, erweiterte die Firma Seyffart bis zur Jahrhundertwende die Produktpalette um M\u00f6belbeschl\u00e4ge, Wohnaccessoires, Beleuchtungsk\u00f6rper und baugebundene Dekore. In der Hochzeit mit bis zu 350 Mitarbeitenden expandierte die Produktion an mehreren Standorten in Altenburg und einem Exportgesch\u00e4ft bis nach Nordamerika.<\/p>\n<p>Das umfangreiche Angebot deckte ein breites Spektrum b\u00fcrgerlicher Geschmackswelten und Einkommensklassen ab. Es umfasste industrielle Massenware und unikate Erzeugnisse und neben den immer gefragten historistischen Stilen auch die Moderne repr\u00e4sentierende Formengestaltung. In den Jahren um 1900 profilierte sich die Firma Seyffart mit Leuchten und T\u00fcrbeschl\u00e4gen auf hohem k\u00fcnstlerischem Niveau, deren Entw\u00fcrfe unter anderem Henry van de Velde, Ernst Barlach, Otto Pech und Karl Krebs lieferten. Zweifelsohne trug diese Zusammenarbeit zur Reputation des Unternehmens bei.<\/p>\n<p>Inzwischen von Walter Seyffart unter dem Namen \u201eOtto Seyffart. Werkst\u00e4tten f\u00fcr kunsthandwerkliche Metallarbeiten\u201c in dritter Generation gef\u00fchrt, war die Firma Seyffart seit 1927 regelm\u00e4\u00dfig auf den Grassi-Messen vertreten. In der DDR-Zeit konnte das Unternehmen die T\u00e4tigkeit als Privatbetrieb zun\u00e4chst fortsetzen, ging aber nach dem Tod des letzten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers 1975 an den Volkseigenen Handel Bildende Kunst und Antiquit\u00e4ten \u00fcber und wurde eine von zehn Werkst\u00e4tten innerhalb des Staatlichen Kunsthandels.<\/p>\n<p>Nach der Liquidierung 1991 ist die Firma Seyffart weitgehend in Vergessenheit geraten. Verdienstvoll sind die Forschungen von Harald Wetzel und die akribische Pflege der Familiengeschichte durch den Enkel Walter Seyffarts, Dirk Adena. Dank seiner umfangreichen Schenkungen verf\u00fcgt das Museum \u00fcber einen repr\u00e4sentativen Bestand des Metallwarensortiments, dar\u00fcber hinaus \u00fcber aussagekr\u00e4ftige Objekte aus verschiedenen Schritten der Produktion\u00a0wie Schablonen, Rohzeug, Gussformen und Zeichnungen. Es beherbergt zudem Teile des Firmenarchivs, Warenkataloge, Auftragsb\u00fccher, Fotografien und Korrespondenzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.grassimak.de\/museum\/sonderausstellungen\/beschlaege\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u201eBeschl\u00e4ge! Die Firma Otto Seyffart, Altenburg\u201c<\/a>, Sonderausstellung im Grassi Museum f\u00fcr angewandte Kunst, 19. Juli bis 4. Oktober. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"This article is also available in English: Read this article in English. Im Grassi Museum f\u00fcr angewandte Kunst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1193886,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[2076,3364,29,30,59575,71,859,62061],"class_list":["post-1193885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-ausstellung","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-grassi-museum","tag-leipzig","tag-sachsen","tag-wirtschaftsgeschichte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116985554924201757","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1193885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1193885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1193885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1193886"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1193885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1193885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1193885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}