{"id":1194424,"date":"2026-07-26T14:58:20","date_gmt":"2026-07-26T14:58:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1194424\/"},"modified":"2026-07-26T14:58:20","modified_gmt":"2026-07-26T14:58:20","slug":"putins-kriegsfirma-im-emsland-frankreich-nutzt-deutschland-fuer-atomgeschaeft-mit-russland-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1194424\/","title":{"rendered":"Putins Kriegsfirma im Emsland: Frankreich nutzt Deutschland f\u00fcr Atomgesch\u00e4ft mit Russland aus"},"content":{"rendered":"<p>Putins Kriegsfirma im EmslandFrankreich nutzt Deutschland f\u00fcr Atomgesch\u00e4ft mit Russland aus26.07.2026, 16:01 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Christian-Herrmann-article21584372.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DSC8670-Edit-3-7.webp\" alt=\"DSC8670-Edit-3-7\"\/>Von Christian Herrmann<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(11:07 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Der-Blick-auf-ein-Zugangstor-des-Werks-der-Framatome-Advanced-Nuclear-Fuels-GmbH.webp\" alt=\"Der-Blick-auf-ein-Zugangstor-des-Werks-der-Framatome-Advanced-Nuclear-Fuels-GmbH\"\/>Die Brennelementefabrik ist ein Hochsicherheitsbereich. Angeh\u00f6rige des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom d\u00fcrfen das Gel\u00e4nde wom\u00f6glich trotzdem betreten. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die EU einigt sich am Donnerstag auf neue Russland-Sanktionen. Einen Bereich klammert die Staatengemeinschaft nach wie vor aus: die russische Atomindustrie. Das nutzt Frankreich aus. Im Emsland darf ein franz\u00f6sisches Unternehmen mit m\u00f6glichen russischen Kriegsverbrechern Brennelemente fertigen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat eine neue Einnahmequelle f\u00fcr die angeschlagene russische Kriegskasse gefunden. Im Emsland. Frankreich sei Dank: Das nieders\u00e4chsische Umweltministerium hat einem franz\u00f6sischen Kernkraftunternehmen erlaubt, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Was-steckt-hinter-der-umstrittenen-Atomkooperation-in-Lingen-id31114313.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in Lingen sowjetische Brennelemente herzustellen<\/a> &#8211; obwohl Russland an dem Projekt beteiligt und obwohl der nieders\u00e4chsische Umweltminister Christian Meyer von den Gr\u00fcnen es ablehnte.\u00a0Wie kann das sein?<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In Lingen werden seit 1979 Brennelemente hergestellt. Betreiber der Fabrik ist die Advanced Nuclear Fuels GmbH, kurz ANF. Das ist die Kernbrennstoffsparte des franz\u00f6sischen Unternehmens Framatome. Framatome baut Atomkraftwerke, genauer gesagt Reaktoren und Turbinen, und geh\u00f6rt zum staatlichen franz\u00f6sischen Energiekonzern EDF.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die wichtigsten Kunden der Brennelementfabrik in Lingen waren bis zur Atomkatastrophe von Fukushima die deutschen Atomkraftwerke. Durch den deutschen Atomausstieg sind sie weggebrochen. Ersatz haben ANF und Framatome im Ausland gesucht: Die meisten Brennst\u00e4be verkaufen sie inzwischen an Atomkraftwerke in Belgien, Schweden und Finnland. Auch die franz\u00f6sische Flotte geh\u00f6rt zu den Kunden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Finanziell ist die Situation jedoch angespannt geblieben: Die neuen Kunden konnten die deutschen Atomkraftwerke nicht ersetzen, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.gruene-bundestag.de\/veranstaltungen\/veranstaltung\/putins-atomkraft-made-in-germany\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">sagen<\/a> die Gr\u00fcnen. Demnach war die Fabrik in Lingen in den vergangenen Jahren teilweise nur zu 23 Prozent ausgelastet. Es mussten zus\u00e4tzliche Abnehmer f\u00fcr die Brennst\u00e4be her. 2018 haben ANF und Framatome Kernkraftwerke in Osteuropa und Finnland in den Blick genommen, die vor vielen Jahren von der Sowjetunion gebaut wurden.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Darin befinden sich Reaktoren, die Brennelemente mit einem speziellen sechseckigen Design ben\u00f6tigen, also einem anderen Design als westliche Reaktoren. Diese Brennst\u00e4be werden bisher in Russland hergestellt. Insofern ist der franz\u00f6sische Plan eine gute Idee: K\u00fcnftig m\u00fcssen Bulgaren, Finnen, Tschechen und Slowaken keine Brennelemente mehr von Putin direkt kaufen. Sie k\u00f6nnen sich an Lingen wenden.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Begleitet-von-Demonstrationen-hat-am-Mittwoch-20-11-2024-der-Eroerterungstermin-zum-umstrittenen-Ausbau-der-Lingener-Brennelemente-Fabrik-und-zum-moeglichen-Einstieg-des-russischen-Staatskonzerns-Rosatom-begonnen-Foto-Schwellkopf-zeigt-Russlands-Praesident-Wladimir-Putin-Vor-den-oertlichen-Emslandhallen-versammelten-sich-laut-Polizei-etwa-80-Mitarbeiter-der-Fabrik-und-35-Atomkraftgegner-Der-Betreiber-der-Brennelemente-Fabrik-eine-Tochter-des-franzoesischen-Atomkonzerns-Framatome-will-kuenftig-auch-Brennstaebe-fuer-Atomreaktoren-russischer-oder-sowjetischer-Bauart-herstellen-und-hat-dafuer-eine-Zusammenarbeit-mit-Rosatom-vereinbart-Vor-allem-wegen-Sicherheitsbedenken-haben-rund-11-000-Menschen-Einwaende-gegen-das-Vorhaben-erhoben-ueber-diese-wird-bei-dem-Eroerterungstermin-diskutiert-Nach-Angaben-des-niedersaechsischen-Umweltministeriums-waren-am-Mittwoch-143-Einwenderinnen-und-Einwender-persoenlich-bei-der-nicht-oeffentlichen-Veranstaltung-vor-Ort-Insgesamt-seien-280-Menschen-in-der-Halle-gewesen-Siehe-epd-Meldung-vom-20-11\"\/>Die Bev\u00f6lkerung war nicht begeistert von der Aussicht, dass Wladimir Putin in die Brennelementefabrik Lingen einziehen k\u00f6nnte. Unter anderem 2024 wurde gegen das Projekt protestiert. (Foto: picture alliance \/ epd-bild)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch f\u00fcr ANF und das Werk im Emsland ist die Fertigung der sechseckigen Brennelemente Neuland. Sie hinken dem Zeitplan hinterher. Eigentlich h\u00e4tten sie die ersten Brennst\u00e4be sowjetischer Bauart bereits 2024 an Tschechien und Ende 2025 an Bulgarien liefern sollen. Die Slowakei und Ungarn haben Liefervertr\u00e4ge f\u00fcr die Zeit ab 2027.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Um die Produktion in Schwung zu bringen, hat ANF\u00a0 den bisherigen Hersteller um Unterst\u00fctzung gebeten. Der hei\u00dft TVEL und ist die Brennstoff-Tochter des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom. Das Unternehmen stellt die Maschinen, die Software und das Know-how f\u00fcr die neue Fertigung bereit. Schon seit zwei Jahren helfen Mitarbeiter von TVEL dabei, die Anlagen in Lingen aufzubauen und ANF-Mitarbeiter daran auszubilden &#8211; <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Frankreich-laedt-Putins-Atomkonzern-ins-Emsland-ein-id6750848.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in einem alten M\u00f6bellager<\/a>, um die strengen Sicherheitsregeln der Brennelementefabrik zu umgehen.<\/p>\n<p>Viele Bedenken, kein Mitspracherecht<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Zusammenarbeit h\u00e4lt nicht nur der nieders\u00e4chsische Umweltminister Christian Meyer f\u00fcr eine schlechte Idee. &#8222;Solche Anlagen sind Hochsicherheitsbereiche&#8220;, sagt Industrieexperte Sebastian Stier im ntv-Podcast <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/audio\/Podcast\/wieder_was_gelernt\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;Wieder was gelernt&#8220;<\/a>. &#8222;Es gibt strenge Auflagen, wer das Gel\u00e4nde betreten darf. Die Mitarbeiter m\u00fcssen \u00fcberpr\u00fcft werden. Und jetzt will man auf einmal Mitarbeitern einer russischen Firma, die an der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Chefingenieur-des-besetzten-AKW-Saporischschja-offenbar-tot-id31090527.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Besetzung des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja<\/a> beteiligt ist, Zugang gew\u00e4hren? Man kann sich ausmalen, welches Gefahrenpotenzial vorhanden ist.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Stier ist Physiker und promovierter Informatiker. Er hat viele Jahre f\u00fcr Siemens und als Patentanwalt gearbeitet. Seit seinem Ruhestand fasst er die Verflechtungen von Framatome und Rosatom in Lingen f\u00fcr den j\u00e4hrlichen Bericht \u00fcber den Zustand der weltweiten Atomindustrie <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.worldnuclearreport.org\/The-Annual-Reports\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">WNISR<\/a> zusammen. Er sorgt sich wie der nieders\u00e4chsische Umweltminister \u00fcber m\u00f6gliche Spionage und Sabotage im Bereich kritischer Infrastruktur.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch bei dem Genehmigungsverfahren hatte das nieders\u00e4chsische Umweltministerium de facto kein Mitspracherecht. Es durfte den Antrag von ANF und Framatome nur auf Grundlage des Atomgesetzes bewerten, sprich: Ein Veto war nur m\u00f6glich, wenn in Lingen gegen Bestimmungen wie zum Strahlenschutz versto\u00dfen wird. Das ist unwahrscheinlich, weil dort seit vielen Jahren Brennelemente hergestellt werden.<\/p>\n<p>Strenge Vorgaben &#8211; mit Ausnahme<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aus Gr\u00fcnden der nationalen Sicherheit kann nur die Bundesregierung ein Veto einlegen. Die jedoch m\u00f6chte offenbar keinen Streit mit der franz\u00f6sischen Regierung riskieren. Im Weltnuklearbericht 2024 <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.worldnuclearreport.org\/IMG\/pdf\/wnisr2025-v1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">steht<\/a> unter Berufung auf gut informierte Regierungsquellen: &#8222;Das Kanzleramt m\u00f6chte in einem Bereich von geringer strategischer Bedeutung nichts unternehmen, was Frankreich als Stolperstein betrachten k\u00f6nnte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Sicherheitsbedenken versucht die Politik mit strengen Auflagen zu entkr\u00e4ften. In einem 149-seitigen Bericht zur Genehmigung des franz\u00f6sischen-russischen Atomprojekts im Emsland erkl\u00e4rt das nieders\u00e4chsische Umweltministerium, wie Spionage und Sabotage durch <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/kyivindependent.com\/russias-rosatom-complicit-in-war-crimes-report-alleges-says-treatment-of-power-plant-staff-risks-nuclear-disaster\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">m\u00f6gliche russische Kriegsverbrecher<\/a> verhindert werden sollen: Mitarbeiter von TVEL und Rosatom d\u00fcrfen das Werksgel\u00e4nde in Lingen grunds\u00e4tzlich nicht betreten (<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.umwelt.niedersachsen.de\/startseite\/aktuelles\/pressemitteilungen\/herstellung-russischer-brennelemente-in-lingen-unter-hohen-auflagen-genehmigt-252636.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">S. 26<\/a>). Die russischen Maschinen und die russische Software, mit der sie betrieben werden, m\u00fcssen extern \u00fcberpr\u00fcft werden. Die Anlagen d\u00fcrfen nicht mit anderen IT-Systemen in der Fabrik vernetzt werden. Aus Russland gelieferte Brennst\u00e4be m\u00fcssen vor der Weiterverarbeitung auf Manipulation \u00fcberpr\u00fcft werden. Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen zum Entzug der Genehmigung f\u00fchren. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch die Vorgaben sind widerspr\u00fcchlich. Nur wenige S\u00e4tze sp\u00e4ter r\u00e4umt das nieders\u00e4chsische Umweltministerium ANF einen Ausweg ein: Wenn das Unternehmen ein &#8222;Konzept zur Risikominimierung&#8220; vorlegt, d\u00fcrfen TVEL-Mitarbeiter die Fabrik doch betreten. Voraussetzung ist, dass sie vorher vom Ministerium auf ihre &#8222;Zuverl\u00e4ssigkeit&#8220; \u00fcberpr\u00fcft wurden. Au\u00dferdem m\u00fcssen sie w\u00e4hrend ihres Aufenthalts unter Aufsicht von zwei geschulten ANF-Mitarbeitern stehen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sebastian Stier \u00fcberrascht das nicht. &#8222;Das sind ganz andere Brennelemente&#8220;, sagt der Industrieexperte. &#8222;Damit haben die Mitarbeiter von ANF keinerlei Erfahrung. Die haben zwar in einem Schulungsverfahren au\u00dferhalb der Fabrik gelernt, wie man mit diesen Maschinen arbeitet, aber was passiert, wenn ein Problem auftritt? Diese Brennelemente m\u00fcssen strikten Anforderungen gen\u00fcgen. Die sind genau reguliert. Wenn irgendwelche Grenzwerte nicht eingehalten werden, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man auf die jahrzehntelange Erfahrung von Mitarbeitern zur\u00fcckgreift, um dieses Problem zu l\u00f6sen.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Bundestag stimmt f\u00fcr Rosatom<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Gr\u00fcnen haben im vergangenen Dezember versucht, das franz\u00f6sisch-russische Projekt \u00fcber den Bundestag zu stoppen. <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/resource\/blob\/1129394\/20251205_5.pdf?enodia=eyJleHAiOjE3ODQ4MDYzMDYsImNvbnRlbnQiOnRydWUsImF1ZCI6ImF1dGgiLCJIb3N0Ijoid3d3LmJ1bmRlc3RhZy5kZSIsIlNvdXJjZUlQIjoiMTkzLjE2LjE2My4yNDMiLCJDb25maWdJRCI6IjhkYWRjZTEyNWZkMmMzOTMyYjk0M2I1MmU5ZDJjZDY1MDU3NTRlMTYyMjEyYTJjZTFiYjVhZjE1YzBkNGJiZmUifQ==.UbgWt9rhsGIvSeWXPcttydB1oiXaGgDGwCgXbJ-pOHs=\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Union und SPD haben den Antrag jedoch zusammen mit der AfD abgelehnt<\/a>. Die deutsche Politik f\u00fcgt sich franz\u00f6sischen Wirtschaftsinteressen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Denn f\u00fcr die franz\u00f6sische Atomindustrie ist Rosatom seit vielen Jahren ein enger und wichtiger Partner &#8211; der russische Angriff auf die Ukraine hin oder her. Sebastian Stier sagt, es gibt keine Anzeichen, dass die franz\u00f6sisch-russische Atom-Zusammenarbeit so bald enden k\u00f6nnte. Ende vergangenen Jahres ist in der N\u00e4he der ukrainischen Grenze das neue russische Atomkraftwerk Kursk in Betrieb gegangen. Daf\u00fcr hat Framatone nach Kriegsbeginn die Reaktorsicherheitssysteme geliefert. Framatome-Mitarbeiter waren mutma\u00dflich in Russland vor Ort, um sie zu installieren. Das ist kein Einzelfall.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Februar hat Rosatom mit dem Bau des Paks-Kernkraftwerks in Ungarn begonnen. Daf\u00fcr wird Framatome ebenfalls die Reaktorsicherheitstechnik liefern und au\u00dferdem die Arabelle-Dampfturbine. &#8222;Auch das ist eine entscheidende Komponente f\u00fcr ein Kernkraftwerk&#8220;, sagt Stier. Selbiges gilt f\u00fcr die Projekte <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.iwr.de\/ticker\/erstes-akw-in-afrika-gypten-erteilt-baugenehmigung-fuer-russisches-atomkraftwerk-artikel4535\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">El-Babaa in \u00c4gypten<\/a> und <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wegen-t%C3%BCrkischem-akw-rosatom-droht-siemens-energy-mit-klage\/a-71249230\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Akkuyu in der T\u00fcrkei<\/a>. &#8222;Es gibt keine Anzeichen, dass diese Zusammenarbeit irgendwie beendet werden soll&#8220;, sagt Stier. &#8222;Sollte Rosatom neue Ausschreibungen im Ausland gewinnen, ist damit zu rechnen, dass auch franz\u00f6sische Technik eingebaut wird.&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Rosatom statt Westinghouse <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Wie eng die Zusammenarbeit von Framatome und Rosatom ist, wird klar, wenn man wei\u00df, dass es eine Alternative zur franz\u00f6sisch-russischen Partnerschaft in Lingen g\u00e4be: Framatome k\u00f6nnte auch mit dem amerikanisch-kanadischen Atomkonzern Westinghouse kooperieren. Westinghouse m\u00f6chte wie Framatome sowjetische Atomkraftwerke in Finnland und Osteuropa als Brennstoffkunden gewinnen. Anders als Framatome hat Westinghouse sogar ein eigenes Design f\u00fcr die sechseckigen Brennelemente entwickelt, die mit sowjetischen Reaktoren kompatibel sind. Aber Framatome sieht in Westinghouse offenbar anders als in Rosatom und TVEL eher einen Konkurrenten als einen Partner.\u00a0<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Sieger der franz\u00f6sischen Atomgesch\u00e4fte hei\u00dft Wladimir Putin. Er verdient in Zukunft Geld mit Brennelementen &#8222;Made in Germany&#8220; &#8211; und darf bei der Versorgung von Europas kritischer Energieinfrastruktur helfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Putins Kriegsfirma im EmslandFrankreich nutzt Deutschland f\u00fcr Atomgesch\u00e4ft mit Russland aus26.07.2026, 16:01 Uhr Von Christian Herrmann Artikel anh\u00f6ren(11:07&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1194425,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,5032,5930,156,13,14,15,1411,4043,4044,850,307,12,55,306],"class_list":["post-1194424","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-atomkraft","tag-atomkraftwerke","tag-frankreich","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-niedersachsen","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-wirtschaft","tag-wladimir-putin"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116986874939833673","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1194424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1194424"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1194424\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1194425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1194424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1194424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1194424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}