{"id":1194729,"date":"2026-07-26T18:03:18","date_gmt":"2026-07-26T18:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1194729\/"},"modified":"2026-07-26T18:03:18","modified_gmt":"2026-07-26T18:03:18","slug":"am-29-august-2026-stimmen-die-islaender-ueber-eu-beitrittsverhandlungen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1194729\/","title":{"rendered":"Am 29. August 2026 stimmen die Isl\u00e4nder \u00fcber EU-Beitrittsverhandlungen ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kamil legt ein St\u00fcck Kabeljau in den Teig und l\u00e4sst es ins hei\u00dfe \u00d6l gleiten. Der Fisch wurde nur wenige Stunden zuvor an den Stand \u201eFrystihusid\u201c <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/reise\/auswandern-nach-island-was-sollte-man-beachten-17-113900275\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">im Hafen von Reykjavik<\/a> angeliefert, 40 Kilogramm, frisch vom Boot. Nun zischt das Filet im Fett. Drau\u00dfen vor der kleinen Markthalle sitzen Touristen auf den einfachen Holzb\u00e4nken und genie\u00dfen den Ausblick, w\u00e4hrend sie auf ihre Fish and Chips warten, der \u201eBestseller\u201c hier, wie Koch Kamil sagt. Sonnenstrahlen dr\u00e4ngen sich bei neun Grad durch die Schleierwolken, mehr Sommer als an diesem Mittag geht in Island kaum.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Hintergrund bilden die schneebedeckten Berge der\u00a0Faxafl\u00f3i-Bucht eine Panoramakulisse. Wenige Meter von den Urlaubern entfernt schaukelt an einem Kai die\u00a0Venus NS 150, einer der gr\u00f6\u00dften isl\u00e4ndischen Fischtrawler. Gegen\u00fcber hat die NRV Alliance angelegt, ein Forschungsschiff der Nato. Die Nachbarschaft ist\u00a0Zufall, symbolisch wirkt sie trotzdem. Das eine\u00a0Schiff\u00a0steht f\u00fcr einen Wirtschaftszweig, der\u00a0dem\u00a0Land aufgrund seiner fischreichen Gew\u00e4sser mit Makrelen, Kabeljau und Heringen Wohlstand brachte\u00a0und\u00a0tief im nationalen Selbstverst\u00e4ndnis\u00a0verankert ist. Das andere f\u00fcr eine Sicherheitsordnung, die f\u00fcr viele Isl\u00e4nder\u00a0sp\u00e4testens\u00a0<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vier-jahre-vollinvasion-in-der-ukraine-was-der-krieg-mit-unserem-reporter-macht-113557832\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">seit\u00a0Russlands\u00a0Angriff auf die Ukraine<\/a> wichtiger geworden ist als je zuvor\u00a0und mit <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/trump-wird-reich-im-amt-us-praesident-macht-kasse-mit-kryptowaehrungen-114616922\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Donald Trumps zweiter Amtszeit als US-Pr\u00e4sident<\/a> noch mehr an Bedeutung gewonnen hat.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Wer Zugang zum Atlantik will, kommt an Island, dem Tor zur Arktis, nicht vorbei<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Beide Seiten k\u00e4mpfen nun f\u00fcr ihr Anliegen: Am\u00a029. August\u00a0sind\u00a0die\u00a0knapp 400.000\u00a0B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger\u00a0des Inselstaats aufgerufen, dar\u00fcber abzustimmen, ob die sozialliberale Regierungskoalition die seit 13 Jahren ausgesetzten Verhandlungen \u00fcber einen Beitritt zur EU wieder aufnehmen soll. Es geht um einen Neustart der Gespr\u00e4che, zumindest offiziell. Erst in einem zweiten Referendum w\u00fcrde es dann um die Mitgliedschaft gehen.\u00a0Tats\u00e4chlich schwebt aber schon jetzt \u00fcber allem die alte Frage, wie viel Unabh\u00e4ngigkeit sich ein kleines Land noch leisten kann und wie viel Souver\u00e4nit\u00e4t es sich bewahren will. Die Antwort ber\u00fchrt fast alles, was Island ausmacht.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auf der Internetseite der pro-europ\u00e4ischen Bewegung \u201eEvr\u00f3puhreyfingin\u201c z\u00e4hlt eine digitale Uhr die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Abstimmung herunter. Sn\u00e6r\u00f3s Sindrad\u00f3ttir und P\u00e1ll Rafnar Thorsteinsson sitzen im Vorstand der Kampagne und an diesem sp\u00e4ten Abend in einem Restaurant nahe der Betonkathedrale Hallgr\u00edmskirkja, dem Wahrzeichen der Hauptstadt.\u00a0Arktischer Saibling, kanadischer Hummer,\u00a0Rentier-Filet\u00a0\u2013 schon die Speisekarte verr\u00e4t die abgelegene Lage der Insel mitten im Nordatlantik. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/gesellschaft\/viele-meiner-freunde-sind-gerade-veraengstigt-warum-die-groenlaender-groenlaender-bleiben-wollen-113303412\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Der Korridor zwischen Gr\u00f6nland<\/a> und dem Vereinigten K\u00f6nigreich ist strategisch bedeutend f\u00fcr Europa, die Vereinigten Staaten, Russland und China. Vereinfacht gesagt: Wer Zugang zum Atlantik will, kommt an Island, dem Tor zur Arktis, nicht vorbei.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Vor Ort f\u00fchlen sich die meisten Menschen dagegen nicht ernsthaft bedroht. Man ist weit weg von den Konflikten dieser Welt. \u201eWir\u00a0konnten\u00a0die Augen\u00a0verschlie\u00dfen\u201c, sagt Sindrad\u00f3ttir\u00a0vom Ja-Lager. Sie schaut aus dem Fenster in eine dieser magischen N\u00e4chte, in der die Sonne nicht untergehen will. Die Mischung aus Bequemlichkeit und einem Hauch Selbstzufriedenheit \u00e4nderte sich zumindest in einigen Zirkeln, seit <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/personen\/aa-donald-trump\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Trump<\/a> im Wei\u00dfen Haus wieder das Sagen hat und mit der Annexion Gr\u00f6nlands lieb\u00e4ugelt. Dass der Republikaner au\u00dferdem Island und Gr\u00f6nland immer wieder verwechselt und der US-Botschafter in Island Scherze dar\u00fcber rei\u00dft, die Insel zum 52. Bundesstaat der USA zu machen, sorgt in Reykjavik f\u00fcr Nervosit\u00e4t. Fr\u00fcher sei Amerika das \u201eLeuchtfeuer der Demokratie\u201c gewesen, sagt Pro-EUler P\u00e1ll Rafnar Thorsteinsson. Jetzt sei es die EU, die\u00a0Werte\u00a0wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sch\u00fctze.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Wie Norwegen ist Island bereits Mitglied des Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraums<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Hinter den Kulissen w\u00e4chst die Hoffnung, dass Island der Schl\u00fcssel zu Norwegen sein k\u00f6nnte. Bei einer Ann\u00e4herung Reykjaviks an die EU w\u00fcrde der Druck auf Oslo \u201eenorm\u201c sein, meint etwa ein hochrangiger Diplomat in Br\u00fcssel. \u201eWenn wir mit\u00a0\u201aJa\u2018 stimmen, wird Norwegen automatisch einen Schritt in Richtung EU machen\u201c, befindet auch Thorsteinsson.\u00a0\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wie Norwegen ist Island bereits Mitglied des Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraums (EWR) und in der Europ\u00e4ischen Freihandelsassoziation (EFTA), geh\u00f6rt damit zum Schengen-Raum mit seinen offenen Binnengrenzen. In der Praxis hei\u00dft das, dass Reykjavik rund 80 Prozent der EU-Gesetzgebung \u00fcbernommen hat, aber ohne Mitspracherecht bleibt, wie EU-Bef\u00fcrworter bem\u00e4ngeln. Nachdem der Zusammenbruch des Bankensystems das Land 2009 fast in den Bankrott getrieben hatte, stellte die Insel einen Beitrittsantrag, vier Jahre sp\u00e4ter aber zog sich eine neue Regierung von den Beratungen zur\u00fcck, 2015 wurden die Verhandlungen komplett eingefroren, vorneweg wegen Differenzen bei der Fischereipolitik.\u00a0\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/hayer.jpg\" alt=\"Val\u00e9rie Hayer ist Vorsitzende der liberalen Parteifamilie Renew im Europaparlament und will vor Ort erfahren, wie die EU den Isl\u00e4ndern in Sachen Referendum helfen kann.\" title=\"Val\u00e9rie Hayer ist Vorsitzende der liberalen Parteifamilie Renew im Europaparlament und will vor Ort erfahren, wie die EU den Isl\u00e4ndern in Sachen Referendum helfen kann.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Val\u00e9rie Hayer ist Vorsitzende der liberalen Parteifamilie Renew im Europaparlament und will vor Ort erfahren, wie die EU den Isl\u00e4ndern in Sachen Referendum helfen kann.<br \/>\n    Foto: Katrin Pribyl<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Val\u00e9rie Hayer ist Vorsitzende der liberalen Parteifamilie Renew im Europaparlament und will vor Ort erfahren, wie die EU den Isl\u00e4ndern in Sachen Referendum helfen kann.<br \/>\n    Foto: Katrin Pribyl<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Daran soll es nicht noch einmal scheitern. Val\u00e9rie Hayer ist nun bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate nach Island gereist. Sie ist die Vorsitzende der liberalen Parteifamilie Renew im Europaparlament und will erfahren, wie die EU den Isl\u00e4ndern in Sachen Referendum helfen kann. \u201eEs liegt an uns, Erweiterung nicht mehr nur als wirtschaftliches Projekt oder b\u00fcrokratische \u00dcbung, sondern als geopolitisches Instrument zu verstehen\u201c, so Hayer. Die Franz\u00f6sin besucht Unternehmen wie Carbfix, wo sie CO\u2082 in Stein verwandeln. Sie f\u00e4hrt auf die Halbinsel Reykjanes, die seit Jahren unter dem Vulkan Sundhn\u00faksg\u00edgar zittert. Mehrmals schon quoll in letzter Zeit gl\u00fchende Lava aus den Erdspalten und floss gef\u00e4hrlich nah an das Werk von Carbon Recycling International heran. Die Firma nahm 2011 die erste Anlage in Betrieb, in der aus gr\u00fcnem Wasserstoff und Kohlendioxid Methanol hergestellt wird.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Auch in Island werben die Pro-Europ\u00e4er vor allem mit wirtschaftlichen Argumenten<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Etliche Unternehmen auf der Insel erhielten f\u00fcr ihre Projekte nicht nur F\u00f6rdergelder aus Br\u00fcssel, sondern sind auch von den Vorschriften betroffen. Trotzdem wollen sich die meisten nicht auf eine Seite schlagen. Es erinnert an die Kampagne <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/10-jahre-brexit-referendum-grossbritannien-streitet-noch-immer-ueber-migration-114487650\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">vor dem Brexit-Referendum im Vereinigten K\u00f6nigreich 2016<\/a>. Dort hielt sich die Gesch\u00e4ftswelt ebenfalls auffallend zur\u00fcck. Wiederholt sich die Geschichte?\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch in Island werben die Pro-Europ\u00e4er vor allem mit wirtschaftlichen Argumenten. Stabile W\u00e4hrung durch die Einf\u00fchrung des Euro,\u00a0niedrige Zinsen,\u00a0Eind\u00e4mmung der Inflation,\u00a0langfristige Planbarkeit bei Investitionen,\u00a0Steigerung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, solche Dinge. Die Nein-Kampagne ber\u00fchrt dagegen Emotionen und nutzt die Frage von Freiheit und Fisch zur Stimmungsmache. Die sogenannten Kabeljaukriege gegen Gro\u00dfbritannien im 20. Jahrhundert gelten bis heute als einer der gr\u00f6\u00dften au\u00dfenpolitischen Erfolge des Landes, sie sind ein wichtiger Teil der kollektiven Identit\u00e4t.\u00a0Deshalb hofft Islands Au\u00dfenministerin Thorgerdur Katr\u00edn Gunnarsd\u00f3ttir auf Verst\u00e4ndnis in Br\u00fcssel. \u201eDie EU sollte uns im weiteren Kontext ein gutes Abkommen anbieten\u201c, sagt sie. Island\u00a0befinde\u00a0sich\u00a0\u201ein einer viel st\u00e4rkeren Position als beim letzten Mal\u201c. Die Erwartung: \u201eWir wollen weiterhin die Kontrolle \u00fcber unsere Fischerei-Industrie behalten.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gunnarsd\u00f3ttir hat\u00a0Hayer auf ihrer Seite. Die Europapolitikerin will Druck machen in Br\u00fcssel, fordert bei der Aufnahme neuer Mitglieder neben der Bewahrung des leistungsorientierten Ansatzes \u201emehr Flexibilit\u00e4t\u201c. Bislang wollte die Union immer \u201eetwas Perfektes schaffen\u201c, so die Franz\u00f6sin. M\u00fcsste Island dann wirklich seine fischreichen Gew\u00e4sser f\u00fcr Fangflotten aus anderen EU-L\u00e4ndern \u00f6ffnen? W\u00fcrde es seine nationale Kontrolle \u00fcber Quoten verlieren und m\u00fcsste das Land wom\u00f6glich eine \u00dcberfischung seiner Best\u00e4nde bef\u00fcrchten?\n  <\/p>\n<p>            In der Gemeinschaft\u00a0ist\u00a0das Momentum f\u00fcr die EU-Erweiterung so stark wie seit Langem nicht mehr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWir alle wissen, wie sensibel und emotional das Thema Fischerei ist\u201c, sagt Hayer. \u201eAngesichts der aktuellen geopolitischen Lage k\u00f6nnen wir es uns aber nicht leisten, den gesamten Erweiterungsprozess wegen eines wichtigen, aber sektorspezifischen Themas zu blockieren.\u201c Stattdessen erwartet sie Reformen und Pragmatismus. Es gehe darum, auch mit zehn oder 15 L\u00e4ndern voranzugehen statt stets darauf zu warten, dass alle Mitgliedstaaten gleichzeitig bereit sind. Ein Europa der unterschiedlichen Geschwindigkeiten \u2013 das Modell der flexiblen Integration ist nicht neu, die Idee im Trend.\u00a0\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/images.mgpd.de\/img\/114796661\/crop\/c16_9-w100\/35161379\/27039773\/590881904.jpg\" alt=\"Die Ukraine mit Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj k\u00f6nnte einen Mittelweg zwischen EU-Vollmitgliedschaft und Kandidaten-Schwebezustand einschlagen.\" title=\"Die Ukraine mit Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj k\u00f6nnte einen Mittelweg zwischen EU-Vollmitgliedschaft und Kandidaten-Schwebezustand einschlagen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Die Ukraine mit Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj k\u00f6nnte einen Mittelweg zwischen EU-Vollmitgliedschaft und Kandidaten-Schwebezustand einschlagen.<br \/>\n    Foto: Michael Kappeler, dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Die Ukraine mit Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj k\u00f6nnte einen Mittelweg zwischen EU-Vollmitgliedschaft und Kandidaten-Schwebezustand einschlagen.<br \/>\n    Foto: Michael Kappeler, dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In der Gemeinschaft\u00a0ist\u00a0<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/warum-die-ukraine-naeher-an-die-eu-ruecken-soll-114282397\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">das Momentum f\u00fcr die EU-Erweiterung<\/a> so stark wie seit Langem nicht mehr, nachdem Russlands Vollinvasion in die <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-ukraine-konflikt\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ukraine<\/a> den stockenden Prozess wieder angesto\u00dfen hat. Bundeskanzler Friedrich Merz etwa will Beitrittskandidaten wie die Ukraine und Moldau enger an Europa binden, beispielsweise in Form eines abgestuften Modells, sodass Kiew einen Mittelweg zwischen Vollmitgliedschaft und Kandidaten-Schwebezustand einschlagen k\u00f6nnte. Gleichberechtigt am Tisch der aktuell 27 Staatenlenker w\u00fcrde\u00a0das kriegsgebeutelte Land\u00a0nicht sitzen. Neben dem aussichtsreichsten Bewerber Montenegro geh\u00f6ren zudem\u00a0Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Nordmazedonien und Serbien zum Kreis der Westbalkanstaaten, die seit Jahren voller Frust auf die Mitgliedschaft warten, weil weiterhin Probleme bei Rechtsstaatlichkeit und Regierungsf\u00fchrung bestehen.\u00a0\n  <\/p>\n<p>            Eine knappe Mehrheit\u00a0\u2013 53,1 Prozent der Isl\u00e4nder \u2013 w\u00fcrde laut j\u00fcngster Umfrage f\u00fcr die Wiederaufnahme der Gespr\u00e4che stimmen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eIsland ist viel besser vorbereitet, weil es unsere Standards bereits erf\u00fcllt\u201c, sagt die Liberale Hayer und appelliert an ihre EU-Kollegen, \u201edass wir agiler, schneller und strategischer handeln\u201c, ergo: den Isl\u00e4ndern schon allein aus Eigeninteresse entgegenkommen. In der Arktis b\u00fcndelten sich\u00a0auch\u00a0nahezu alle gro\u00dfen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, ob es um nat\u00fcrliche Ressourcen, kritische Rohstoffe\u00a0oder\u00a0Verteidigungs- und Sicherheitsfragen\u00a0geht. Hayer hofft zudem auf eine Signalwirkung: \u201eWir m\u00fcssen unseren B\u00fcrgern zeigen: Unser Modell ist so attraktiv, dass selbst L\u00e4nder, die wohlhabender sind als wir, Teil der EU werden wollen.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine knappe Mehrheit\u00a0\u2013 53,1 Prozent der Isl\u00e4nder \u2013 w\u00fcrde laut j\u00fcngster Umfrage f\u00fcr die Wiederaufnahme der Gespr\u00e4che stimmen. Vielleicht wird Islands europ\u00e4ische Zukunft also bald in Br\u00fcssel ausgehandelt. Ob sie\u00a0Wirklichkeit wird, entscheidet sich jedoch auf den Fanggr\u00fcnden des Nordatlantiks.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kamil legt ein St\u00fcck Kabeljau in den Teig und l\u00e4sst es ins hei\u00dfe \u00d6l gleiten. 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