{"id":1194988,"date":"2026-07-26T20:55:19","date_gmt":"2026-07-26T20:55:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1194988\/"},"modified":"2026-07-26T20:55:19","modified_gmt":"2026-07-26T20:55:19","slug":"eine-umleitung-fuer-mehr-lebensqualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1194988\/","title":{"rendered":"Eine Umleitung f\u00fcr mehr Lebensqualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>\t\t<a href=\"https:\/\/www.allesmuenster.de\/cms\/wp-content\/uploads\/clemenshospital-domagk.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-133680 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/clemenshospital-domagk-300x200.jpg\" alt=\"Prof. Dr. Dirk Domagk (r.) freut sich mit J\u00fcrgen Rehorst (l.) \u00fcber den erfolgreichen Eingriff. (Foto: Alexianer)\" width=\"300\" height=\"200\"  \/><\/a>Prof. Dr. Dirk Domagk (r.) freut sich mit J\u00fcrgen Rehorst (l.) \u00fcber den erfolgreichen Eingriff. (Foto: Alexianer)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Mit einem Kugelschreiber skizziert Prof. Dr. Dirk Domagk, Chefarzt der Klinik f\u00fcr Gastroenterologie des Clemenshospitals, mit wenigen Strichen die Anatomie von Magen und Zw\u00f6lffingerdarm auf einem Blatt Papier. \u201eHier, am Anfang des Zw\u00f6lffingerdarms, m\u00fcndet der gemeinsame Gang von Galle und Bauchspeicheldr\u00fcse in den Darm. Wenn dieser Bereich beispielsweise von einem Tumor der Bauchspeicheldr\u00fcse eingeengt ist, haben die Betroffenen sehr starke Beschwerden.\u201c Dieser Verlauf ist nicht selten, etwa 20 Prozent der Betroffenen entwickeln dieses sogenannte Gastric Outlet-Syndrom, das zu einem schnellen S\u00e4ttigungsgef\u00fchl, Appetitlosigkeit, \u00dcbelkeit und Erbrechen f\u00fchren kann.<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So war es auch bei J\u00fcrgen Rehorst: Der Tumor dr\u00fcckte bereits so stark auf den Zw\u00f6lffingerdarm, dass dieser nahezu verschlossen war. \u201eEssen und Trinken war nicht mehr m\u00f6glich, nicht mal Wasser\u201c, berichtet Rehorst. Sein Hausarzt riet ihm dringend, einen Termin im Clemenshospital, einer Klinik des Alexianer-Verbunds, zu vereinbaren. \u201eIn solchen F\u00e4llen gibt es zwar chirurgische M\u00f6glichkeiten, die jedoch das Risiko von Komplikationen bergen. Das kostet Zeit, die der Patient nicht mehr hat\u201c, erl\u00e4utert Domagk.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Gastroenterologe schlug Rehorst deshalb einen anderen, deutlich schonenderen Weg vor. Mit einem speziellen Endoskop der neuesten Generation, das \u00fcber einen Ultraschallkopf verf\u00fcgt, konnte Domagk mittels eines r\u00f6hrenf\u00f6rmigen Metallgeflechts, eines sogenannten Stents, eine Verbindung zwischen Magen und D\u00fcnndarm schaffen. Auf diese Weise wird die Engstelle umgangen, sodass der Mageninhalt wieder ungehindert in den Darm flie\u00dfen kann. \u201eMit der Technik der Endosonographie k\u00f6nnen wir mittels endoskopischen Ultraschalls durch die Magenwand den dahinterliegenden, mit Wasser gef\u00fcllten D\u00fcnndarm erkennen. Das ist entscheidend f\u00fcr diesen Eingriff\u201c, beschreibt Domagk einen zentralen Aspekt des Verfahrens, der in der Fachwelt als \u201eEUS-Gastroenterostomie\u201c bezeichnet wird.<\/p>\n<p>Wieder Energie f\u00fcr die Krebstherapie<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unmittelbar nach dem Eingriff ging es J\u00fcrgen Rehorst zusehends besser. Der 59-J\u00e4hrige konnte am Folgetag schon wieder normal essen und trinken. \u201eJetzt habe ich wieder die Energie, um die Chemotherapien durchf\u00fchren zu lassen. Daran war vorher \u00fcberhaupt nicht zu denken!\u201c Durch diesen Eingriff kann er zeitnah wieder seine Tumortherapie aufnehmen. Die gro\u00dfe Erleichterung \u00fcber den Eingriff, der ihn von einer langen, mehrmonatigen Leidenszeit befreit hat, ist J\u00fcrgen Rehorst anzumerken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Prof. Dr. Dirk Domagk freut sich mit seinem Patienten \u00fcber den Erfolg dieser gelungenen Premiere. Gleichzeitig bedauert er, dass die Methode selbst unter Medizinerinnen und Medizinern noch relativ unbekannt ist: \u201eViele \u00c4rzte und Patienten wissen gar nicht, dass es diese M\u00f6glichkeit gibt, und nehmen unn\u00f6tig Schmerzen und \u00dcbelkeit in Kauf.\u201c Dem Chefarzt des Clemenshospitals ist es wichtig zu betonen, dass dieser Erfolg nicht allein sein Verdienst sei: \u201eDas ist immer das Ergebnis von Teamarbeit.\u201c Die Tumorzentren des Clemenshospitals, der ebenfalls zu den Alexianern geh\u00f6renden Raphaelsklinik und der Fachklinik Hornheide sind in der M\u00fcnsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs) zusammengeschlossen, um Patienten wie J\u00fcrgen Rehorst tr\u00e4ger\u00fcbergreifend helfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Prof. Dr. Dirk Domagk (r.) freut sich mit J\u00fcrgen Rehorst (l.) \u00fcber den erfolgreichen Eingriff. 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