{"id":1196192,"date":"2026-07-27T10:23:16","date_gmt":"2026-07-27T10:23:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1196192\/"},"modified":"2026-07-27T10:23:16","modified_gmt":"2026-07-27T10:23:16","slug":"leserbriefe-zu-den-muenchner-kammerspielen-muenchens-kulturmanagement-ihre-sz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1196192\/","title":{"rendered":"Leserbriefe zu den M\u00fcnchner Kammerspielen: M\u00fcnchens Kulturmanagement &#8211; Ihre SZ"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Essay <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/muenchen-kammerspiele-barbara-mundel-wolfram-weimer-kultur-deutschland-afd-li.3513279\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eWir werden uns noch wundern\u201c<\/a> vom 10. Juli:<\/p>\n<p>Missachtung der Kultur<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der SZ danken wir als Leser f\u00fcr die umfangreiche, sachliche Information, die eine \u00f6ffentliche Diskussion erst erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass die Stadtspitze diesen Intendanz-Wechsel jetzt als einen ganz normalen Amtsvorgang darstellt, wird seiner weitreichenden Bedeutung f\u00fcr den Stellenwert der Kultur und der Anziehungskraft des Standortes <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> in keiner Weise gerecht. Letztlich entscheiden die Besucher der Kammerspiele \u00fcber den Erfolg des Theaters mit seinen anerkannten Qualit\u00e4ten, die von der Theaterwelt geb\u00fchrend gew\u00fcrdigt wurden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Au\u00dferdem haben sich die Kammerspiele in den letzten Jahren um die Inklusion in au\u00dfergew\u00f6hnlicher Weise verdient gemacht und daran auch nach anf\u00e4nglich harscher Kritik, auch von der SZ, unbeirrt festgehalten. Der Erfolg der Kammerspiele h\u00e4tte es nahegelegt, auch die \u00d6ffentlichkeit, ohne die eine optimale Auslastung nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, \u00fcber die Pl\u00e4ne der Stadt f\u00fcr den Intendantenwechsel fr\u00fchzeitig zu informieren, anstatt die Ausschreibung \u201eunter dem Radar\u201c voranzutreiben. Da bleiben viele Fragen offen. Wie wenig der Stadtspitze an einem achtsamen Umgang mit der Intendanz und damit auch mit dieser herausragenden kulturellen Institution gelegen ist, hat die Entscheidung f\u00fcr eine Ausschreibung ohne ein vorheriges Gespr\u00e4ch mit der Intendantin gezeigt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Eva und Michael Duhnkrack,\u00a0M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Essay fehlgeschlagen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Was ich da im Feuilleton gelesen habe, hat mich vom Stil her einigerma\u00dfen schockiert: Da beschr\u00e4nkt sich der Autor nicht aufs eigentliche Thema, die Intendanz der Kammerspiele und deren Fortsetzung, sondern nutzt die Gelegenheit, sich \u00fcber alles auszukotzen, was ihm in M\u00fcnchen nicht gef\u00e4llt. Da wird das Rathaus als \u201eH\u00f6lle\u201c tituliert und der \u201erasend beliebte\u201c Oberb\u00fcrgermeister (neidisch?) und die zweite B\u00fcrgermeisterin als \u201eBimmel und Bommel\u201c verunglimpft. Doch damit nicht genug: Auch Stra\u00dfenfeste, bei denen sich das einfache Volk mit Banalit\u00e4ten vergn\u00fcgt, werden thematisiert, weil die daf\u00fcr gesperrten Stra\u00dfen (kenne ich eigentlich nur am Wochenende) es dem Autor als Elternteil mit Termindruck unm\u00f6glich machen, rechtzeitig sein Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Muss man bei einem Essay in der Rubrik \u201eDebatte\u201c erwarten, dass sich der Autor mit dem Text ohne R\u00fccksicht auf gesellschaftliche Verluste selbst therapiert? Ein bisschen Kulturkampf vom Kulturexperten? \u201eDie essayistische Methode ist eine experimentelle Art, sich dem Gegenstand der \u00dcberlegungen zu n\u00e4hern und ihn aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten\u201c, schreibt Wikipedia. In den oben genannten Punkten scheint mir das Experiment fehlgeschlagen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Roland Barfus, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>W\u00fcrdelos und unvern\u00fcnftig<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dass Marek Wiechers als Kulturreferent f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre best\u00e4tigt wurde, ist die einzige vern\u00fcnftige Entscheidung. Viele werden sich erinnern: Michael Piazolo, der kurz f\u00fcr den Posten im Raum stand, hat als bayerischer Bildungsminister in der Coronazeit alles andere als ein vertrauensw\u00fcrdiges Bild abgegeben, und beim Vergleich der Kulturprogramme im Wahlkampf zeichnen sich die Freien W\u00e4hler dadurch aus, dass sie \u00fcberhaupt keins hatten. Einen neuen Kulturreferenten zu installieren, h\u00e4tte in der gegenw\u00e4rtigen Haushaltslage nur zu einem Chaos gef\u00fchrt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die zweite einzig richtige Entscheidung, die nun getroffen werden muss, betrifft die Kammerspiele: Barbara Mundel muss so lange verl\u00e4ngert werden, wie sie bereit ist zu verl\u00e4ngern. Sie hat in den letzten zwei Jahren das Stadttheater an der Maximilianstra\u00dfe zu einem k\u00fcnstlerisch hochrangigen Ort gemacht. Sie hat es geschafft, die Kammerspiele aus einer tiefen Talsohle zu knapp 80 Prozent Auslastung zu f\u00fchren. Sie macht ein Programm, dessen Publikum sich sichtbar verj\u00fcngt hat, wo Diskurse m\u00f6glich sind und Anfeindungen ausgehalten werden. Der Umgang der st\u00e4dtischen Politik und Verwaltung mit ihr ist, wie der SZ-Autor in seinem leidenschaftlichen Essay schreibt, einfach nur unterirdisch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Umgang von Verwaltung (Wiechers) und Politik mit Barbara Mundel ist haarstr\u00e4ubend w\u00fcrdelos.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Christiane Pfau, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Zu unsichtbare Intendanz<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das vehemente Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Intendantin der Kammerspiele inklusive der Abrechnung mit dem bundesweiten Kulturmanagement habe ich interessiert gelesen, aber Zeile f\u00fcr Zeile zunehmend als polemisch empfunden. Besagte Frau Mundel hat sechs Jahre unentdeckt gebl\u00fcht und soll anscheinend wie weiland Dornr\u00f6schen entdeckt werden. Nur findet sich kein Prinz, selbst der medienoffene Herr Krause packt nicht zu.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Als theateraffiner alter Mann habe ich mich schon zu Lilienthals Zeiten ins Volkstheater gefl\u00fcchtet, wo auch zukunftstr\u00e4chtiges Theater versucht wird, vielleicht etwas kompatibler, als Frau Mundel es servierte. Selbst Becks durchgekl\u00fcgelte, leicht antiseptische Resi-Kost war noch vertr\u00e4glicher als Mundels Men\u00fc. Hat sie doch \u00fcber die Medien zu verstehen gegeben, dass die Publikumsquote kein Qualit\u00e4tsmerkmal sei. St\u00fcckls vielleicht oft zu gef\u00e4llige, publikumsnahe Inszenierungen gefallen halt doch anscheinend. Inszenierungen zum Anfassen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Frau Mundel w\u00e4re gut beraten gewesen, mehr mit der Stadtgesellschaft in Interaktion zu treten. Dazu geh\u00f6rt nicht nur die eigene Fan-Blase. Wenn man Bertolt Brecht in der Ahnenliste hat, dann sollte man hin und wieder auch an ihn denken. Die im Dunkeln sieht man nicht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Georg Glasl, M\u00fcnchen<\/p>\n<p>Hinweis<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Leserbriefe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leserbriefe<\/a> sind in keinem Fall Meinungs\u00e4u\u00dferungen der Redaktion, sie d\u00fcrfen gek\u00fcrzt und in allen Ausgaben und Kan\u00e4len der S\u00fcddeutschen Zeitung, gedruckt wie digital, ver\u00f6ffentlicht werden, stets unter Angabe von Vor- und Nachname und des Wohnorts. Schreiben Sie Ihre Beitr\u00e4ge unter Bezugnahme auf die jeweiligen SZ-Artikel an forum@sz.de. Bitte geben Sie f\u00fcr R\u00fcckfragen Ihre Adresse und Telefonnummer an. Postalisch erreichen Sie uns unter S\u00fcddeutsche Zeitung, Forum &amp; Leserdialog, Hultschiner Str. 8, 81677 M\u00fcnchen, per Fax unter 089\/2183-8530.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Essay \u201eWir werden uns noch wundern\u201c vom 10. 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