{"id":1197,"date":"2025-04-01T20:33:14","date_gmt":"2025-04-01T20:33:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1197\/"},"modified":"2025-04-01T20:33:14","modified_gmt":"2025-04-01T20:33:14","slug":"aerztevertreter-fordern-strafen-fuer-termin-schwaenzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1197\/","title":{"rendered":"\u00c4rztevertreter fordern Strafen f\u00fcr Termin-Schw\u00e4nzer"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 01.04.2025 16:57 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Einen Termin beim Arzt ausmachen, aber nicht hingehen: Dieses Verhalten nehme zu, beklagen \u00c4rztevertreter und fordern eine Strafgeb\u00fchr. Kritik an dem Vorsto\u00df kommt von Patientensch\u00fctzern und Gewerkschaften.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAngesichts langer Wartezeiten in vielen Praxen fordern \u00c4rztevertreter erneut Strafgeb\u00fchren f\u00fcr Kassenpatienten, die gebuchte Termine platzen lassen. Sie begr\u00fcnden diese Forderung mit der hohen Zahl vers\u00e4umter Termine, die dann f\u00fcr andere Patientinnen und Patenten nicht mehr zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Der Vorsto\u00df ruft scharfen Widerspruch hervor &#8211; unter anderem von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), Patientensch\u00fctzern und Gewerkschaften.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Vorsitzende der Kassen\u00e4rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sagte der Bild-Zeitung, mittlerweile w\u00fcrden zehn bis 20 Prozent der gebuchten Arzttermine nicht mehr wahrgenommen. Er fordert eine Ausfallgeb\u00fchr f\u00fcr Patienten in H\u00f6he von zehn bis 20 Euro. Diese &#8222;No-Show-Geb\u00fchr&#8220; solle &#8222;von den Krankenkassen zu zahlen sein&#8220;, sagte Gassen.<\/p>\n<p>    &#8222;Mittlerweile ein echtes Problem&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Deutschlandfunk sagte Gassen, verpasste Termine seien &#8222;mittlerweile ein echtes Problem&#8220;. Er verwies als Beispiel auf hochspezialisierte technische Untersuchungen wie etwa Kernspin-Scans oder auf Operationstermine: Wenn Patienten hier nicht erscheinen w\u00fcrden, k\u00f6nnten die Termine kurzfristig in der Regel nicht neu vergeben werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine noch h\u00f6here Geb\u00fchr als Gassen brachte der Bundesverband der Kinder- und Jugend\u00e4rzte ins Gespr\u00e4ch. Er halte ein &#8222;Ausfallhonorar von bis zu 100 Euro, je nach L\u00e4nge des vorgesehenen Termins&#8220;, f\u00fcr erforderlich, sagte Vorstandsmitglied Jakob Maske der Bild-Zeitung.\u00a0Es sei &#8222;nicht mehr zu akzeptieren, dass Patienten Termine verbindlich vereinbaren und diese nicht wahrnehmen&#8220;, begr\u00fcndete Maske seinen Vorsto\u00df. Die Ausfallgeb\u00fchr solle Patienten f\u00fcr diesen Missstand &#8222;sensibilisieren&#8220;.<\/p>\n<p>    Lauterbach sieht Problem bei Wartezeiten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGesundheitsminister Lauterbach kritisierte die Forderungen. &#8222;Es ist unvorstellbar, dass gerade \u00e4rmere Eltern 100 Euro bezahlen, wenn sie einen Arzttermin mit ihrem Kind nicht wahrnehmen k\u00f6nnen&#8220;, sagte er. &#8222;Unser wichtigstes Problem ist nicht, dass Patienten ihre Arzttermine nicht wahrnehmen. Das Problem ist vielmehr, dass Patienten keine Arzttermine bekommen oder sehr lange auf Termine warten m\u00fcssen.&#8220; Deshalb brauche es eine Termingarantie, so Lauterbach.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnion und SPD hatten in ihren Koalitionsgespr\u00e4chen vereinbart, f\u00fcr gesetzlich Krankenversicherte eine solche Termingarantie einzuf\u00fchren. KBV-Chef Gassen kritisierte den Plan im Deutschlandfunk als &#8222;nicht wirklich durchdacht&#8220;. Eine Termingarantie mache erst recht wenig Sinn, wenn viele Termine dann gar nicht von den Patienten wahrgenommen w\u00fcrden. &#8222;Der Ruf des Gesetzgebers, die Praxen m\u00fcssten mehr Termine vergeben, verhallt da im Raum&#8220;, sagte Gassen.<\/p>\n<p>    &#8222;Versicherte nicht unter Generalverdacht stellen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisierte die Vorschl\u00e4ge der \u00c4rzteverb\u00e4nde als &#8222;absurd&#8220;. Die Versicherten w\u00fcrden so &#8222;unter Generalverdacht gestellt, Praxen auszunutzen&#8220;, erkl\u00e4rte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. N\u00f6tig sei &#8222;eine funktionierende, fl\u00e4chendeckende ambulante Versorgung, damit Terminnot erst gar nicht entsteht&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n\u00c4hnlich argumentierte die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Als &#8222;gr\u00f6\u00dftes Problem&#8220; bezeichnete es Stiftungsvorstand Eugen Brysch, dass Praxen f\u00fcr gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten oft nicht ausreichend zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden.\u00a0&#8222;\u00dcberf\u00e4llig ist eine systematische \u00dcberpr\u00fcfung der Pr\u00e4senzzeiten der Vertragspraxen&#8220;, erkl\u00e4rte Brysch. &#8222;Auch ist sicherzustellen, dass zu dieser Zeit keine Privatpatienten behandelt werden.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.04.2025 16:57 Uhr Einen Termin beim Arzt ausmachen, aber nicht hingehen: Dieses Verhalten nehme zu, beklagen \u00c4rztevertreter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1198,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[1379,1380,13,1381,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-1197","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-arzttermin","9":"tag-ausfallgebuehr","10":"tag-headlines","11":"tag-lauterbach","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114264618475913840","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1197","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1197"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1197\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1198"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1197"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1197"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1197"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}