{"id":1197015,"date":"2026-07-27T18:29:31","date_gmt":"2026-07-27T18:29:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1197015\/"},"modified":"2026-07-27T18:29:31","modified_gmt":"2026-07-27T18:29:31","slug":"allianz-gegen-chinas-dominanz-usa-und-partner-schmieden-6g-sicherheitspakt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1197015\/","title":{"rendered":"Allianz gegen Chinas Dominanz: USA und Partner schmieden 6G-Sicherheitspakt"},"content":{"rendered":"<p>Die US-Regierung hat gemeinsam mit \u00fcber 20 Partnerstaaten eine globale Allianz ins Leben gerufen, um die Entwicklung sicherer 6G-Mobilfunknetze voranzutreiben. Dem B\u00fcndnis geh\u00f6ren neben den USA 24 weitere Nationen an, darunter Deutschland, Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Australien, S\u00fcdkorea, Kanada, Finnland und Schweden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Ziel der Initiative, die am Montag einen <a href=\"https:\/\/www.caleaeuropeana.ro\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/call-to-action-for-6g-leadership-and-security.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">\u201eAufruf zum Handeln f\u00fcr F\u00fchrung und Sicherheit bei 6G\u201c<\/a> lanciert hat, ist eine engmaschige internationale Koordinierung. Jahre bevor die ersten kommerziellen 6G-Netze im Laufe der 2030er Jahre die bisherigen 5G-Infrastrukturen abl\u00f6sen d\u00fcrften, wollen die beteiligten Regierungen verbindliche Sicherheitsarchitekturen definieren, Lieferketten absichern und den technologischen Standards ihren Stempel aufdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Das B\u00fcndnis zieht damit auch Konsequenzen aus dem geopolitischen Streit \u00fcber die f\u00fcnfte Generation. Der weltweite Wettlauf um 5G entwickelte sich \u00fcber Jahre hinweg zu einem Schauplatz des Konflikts zwischen den USA und China. Aus Gr\u00fcnden der nationalen Sicherheit <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/US-Regierung-will-Netzwerke-und-Apps-von-Chinesen-saeubern-5025920.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">warnten die USA eindringlich<\/a> vor dem Einsatz von Komponenten chinesischer Telekommunikationskonzerne wie Huawei oder ZTE. Sie dr\u00e4ngten ihre Partner immer wieder dazu, diese <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/5G-Sicherheitsnetz-Bund-besiegelt-Aus-fuer-Huawei-und-ZTE-bis-2029-11243788.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">aus kritischen Infrastrukturen zu verbannen<\/a>. Das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Milliardenlast-fuer-Europas-Netze-Der-teure-Abschied-von-Huawei-und-ZTE-11376401.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">k\u00f6nnte in der EU teuer werden<\/a>.<\/p>\n<p>In den USA selbst <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ausbau-von-Huawei-und-ZTE-kostet-USA-viel-mehr-als-budgetiert-6359746.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">flossen Milliarden an F\u00f6rdermitteln<\/a>, um entsprechende Netztechnik nachtr\u00e4glich aus dem l\u00e4ndlichen Raum zu entfernen. Mit dem neuen 6G-Pakt soll das verhindert werden. Washington strebt dieses Mal fr\u00fchzeitig eine Gegenposition zu Chinas weltweiten Telekommunikationsambitionen an. Die enge Zusammenarbeit mit technologisch f\u00fchrenden Partnern gilt als Schl\u00fcssel, um international einheitliche Normen durchzusetzen, bevor gegnerische Akteure Fakten schaffen.<\/p>\n<p>Sicherheit als Schl\u00fcsselfrage im Systemwettbewerb<\/p>\n<p>Besonders dringlich wird das Einberufen des B\u00fcndnisses durch den bevorstehenden Terminplan der internationalen Telekommunikationspolitik. Bereits 2027 steht in Shanghai die n\u00e4chste Weltfunkkonferenz der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) auf der Agenda. Auf dieser Tagung verhandeln Staaten \u00fcber essenzielle Frequenzspektren und grundlegende technische Rahmenbedingungen. Die Leiterin der in den USA federf\u00fchrenden Beh\u00f6rde, der National Telecommunications and Information Administration (NTIA), Arielle Roth, betonte, dass sich 6G drastisch von 5G unterscheiden werde und daher eine g\u00e4nzlich neue Strategie erfordere.<\/p>\n<p>Die k\u00fcnftige Netzgeneration bildet Roth zufolge nicht mehr nur die Basis f\u00fcr klassische Smartphones. Vielmehr fungiere 6G als R\u00fcckgrat f\u00fcr zukunftsweisende Schl\u00fcsseltechnologien. Das Spektrum reiche von K\u00fcnstlicher Intelligenz und autonomen Systemen \u00fcber vernetzte Industrieproduktion bis zu milit\u00e4rischen Sicherheitsanwendungen. Wenn die Infrastruktur derart tief in gesellschaftliche Kernbereiche eingreife, werde Netzsicherheit unmittelbar zur Frage nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t.<\/p>\n<p>In ihrer gemeinsamen Erkl\u00e4rung verpflichten sich die Unterzeichnerstaaten zur Schaffung eines offenen, interoperablen, ressourceneffizienten und KI-gest\u00fctzten globalen Kommunikationssystems. Sie unterstreichen, dass global vernetzte Systeme naturgem\u00e4\u00df Abh\u00e4ngigkeiten schaffen und Cyberrisiken bergen. Um diesen Gefahren vorzubeugen, setzt die Initiative auf einen konkreten Zeitplan. Innerhalb des ersten Monats wollen alle beteiligten Regierungen spezialisierte Ansprechpartner und koordinierende Beh\u00f6rden benennen sowie Kontaktlisten austauschen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Parallel dazu soll eine Bestandsaufnahme relevanter Akteure aus Industrie und Wissenschaft stattfinden. Im folgenden Vierteljahr sind intensive Konsultationen mit der Privatwirtschaft geplant, um Hindernisse f\u00fcr eine globale 6G-F\u00fchrungsrolle zu identifizieren.<\/p>\n<p>Fahrplan f\u00fcr die Infrastruktur der Zukunft<\/p>\n<p>Innerhalb von sechs Monaten beabsichtigen die Partner, Strategien f\u00fcr langfristig widerstandsf\u00e4hige Lieferketten zu entwickeln und 6G-Sicherheitsfragen fest in nationalen Strategiepl\u00e4nen zu verankern. Nach einem Jahr steht schlie\u00dflich ein pers\u00f6nliches Spitzentreffen an, um die erzielten Fortschritte zu bewerten, bew\u00e4hrte Praxisbeispiele auszutauschen und gemeinsame Priorit\u00e4ten festzulegen.<\/p>\n<p>Langfristig deckt die Kooperation laut dem \u201eCall to Action\u201c ein weites Feld ab. Es geht um gemeinsame Forschungsf\u00f6rderung und Risikobewertung bei Netzinvestitionen ebenso wie um abgestimmte Positionen in internationalen Standardisierungsgremien. Der Vorsto\u00df f\u00fcgt sich nahtlos in die Strategie der US-Regierung unter Donald Trump ein. Trotz damit verkn\u00fcpfter diplomatischer Herausforderungen soll die Initiative demonstrieren, dass gleichgesinnte Nationen bei der Gestaltung der digitalen Zukunft an einem Strang ziehen. Eine erste <a href=\"https:\/\/www.csis.org\/events\/launching-international-call-action-6g-leadership-and-security\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">\u00f6ffentliche Debatte dazu<\/a> ist f\u00fcr Mittwoch anberaumt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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