{"id":119896,"date":"2025-05-18T09:08:12","date_gmt":"2025-05-18T09:08:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/119896\/"},"modified":"2025-05-18T09:08:12","modified_gmt":"2025-05-18T09:08:12","slug":"ihr-kurzes-leben-in-der-hauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/119896\/","title":{"rendered":"Ihr kurzes Leben in der Hauptstadt"},"content":{"rendered":"<p>Umstrittenes Verkehrsmittel <\/p>\n<p>Die Magnetschwebebahn in Berlin: Warum das Projekt scheiterte<\/p>\n<p>Aktualisiert am 18.05.2025 &#8211; 09:00 UhrLesedauer: 2 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 focus-within:text-magenta block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2023\/11\/ACCe8dQ50dn2\/0x104:2048x1152\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/die-magnetbahn-im-jahr-1991-berlin-will-den-einsatz-einer-magnetschwebebahn-in-der-hauptstadt-auf-einer-pilotstrecke-testen.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/die-magnetbahn-im-jahr-1991-berlin-will-den-einsatz-einer-magnetschwebebahn-in-der-hauptstadt-auf-ei.jpeg\" alt=\"Berliner M-Bahn\" title=\"Berliner M-Bahn\" width=\"2048\" height=\"1152\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex w-full max-w-full h-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/zoom-in.f7dae02f.svg.svg+xml\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"&#10;        block&#10;        h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)]&#10;        w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)]&#10;        max-w-none&#10;        absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Die Magnetbahn im Jahr 1991 (Archivbild): Berlin wollte den Einsatz einer Magnetschwebebahn in der Hauptstadt auf einer Pilotstrecke testen. (Quelle: Bernd Settnik\/dpa-Zentralbild\/dpa\/dpa)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Eine Magnetschwebebahn mitten in Berlin: Was heute unvorstellbar klingt, war Ende der 80er f\u00fcr knapp zwei Jahre Realit\u00e4t. Doch das Projekt war umstritten \u2013 auch wegen einiger Zwischenf\u00e4lle.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Eine Magnetschwebebahn in der Hauptstadt: Das hatte sich der aktuelle Senat unter B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) bei Amtsantritt in den Kopf gesetzt. Seit letztem Jahr ist klar: Die Pl\u00e4ne sind erstmal ausgesetzt, eine angek\u00fcndigte Machbarkeitsstudie wird nicht mehr verfolgt.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch Ende der 1980er Jahre war der Traum einer Magnetschwebebahn f\u00fcr zwei Jahre Realit\u00e4t. Zwischen Gleisdreieck, der Philharmonie (Kemperplatz) und sp\u00e4ter dem <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/potsdamer-platz\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Potsdamer Platz<\/a> konnten Fahrg\u00e4ste kostenlos einsteigen. Bis der erste Mensch mitfahren konnte, durchliefen die M-Bahnen zahlreiche Testfahrten \u2013 mit zum Teil besorgniserregenden Unf\u00e4llen und einem Brandanschlag.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Idee zur M-Bahn entstand aus der Not. Nach dem Mauerbau 1961 lag der U-Bahnhof Gleisdreieck auf West-Berliner Seite brach, ebenso ein Teilst\u00fcck der U-Bahn-Linie U2. Mit der M-Bahn wollte man ein St\u00fcck dieser Trasse wiederbeleben \u2013 und gleichzeitig mit modernster Technik gl\u00e4nzen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ab 1984 wurde zwischen Gleisdreieck und Kemperplatz der Testbetrieb aufgenommen, zun\u00e4chst auf einem 1,6 Kilometer langen Abschnitt. Die Strecke sollte sp\u00e4ter verl\u00e4ngert und in das Berliner Nahverkehrsnetz integriert werden. Doch schon in der Planungsphase stie\u00df das Vorhaben auf Kritik, vor allem wegen der hohen Kosten, dem geringen Nutzen und der unklaren Zukunft des Projekts.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Der Testbetrieb gestaltete sich alles andere als reibungslos. Die eingesetzte Magnetschwebetechnik war neuartig und st\u00f6ranf\u00e4llig. Immer wieder kam es zu Problemen bei der Steuerung, den Magneten oder den Stromversorgungsanlagen. Vor allem aber h\u00e4uften sich Unf\u00e4lle und sicherheitsrelevante Zwischenf\u00e4lle.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im M\u00e4rz 1988 ereignete sich ein Unfall, als ein M-Bahn-Fahrzeug ungebremst eine verglaste Au\u00dfenwand durchbrach. Ein technischer Defekt hatte das Sicherheitssystem versagen lassen. Das Fahrzeug wurde stark besch\u00e4digt, es gab keine Verletzten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ein weiterer Vorfall zeigte im Sommer 1987 die Unzufriedenheit einiger Menschen mit der M-Bahn: Unbekannte T\u00e4ter setzten einen der Z\u00fcge in Brand, das Fahrzeug brannte vollst\u00e4ndig aus. Die Ermittlungen f\u00fchrten nie zu einer Verurteilung, doch der Imageschaden war gro\u00df. Der Vorfall f\u00fchrte zu einer Unterbrechung des Testbetriebs und verz\u00f6gerte den geplanten Beginn des Fahrgastverkehrs.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Trotz aller R\u00fcckschl\u00e4ge wurde die M-Bahn am 28. August 1989 offiziell f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr freigegeben. Nur wenige Wochen nach der Er\u00f6ffnung fiel die Berliner Mauer.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Damit wurde die urspr\u00fcngliche U2-Strecke wieder ben\u00f6tigt, auf deren Trasse die M-Bahn rollte. Die Folge: Bereits im Juli 1991 wurde der Betrieb eingestellt. Ein Jahr sp\u00e4ter begann der Abriss. In keiner deutschen Stadt gibt es heute eine Magnetschwebebahn. Immer wieder gab es Projekte f\u00fcr Strecken etwa in <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/muenchen.t-online.de\/region\/muenchen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\">M\u00fcnchen<\/a> und <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/hamburg.t-online.de\/region\/hamburg\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\">Hamburg<\/a>, die aber aufgrund hoher Kosten oder anderer Faktoren abgebrochen wurden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/region\/berlin\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Berlin<\/a> sieht es so aus, als w\u00e4re die Idee einer Renaissance der Magnetschwebebahn in der laufenden Legislaturperiode erst einmal nicht m\u00f6glich sein. Die Senatsverwaltung teilte dem rbb im Oktober 2024 mit, dass sie sich mit den Berliner Verkehrsbetrieben <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/bvg\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BVG<\/a> darauf verst\u00e4ndigt habe, ein &#8222;Mobilit\u00e4tskonzept mit Blick auf die Jahre bis 2035&#8220; zu entwickeln. Ob darin eine Magnetschwebebahn in Betracht gezogen wird, bleibt vorerst unklar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Umstrittenes Verkehrsmittel Die Magnetschwebebahn in Berlin: Warum das Projekt scheiterte Aktualisiert am 18.05.2025 &#8211; 09:00 UhrLesedauer: 2 Min.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":119897,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,31,29,514,30,2384,20004,7498,19804],"class_list":{"0":"post-119896","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-cdu","10":"tag-deutschland","11":"tag-fahrzeug","12":"tag-germany","13":"tag-kai-wegner","14":"tag-magnetschwebebahn","15":"tag-potsdamer-platz","16":"tag-verkehrsmittel"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114528053149063307","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119896","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=119896"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/119896\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/119897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=119896"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=119896"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=119896"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}