{"id":1199092,"date":"2026-07-28T16:31:13","date_gmt":"2026-07-28T16:31:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1199092\/"},"modified":"2026-07-28T16:31:13","modified_gmt":"2026-07-28T16:31:13","slug":"tu-berlin-testete-autonome-paketboote-fuer-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1199092\/","title":{"rendered":"TU Berlin testete autonome Paketboote f\u00fcr Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Immer mehr Verkehr, die Stra\u00dfen sind dicht \u2013 in Berlin machen sich Forscher deshalb Gedanken, wie sich der Lieferverkehr der Zukunft gestalten l\u00e4sst. Ihre Idee: Lieferungen sollen k\u00fcnftig auf den Wasserstra\u00dfen der Hauptstadt transportiert werden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Autonom fahrende, elektrische Wasserfahrzeuge sollen Lieferungen \u00fcber Spree, Landwehrkanal und die anderen k\u00fcnstlichen und nat\u00fcrlichen Wasserstra\u00dfen \u00fcbernehmen. Entwickelt werden sie im Rahmen <a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/ebms\/forschung\/aktuelle-projekte\/a-swarm-ii\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">des Projekts A-Swarm II<\/a> am Fachgebiet \u201eEntwurf und Betrieb Maritimer Systeme\u201c der Technischen Universit\u00e4t (TU) Berlin.<\/p>\n<p>\u201eDie Idee ist nicht, den gesamten Lieferverkehr aufs Wasser zu verlegen. Aber gerade f\u00fcr die vorletzte Meile k\u00f6nnen Wasserstra\u00dfen eine echte Entlastung sein\u201c, erl\u00e4utert Fachgebietsleiter Gerd Holbach. Deshalb sollen die Pakete in Containern auf die Wasserfahrzeuge verladen werden, wie sie auch bei Lastenr\u00e4dern eingesetzt werden k\u00f6nnen. Die Container sollen dann von einem Verteilzentrum au\u00dferhalb der Stadt per Boot zu einem Umschlagpunkt gebracht werden. Dort \u00fcbernehmen sie die Austr\u00e4ger, die sie per Lastenfahrrad oder elektrischem Kleinlaster zum Adressaten bringen.<\/p>\n<p>Modulare Wasserfahrzeuge<\/p>\n<p>Die Wasserfahrzeuge sind modular aufgebaut, sodass sie sich zu Verb\u00e4nden zusammenschlie\u00dfen und wieder trennen k\u00f6nnen. Auf l\u00e4ngeren Strecken soll das Energie sparen. Ein gr\u00f6\u00dferes Fahrzeug kann beispielsweise einen Verband aus kleineren Fahrzeugen schieben. Wenn der Verband sich deren jeweiligem Zielgebiet n\u00e4hert, werden sie abgekoppelt und fahren aus eigener Kraft weiter.<\/p>\n<p>Technisch sei das anspruchsvoll, sagen die Forscher: Die Fahrzeuge m\u00fcssen miteinander kommunizieren, sich zum Koppeln pr\u00e4zise zueinander ausrichten und schlie\u00dflich autonom eine Verbindung herstellen und wieder l\u00f6sen. Daf\u00fcr soll ein magnetisches Kopplungssystem eingesetzt werden.<\/p>\n<p>\u201eIn der klassischen Binnenschifffahrt geht jemand mit dem Tau an den Poller. Bei A-Swarm II muss dieser Vorgang automatisch funktionieren\u201c, sagt Holbach. \u201eDas betrifft nicht nur das Fahren, sondern auch das Koppeln, das Entkoppeln, das Energiemanagement und den sicheren Umgang mit der Ladung.\u201c<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Auch diese soll schlie\u00dflich autonom be- und entladen werden \u2013 ein autonomes Schiff sei nur dann sinnvoll, wenn auch der Umschlag ohne manuelles Eingreifen erfolge, sagen die Forscher. Ihr Konzept sieht vor, die Station in einem 20-Fu\u00df-Standardcontainer unterzubringen. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Station einfach versetzt werden kann, wenn sich der Standort als ungeeignet erweist oder der Platz anderweitig genutzt werden soll.<\/p>\n<p>Pakete und andere Ladung<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts untersucht die TU Berlin auch die Anforderungen, wenn die Wasserfahrzeuge andere G\u00fcter transportieren sollen \u2013 etwa Getr\u00e4nke, Lebensmittel oder M\u00fcll. Da die Boote elektrisch unterwegs sind, ist auch die Energieversorgung Thema des Projekts. Ist es sinnvoll, eine Ladeinfrastruktur einzurichten, oder k\u00f6nnen die Boote so gestaltet werden, dass sie einen ganzen Tag mit einer Akkuladung durchhalten?<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich braucht ein solches System eine Plattform, die das Ganze \u00fcberwacht; die wei\u00df, wo sich die Wasserfahrzeuge gerade befinden, wie ihr Zustand ist, ob sie einsatzbereit sind und einen Auftrag \u00fcbernehmen k\u00f6nnen, ob sie Wartung brauchen oder geladen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die ersten Wasserfahrzeuge werden bereits im Berliner Westhafen getestet. Sie sollen lernen, autonom zu navigieren, Hindernissen auszuweichen und zu koppeln.<\/p>\n<p>Neu ist die Idee beileibe nicht: Fr\u00fcher waren Transporte \u00fcber das Kanalnetz der Stadt Normalit\u00e4t: Baustoffe, Lebensmittel, Kohle, Schrott oder M\u00fcll kamen auf dem Wasser zu ihrem Bestimmungsort. \u201eBerlin ist \u00fcber Jahrzehnte auf dem Wasser versorgt worden\u201c, sagt Gerd Holbach. Daran soll das aktuelle Projekt anschlie\u00dfen: \u201eMit A-Swarm II erforschen wir, wie diese vorhandene Infrastruktur f\u00fcr eine moderne, emissionsarme Stadtlogistik wieder aktiviert werden kann.\u201c<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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