{"id":1199756,"date":"2026-07-28T23:26:24","date_gmt":"2026-07-28T23:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1199756\/"},"modified":"2026-07-28T23:26:24","modified_gmt":"2026-07-28T23:26:24","slug":"konvergierende-imperialistische-kriege-ukraine-greift-iranischen-frachter-im-kaspischen-meer-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1199756\/","title":{"rendered":"Konvergierende imperialistische Kriege: Ukraine greift iranischen Frachter im Kaspischen Meer an"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/bb29bead-337c-4e75-a444-572f922c288d.jpeg\" style=\"max-height:100%\"\/>Karte der Region um das Kaspische Meer mit dem Ort, wo das iranische Schiff angegriffen wurde  [Photo: From Google Earth]<\/p>\n<p>Am Samstag attackierte die Ukraine ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer mit einer Langstreckendrohne. Der Vorfall stellt eine weitere Verflechtung des NATO-Kriegs gegen Russland mit dem amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran dar und wurde im Verlauf des Wochenendes von iranischen und internationalen Medien best\u00e4tigt. Dabei wurde ein Seemann get\u00f6tet, ein weiterer verletzt.<\/p>\n<p>Der Angriff f\u00fchrte zu einem Schlagabtausch zwischen Teheran und Kiew \u00fcber die Fragen der Verantwortung und der Fracht des Schiffs. Die Ukraine erkl\u00e4rte, das Ziel sei kein ziviles Handelsschiff gewesen, sondern ein Frachter, der Drohnen und Raketen aus dem Iran nach Russland bef\u00f6rderte. Der Iran verurteilte den Angriff als Aggression gegen eins seiner Handelsschiffe.<\/p>\n<p>Der ukrainische Au\u00dfenminister Andrij Sybiha postete auf X: \u201eDie Drohungen des Iran sind ungerechtfertigt und haltlos. Das Regime in Teheran ist ein direkter Komplize der russischen Aggression gegen die Ukraine und befeuert Moskaus verbrecherischen Krieg mit Waffen, die seit 2022 Ukrainer get\u00f6tet haben.\u201c<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj erkl\u00e4rte am Samstag, das ukrainische Milit\u00e4r habe mit Langstreckenangriffen im Kaspischen Meer \u201esehr gute Ergebnisse\u201c erzielt, auch gegen Schiffe mit milit\u00e4rischer Fracht, die in Beziehung zum Iran stehen.<\/p>\n<p>Die BBC identifizierte das Schiff als die Ana, ein iranisches Trockenfrachtschiff. Der russische Au\u00dfenminister Sergei Lawrow erkl\u00e4rte, es sei mit ziviler Fracht aus dem russischen Hafen Astrachan ausgelaufen.<\/p>\n<p>Die Route ist von strategischer Bedeutung, da Astrachan im Norden des Kaspischen Meeres liegt und als wichtiges Logistikzentrum f\u00fcr den Handel zwischen Russland und dem Iran dient. Jede Beeintr\u00e4chtigung auf dieser Verbindung wirkt sich auf den maritimen Korridor aus, der f\u00fcr beide L\u00e4nder immer wichtiger wird, da Sanktionen, Krieg und Druck auf Lieferketten sie dazu zwingen, das Kaspische Meer als Ausweichroute zu benutzen.<\/p>\n<p>Reuters berichtete, Teheran habe den Angriff verurteilt und Vergeltung angek\u00fcndigt. Das iranische Au\u00dfenministerium bezeichnete den Vorfall als Akt der Aggression und erkl\u00e4rte, der Iran werde seine nationalen Interessen und seine Sicherheit verteidigen. Iranische Regierungsvertreter warfen der Ukraine zudem vor, durch den Angriff auf ein Schiff, das mit dem Iran in Verbindung steht, den Krieg mit Russland ausweiten zu wollen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ai.wsws.org\/?utm_source=wsws&amp;utm_medium=in-article-ad&amp;utm_campaign=socialism-ai-launch&amp;utm_content=de-top-third-banner\" class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/25ec0a66-6196-494a-b37c-21128d5af4ea.png\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/757eb3bc-3c41-4c7f-a951-5eff14906863.png\"\/><\/a><\/p>\n<p>Die Trump-Regierung hat sich noch nicht offiziell zu dem Angriff im Kaspischen Meer ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Der Vorfall hat auch gezeigt, dass das Kaspische Meer, das an Russland, den Iran, Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan, jedoch nicht an die Ukraine grenzt, nicht mehr als isoliert vom Ukrainekrieg betrachtet werden kann. Laut Medienberichten war der Iran erbost \u00fcber den Angriff auf das Schiff und bestellte den Leiter der diplomatischen Vertretung der Ukraine ein.<\/p>\n<p>Die beiden Kriege beeintr\u00e4chtigen die Weltwirtschaft auf sich \u00fcberschneidende Weise. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur massiv ausgeweitet. Berichten zufolge wurden russische Raffinerien von Januar bis Anfang Juli 2026 mindestens 194-mal getroffen. Diese Angriffe haben etwa ein Drittel der russischen Raffineriekapazit\u00e4ten zerst\u00f6rt und die Treibstoffproduktion verringert. Die Folgen sind Engp\u00e4sse, Rationierungen und lange Schlangen an den Tankstellen in Russland.<\/p>\n<p>Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die M\u00e4rkte, obwohl die Roh\u00f6lf\u00f6rderung fortgesetzt wird. Wenn Raffinerien besch\u00e4digt werden, ist zwar noch genug \u00d6l im Boden, aber nicht genug Diesel, Benzin und Flugzeugtreibstoff an den richtigen Orten. Deshalb treffen Ausf\u00e4lle von Raffinerien die Kraftstoffm\u00e4rkte st\u00e4rker als die Roh\u00f6lm\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Im Persischen Golf hat der Iran die Stra\u00dfe von Hormus geschlossen, und seine Huthi-Verb\u00fcndeten haben auch die Stra\u00dfe von Bab el-Mandeb bedroht oder blockiert, wodurch die f\u00fcr \u00d6ltanker wichtige Route durch das Rote Meer gesperrt ist. Die Stra\u00dfe von Hormus und der Bab el-Mandeb sind zwei der weltweit wichtigsten Engp\u00e4sse f\u00fcr die Verschiffung von \u00d6l, Fl\u00fcssiggas und Handelsg\u00fctern.<\/p>\n<p>Wenn beide gleichzeitig unterbrochen werden, w\u00e4ren 30 Prozent der weltweiten \u00d6lmenge betroffen. Tanker m\u00fcssten l\u00e4ngere Wege durch den Suezkanal und um Afrika herum nehmen. Die Transportzeiten, Versicherungskosten und Preise w\u00fcrden dramatisch steigen.<\/p>\n<p>Die unmittelbare Folge dieser kombinierten Schocks ist ein klassischer Angebotsengpass: ein geringeres Angebot an raffinierten Produkten aus Russland, erh\u00f6hte Transportrisiken im Nahen Osten und ein Aufw\u00e4rtsdruck auf die Richtpreise. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen sind nicht auf die Energiekonzerne beschr\u00e4nkt: H\u00f6here Treibstoffkosten f\u00fchren auch zu h\u00f6heren Preisen f\u00fcr Transport, Nahrungsmittel, Produktionskosten und Flugticketpreise, w\u00e4hrend von Importen abh\u00e4ngige Staaten unter Inflationsdruck und Zahlungsbilanzbelastungen stehen.<\/p>\n<p>Nur wenige Tage vor dem Angriff im Kaspischen Meer waren Berichte aufgekommen, die Trump-Regierung w\u00fcrde die Art und Weise der Meldung von Verlusten im Krieg gegen den Iran \u00e4ndern. Am Donnerstag korrigierte das Pentagon die offizielle Zahl der Toten von 18 auf 14. Das warf Fragen danach auf, wie die Regierung die Todesf\u00e4lle unter US-Milit\u00e4rangeh\u00f6rigen in diesem Konflikt erfasst und darstellt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>ABC News berichtete, die offizielle Datenbank des Pentagons zu Todesopfern sei pl\u00f6tzlich ge\u00e4ndert worden, wodurch die Zahl der Toten als auch der Verwundeten stark zur\u00fcckging. Vertreter der Regierung bezeichneten dies als technisches Problem.<\/p>\n<p>Einem weiteren Bericht zufolge waren in der niedrigeren Gesamtzahl der Todesopfer vier US-Soldaten nicht mehr enthalten, die seit Wiederaufnahme der K\u00e4mpfe in Jordanien und im Irak ums Leben gekommen waren. Zudem sei die Datenbank mindestens einen Tag lang nicht korrigiert worden. Laut The Hill hatte der Abgeordnete Adam Smith, der h\u00f6chste Demokrat im Milit\u00e4rausschuss des Repr\u00e4sentantenhauses, erkl\u00e4rt, Trump habe dem Kongress keine Statistiken zu den Verlusten vorgelegt. Es habe zudem keine Transparenz hinsichtlich des vollen Ausma\u00dfes der Verluste von Kriegsger\u00e4t und Opfern gegeben.<\/p>\n<p>Reuters und andere Medien berichteten, die Regierung habe erkl\u00e4rt, einige Todesf\u00e4lle seien in Zusammenhang mit dem ersten Teil des Konflikts gez\u00e4hlt und danach in eine andere Kategorie verschoben worden \u2013 als geh\u00f6rten sie nicht zu demselben Krieg gegen den Iran. Laut der Datenbank des Pentagon stehen die 14 Todesf\u00e4lle im Zusammenhang mit der Operation Epic Fury, w\u00e4hrend die vier Todesf\u00e4lle in Jordanien den Overseas Operations (Auslandseins\u00e4tzen) zugeordnet werden.\u00a0<\/p>\n<p>Der Guardian berichtete derweil am Sonntag, das Pentagon habe mehr als 207 verwundete Milit\u00e4rangeh\u00f6rige in die Datenbank f\u00fcr Auslandseins\u00e4tze aufgenommen, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 624 steigt. Zuvor lag diese Zahl offiziell bei 417.<\/p>\n<p>Der Abgeordnete Smith erkl\u00e4rte, die fehlenden Angaben zu Todesopfern seien ein \u201eStreitpunkt\u201c und warf der Regierung vor, dem Kongress Informationen vorzuenthalten. Andere Demokraten, die in dem Bericht zitiert wurden, argumentierten, der Krieg habe sich zu einer \u201eKatastrophe\u201c entwickelt, und die Kontrolle der \u00d6ffentlichkeit und des Kongresses sei in einem entscheidenden Moment geschw\u00e4cht worden. Keine dieser Erkl\u00e4rungen verurteilte den Krieg als illegal und als Versto\u00df gegen das V\u00f6lkerrecht.<\/p>\n<p>Berichten zufolge wird innerhalb der Regierung \u00fcber ein breites Spektrum milit\u00e4rischer Optionen diskutiert, darunter eine Ausweitung der Angriffe, m\u00f6gliche Bodenoperationen zur Besetzung von Gebieten nahe der Stra\u00dfe von Hormus sowie Angriffe auf eine befestigte Atomanlage. Das Wall Street Journal berichtete, Trump sei u.a. \u00fcber den Einsatz von Bodentruppen und die Bombardierung einer geheimen Atomanlage informiert worden. Reuters erkl\u00e4rte, er habe die Besetzung des \u00d6lterminals auf der iranischen Insel Charg und andere Eskalationsma\u00dfnahmen diskutiert.<\/p>\n<p>Der ukrainische Angriff im Kaspischen Meer verleiht den imperialistischen Eroberungskriegen unter F\u00fchrung der USA, an denen sich immer mehr L\u00e4nder beteiligen, eine weitere Dimension. Es handelt sich um Kriege, die sich \u00fcberschneiden und auf einen neuen Weltkrieg zusteuern. Am Montagabend berichteten die Medien, Russland plane die Rekrutierung von 30.000 nordkoreanischen Soldaten f\u00fcr eine Herbstoffensive in der Ukraine, was diesen Trend noch weiter verst\u00e4rkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Karte der Region um das Kaspische Meer mit dem Ort, wo das iranische Schiff angegriffen wurde [Photo: From&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1199757,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,107924,13,345,96655,250235,14,15,12,317],"class_list":["post-1199756","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-frachtschiff","tag-headlines","tag-iran","tag-kaspisches-meer","tag-langstreckendrohne","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-ukraine"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117000196637652699","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1199756","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1199756"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1199756\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1199757"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1199756"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1199756"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1199756"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}