{"id":1200482,"date":"2026-07-29T07:08:15","date_gmt":"2026-07-29T07:08:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1200482\/"},"modified":"2026-07-29T07:08:15","modified_gmt":"2026-07-29T07:08:15","slug":"iw-studie-arbeitsmarkt-leidet-unter-dreifacher-migrationswende-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1200482\/","title":{"rendered":"IW-Studie: Arbeitsmarkt leidet unter dreifacher Migrationswende\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Die deutsche Wirtschaft hat nach einer neuen Studie mit einer dreifachen Migrationswende zu k\u00e4mpfen, die das f\u00fcr die Zukunft wichtige Arbeitskr\u00e4fte- und Fachkr\u00e4ftepotenzial schm\u00e4lert. Das geht aus einer noch unver\u00f6ffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor. Demnach ist die sogenannte Netto-Zuwanderung \u2013 der Saldo zwischen Zu- und Abwanderung nach <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/deutschland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> \u2013 im vergangenen Jahr gegen\u00fcber den Vorjahren deutlich gesunken. Und zwar aus drei Gr\u00fcnden: Die Zahl der Asylbewerber nahm stark ab, deutlich mehr EU-Ausl\u00e4nder kehren in ihre Heimatl\u00e4nder zur\u00fcck \u2013 und zunehmend verlassen auch Inl\u00e4nder das Land, weil sie woanders mehr verdienen oder besser leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Institut beruft sich in seiner Studie auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und eigene Berechnungen. Demnach betrug der Wanderungssaldo 235.000 Personen im Jahr 2025. \u201eMit einer Ausnahme w\u00e4hrend der Hochphase der Coronapandemie war das Niveau seit dem Jahr 2010 nicht mehr so niedrig\u201c, schreibt IW-Autor Wido Geis-Th\u00f6ne. Im Jahr 2023 lag die Nettozuwanderung noch bei 663.000 Personen. Dass die Zuwanderung nach Deutschland derzeit stark r\u00fcckl\u00e4ufig sei, gehe auf drei Entwicklungen zur\u00fcck, die in keinem engen Zusammenhang miteinander st\u00fcnden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zum einen sei die Zahl der Erstantr\u00e4ge von Asylbewerbern 2025 auf 113.000 gesunken \u2013 2023 seien es noch 329.000 gewesen. Der R\u00fcckgang liege nicht nur an der h\u00e4rteren Migrationspolitik der Bundesregierung, sondern auch an der verbesserten Lage in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/syrien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Syrien<\/a> nach dem Ende des B\u00fcrgerkriegs. Aus der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> k\u00f6nnten je nach Zuspitzung des Krieges auch wieder deutlich mehr Menschen kommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zweitens gebe es eine deutliche R\u00fcckwanderung von Menschen aus den neuen EU-L\u00e4ndern in ihre Heimatl\u00e4nder. Die EU-Zuwanderer h\u00e4tten 2023 bereits f\u00fcnf Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Stellen in Deutschland ausgef\u00fcllt, so das IW. \u201eInzwischen ist jedoch eine starke R\u00fcckwanderungsbewegung zu verzeichnen. Im Jahr 2025 haben 45.000 mehr Staatsangeh\u00f6rige der neuen EU-Mitgliedsl\u00e4nder das Land verlassen als zugezogen sind und im Vorjahr waren es auch bereits 35.000. Hingegen war im Jahr 2023 noch eine Nettozuwanderung von rund 42.000 Personen zu verzeichnen\u201c, schreibt Geis-Th\u00f6ne.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDass es in den n\u00e4chsten Jahren nochmals zu einer st\u00e4rkeren Zuwanderungsbewegung aus den neuen EU-Mitgliedsl\u00e4ndern kommt, erscheint sehr unwahrscheinlich, da der demografische Wandel auch dort zunehmend zu Engp\u00e4ssen an den Arbeitsm\u00e4rkten f\u00fchrt und die wirtschaftlichen Gef\u00e4lle gegen\u00fcber Deutschland gleichzeitig kleiner geworden sind.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Drittens h\u00e4tten in den vergangenen drei Jahren mehr Inl\u00e4nder der Bundesrepublik den R\u00fccken gekehrt. \u201eDer deutliche Anstieg von 74.000 auf 97.000 Personen zwischen den Jahren 2023 und 2025 kann ein Hinweis auf eine ung\u00fcnstige Entwicklung sein\u201c, so die Studie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sollte es zu einer st\u00e4rkeren Abwanderung hoch qualifizierter Fachkr\u00e4fte kommen, \u201ek\u00f6nnte dies nicht nur unmittelbar die bestehenden Engp\u00e4sse am Arbeitsmarkt verst\u00e4rken, sondern auch die Innovationskraft der Wirtschaft und ihre l\u00e4ngerfristigen Entwicklungspotenziale einschr\u00e4nken\u201c, warnt der IW-Forscher. \u201eDaher sollte die Attraktivit\u00e4t Deutschlands als Wohn- und Arbeitsort f\u00fcr Fachkr\u00e4fte weiter gest\u00e4rkt oder zumindest erhalten werden. Dazu z\u00e4hlt insbesondere auch eine Begrenzung der Belastung durch Steuern und Abgaben.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die deutsche Wirtschaft hat nach einer neuen Studie mit einer dreifachen Migrationswende zu k\u00e4mpfen, die das f\u00fcr die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1197221,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[13677,48,331,332,3364,29,249763,22554,249764,30,94311,13,15109,3414,3413,21004,14,15,23148,12,11748],"class_list":["post-1200482","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-13677","tag-48","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-dreifachen","tag-fachkraefte","tag-fachkraeftepotenzial","tag-germany","tag-gesunken","tag-headlines","tag-kaempfen","tag-land","tag-laendern","tag-migrationswende","tag-nachrichten","tag-news","tag-personen","tag-schlagzeilen","tag-studie"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117002011132490776","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1200482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1200482"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1200482\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1197221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1200482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1200482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1200482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}