{"id":1202672,"date":"2026-07-30T05:38:14","date_gmt":"2026-07-30T05:38:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1202672\/"},"modified":"2026-07-30T05:38:14","modified_gmt":"2026-07-30T05:38:14","slug":"krise-der-autoindustrie-bmw-gewinn-bricht-um-mehr-als-ein-drittel-ein-deutschland-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1202672\/","title":{"rendered":"Krise der Autoindustrie: BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein &#8211; Deutschland &#038; Welt"},"content":{"rendered":"<p>Krise der Autoindustrie<\/p>\n<p>BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein<\/p>\n<p>30.07.2026, 07:32 Uhr<\/p>\n<p class=\"teaser\">Vor allem China belastet die M\u00fcnchner. Die Zahlen f\u00fcr das zweite Quartal zeigen, warum der Autobauer Tausende Jobs abbauen will. Der neue Chef Milan Nedeljkovic hat viel Arbeit vor sich.<\/p>\n<p>Aktualisiert am 30. Juli 2026 07:32 Uhr<\/p>\n<p>\nLesezeit 2 Minuten <\/p>\n<p>M\u00fcnchen (dpa) &#8211; BMW brechen die Gewinne weg. Im zweiten Quartal verdiente der Konzern nach Steuern nur noch 1,2 Milliarden Euro &#8211; 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie er mitteilte. Auch die Ums\u00e4tze sanken deutlich &#8211; von 34 Milliarden auf 31 Milliarden Euro. Die Zahlen kommen nur einen Tag, nachdem ein Stellenabbauprogramm bekannt wurde &#8211; und zeigen, wie n\u00f6tig BMW die geplanten Einsparungen hat.<\/p>\n<p>Blickt man nur auf den Bereich Automobile, ist der Einbruch sogar noch drastischer. In diesem Gesch\u00e4ftsbereich sackte das operative Ergebnis (Ebit) um mehr als 60 Prozent auf 629 Millionen ab. Das f\u00fchrt zur ungew\u00f6hnlichen Situation, dass BMW im abgelaufenen Quartal mehr mit seinen Finanzdienstleistungen verdiente als mit der Herstellung von Autos.\u00a0<\/p>\n<p>Vor allem die Gesch\u00e4fte in China liefen f\u00fcr die M\u00fcnchner schlecht. Der weltgr\u00f6\u00dfte Automarkt, der fr\u00fcher regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr sprudelnde Gewinne gesorgt hatte, ist f\u00fcr BMW &#8211; wie f\u00fcr die anderen deutschen Hersteller &#8211; inzwischen zum Sorgenkind geworden, weil die Verk\u00e4ufe dort einbrechen, w\u00e4hrend sich der Wettbewerb zuletzt immer weiter versch\u00e4rft hat. Der BMW-Absatz war dort im zweiten Quartal um fast ein Drittel eingebrochen.<\/p>\n<p>Schwerer Einstieg f\u00fcr den neuen Chef<\/p>\n<p>Es ist ein schwerer Einstand f\u00fcr den neuen BMW-Chef Milan Nedeljkovic, der Mitte Mai vom Produktionsvorstand zum Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist. In den nicht einmal drei Monaten seiner Amtszeit musste er schon eine kr\u00e4ftige Gewinnwarnung verk\u00fcnden, und erst gestern wurde aus Unternehmenskreisen bekannt, dass BMW weltweit 8.000 Stellen abbauen will. Dazu legt der Konzern unter anderem ein Abfindungsprogramm in Deutschland auf.\u00a0<\/p>\n<p>Jetzt \u00e4u\u00dfert sich auch Nedeljkovic direkt zu den Pl\u00e4nen. \u00abDie Herausforderungen in der gesamten Automobilindustrie nehmen rasant zu: Ein harter globaler Wettbewerb, steigende regulatorische Anforderungen und die Auswirkungen geopolitischer Konflikte werden unser Gesch\u00e4ftsmodell in den n\u00e4chsten Jahren pr\u00e4gen. Daher gilt es, schlank und agil zu sein.\u00bb<\/p>\n<p>Auch Finanzvorstand Walter Mertl verweist auf den versch\u00e4rften Wettbewerb. \u00abNach Einsparungen von 2,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr intensivieren und beschleunigen wir unsere Effizienzma\u00dfnahmen und gehen strukturelle<br \/>Ver\u00e4nderungen gezielt an. Unser Ziel ist weniger Komplexit\u00e4t und eine niedrigere Kostenbasis\u00bb, sagt er. Schon vergangenes Jahr war die Zahl der Mitarbeiter bei BMW gesunken.\u00a0<\/p>\n<p>Lange war BMW etwas besser als die beiden anderen gro\u00dfen deutschen Autokonzerne Mercedes-Benz und Volkswagen durch die Krise gekommen. Inzwischen holen die Probleme aber auch die M\u00fcnchner immer st\u00e4rker ein. Immerhin liegen sie in Sachen Gewinn im zweiten Quartal noch vor dem Stuttgarter Erzrivalen Mercedes, der auf 1,09 Milliarden nach Steuern kam. Volkswagen hat mit 1,54 Milliarden zwar die Nase vorn, ist aber auch sehr viel gr\u00f6\u00dfer.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher wurde deutlich mehr verdient<\/p>\n<p>Doch trotz allem steckt BMW &#8211; wie die anderen deutschen Hersteller &#8211; derzeit in einer Abw\u00e4rtsspirale. Wie steil sie ausf\u00e4llt, macht ein Blick in den R\u00fcckspiegel klar. Im gerade abgelaufenen Halbjahr machten die M\u00fcnchner insgesamt 2,9 Milliarden Euro Gewinn. 2025 waren es noch 4,0 Milliarden Euro, 2024 satte 5,7 Milliarden und 2023 sogar 6,6 Milliarden. 2022 waren es sogar mehr als 13 Milliarden &#8211; wegen eines extrem positiven Sondereffekts ist zumindest diese Zahl aber kein fairer Vergleich.<\/p>\n<p>Hoffnung setzt BMW unter anderem auf die Fahrzeuge der Neuen Klasse. Das erste Modell iX3 ist inzwischen mehr als 50.000-mal gebaut worden. Die Zahl der Bestellungen insgesamt soll sich sogar schon auf dem Weg zur 100.000 befinden.<\/p>\n<p>Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Zum einen werden die Belastungen aus der geplanten Restrukturierung im zweiten Halbjahr aufs Ergebnis dr\u00fccken. Zum anderen ist der weltweite Automarkt derzeit zu herausfordernd, um eine schnelle Kehrtwende hinzulegen.<\/p>\n<p>\u00a9 dpa-infocom, dpa:260730-930-458578\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Krise der Autoindustrie BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein 30.07.2026, 07:32 Uhr Vor allem China belastet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1202673,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,3364,29,30,13,1268,14,3923,15,3921,10269,12,55,2408],"class_list":["post-1202672","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-muenchen","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-quartalszahlen","tag-schlagzeilen","tag-wirtschaft","tag-zusammenfassung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117007319549794591","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1202672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1202672"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1202672\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1202673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1202672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1202672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1202672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}