{"id":1203186,"date":"2026-07-30T10:45:15","date_gmt":"2026-07-30T10:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1203186\/"},"modified":"2026-07-30T10:45:15","modified_gmt":"2026-07-30T10:45:15","slug":"paketverwaltung-fuer-arch-linux-shelly-setzt-kuenftig-auf-zig-statt-net","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1203186\/","title":{"rendered":"Paketverwaltung f\u00fcr Arch Linux: Shelly setzt k\u00fcnftig auf Zig statt .NET"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              Paketverwaltung f\u00fcr Arch Linux: Shelly setzt k\u00fcnftig auf Zig statt .NET<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Shelly-A-tool-for-Pacman-AUR-AppImages-and-Flatpak-11385958.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Das Paketwerkzeug Shelly ist in Version 3.0.0 erschienen. Die Entwickler haben Paketverwaltung, Kommandozeile, Schl\u00fcsselverwaltung und GTK4-Oberfl\u00e4che weitgehend neu in Zig implementiert. Dadurch entf\u00e4llt f\u00fcr die Hauptanwendung die verwaltete .NET-Laufzeit; zugleich kann Shelly native Bibliotheken direkter nutzen. Messwerte zu Startzeit und Ressourcenbedarf stehen allerdings noch aus.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Shelly ist ein grafisches und kommandozeilenbasiertes Werkzeug zur Verwaltung von Arch-Paketen. Es bindet neben den regul\u00e4ren Pacman-Repositories auch das Arch User Repository (AUR), AppImages und optional Flatpaks ein. Damit richtet sich das Projekt an Nutzer, die Software aus mehreren Quellen mit einer Oberfl\u00e4che und einer Kommandozeile verwalten wollen.<\/p>\n<p>Neue Codebasis ohne .NET-Laufzeit<\/p>\n<p>Mit <a href=\"https:\/\/github.com\/Seafoam-Labs\/Shelly-ALPM\/releases\/tag\/v3.0.0%2B9\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Version 3<\/a> ersetzt Shelly seine bisherige C#-\/.NET-Codebasis weitgehend durch Zig. Die bekannten Programme shelly und shelly-ui bleiben erhalten. Hinter ihnen steht jedoch eine weitgehend neue Codebasis. Auch das Werkzeug f\u00fcr die Schl\u00fcsselverwaltung wurde umgestellt: Das eigenst\u00e4ndige Programm hei\u00dft nun shelly-key statt shelly-keys.<\/p>\n<p>Zig passt zu Shelly vor allem, weil die Software native Schnittstellen wie libalpm, GTK4 und libarchive ohne eine zus\u00e4tzliche .NET-Interop-Schicht direkt ansprechen kann. libalpm ist die Bibliothek, auf der Pacman, der Paketmanager von Arch Linux, aufsetzt. Die neue Implementierung spart damit die bisherige Vermittlung zwischen verwaltetem .NET-Code und nativen Bibliotheken weitgehend ein.<\/p>\n<p>Zig verwaltet zudem Speicher und Ressourcen explizit: Die Release Notes heben klarere Besitzverh\u00e4ltnisse und besser vorhersehbare Lebenszyklen f\u00fcr Ressourcen hervor. Das soll die technische Grundlage robuster und leichter wartbar machen.<\/p>\n<p>GTK4-Oberfl\u00e4che mit mehr Funktionen<\/p>\n<p>Auch die grafische Anwendung haben die Entwickler in Zig neu geschrieben. Sie bietet weiterhin Paketansichten als Liste oder Raster. Hinzu kommen sortierbare Spalten, Filter f\u00fcr installierte Pakete sowie ausf\u00fchrlichere Angaben zu Paketquellen und Abh\u00e4ngigkeiten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>F\u00fcr das AUR \u00fcberarbeitet Shelly unter anderem die Auswahl optionaler Abh\u00e4ngigkeiten, Vorschauen f\u00fcr PKGBUILD-Dateien und die Anzeige der makepkg-Ausgabe. Vor AUR-Updates kann Shelly nun alle ge\u00e4nderten PKGBUILDs gesammelt zur Pr\u00fcfung anzeigen, bevor die Transaktion beginnt. Ein PKGBUILD legt fest, wie ein AUR-Paket aus seinen Quellen gebaut wird. Die Vorschau hilft Nutzern daher, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Angriffswelle-auf-Arch-Linux-Hunderte-Paketbeschreibungen-mit-Malware-im-AUR-11330029.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00c4nderungen vor dem Paketbau nachzuvollziehen<\/a>.<\/p>\n<p>Die Fortschrittsanzeige f\u00fcr Aktualisierungen und Transaktionen soll auch l\u00e4ngere Vorg\u00e4nge darstellen, ohne die Oberfl\u00e4che zu blockieren. Wartungsfunktionen b\u00fcndelt Shelly auf einer neuen Seite f\u00fcr Dienstprogramme. Dazu z\u00e4hlen die Synchronisierung der Paketdatenbanken, das Beheben veralteter Sperrdateien, die Cache-Bereinigung und das Entfernen verwaister Pakete.<\/p>\n<p>Einheitliche Kommandozeile<\/p>\n<p>Die CLI wurde ebenfalls von Grund auf neu geschrieben. Sie beh\u00e4lt sowohl ausgeschriebene Befehle als auch Pacman-\u00e4hnliche Kurzoptionen. Ein gemeinsamer Befehlskatalog dient als Grundlage f\u00fcr Hilfe, Dokumentation und Shell-Vervollst\u00e4ndigungen. Neben Fish und Zsh kann Shelly nun auch Vervollst\u00e4ndigungen f\u00fcr Bash erzeugen.<\/p>\n<p>Mit shelly  kann das Werkzeug die offiziellen Paketquellen und das AUR durchsuchen. Ausgew\u00e4hlte Treffer lassen sich anschlie\u00dfend direkt in den Installationsablauf \u00fcbernehmen. Aktualisierungspr\u00fcfungen und Upgrades koordinieren regul\u00e4re Arch-Pakete, AUR-Pakete, AppImages und Flatpaks. Fehlt ein optionales Backend, sollen Aktualisierungen aus den \u00fcbrigen unabh\u00e4ngigen Quellen dennoch weiterlaufen.<\/p>\n<p>Weitere Updates gibt es beim Export und Import von Paketlisten im TOML-Format, Paketmarkierungen, Downgrades, Arch-News, Schl\u00fcsselringe, pacnew- und pacsave-Dateien sowie die Bereinigung des Paket-Caches. F\u00fcr unterst\u00fctzte Befehle bleibt eine strukturierte JSON-Ausgabe verf\u00fcgbar. Das ist f\u00fcr Skripte verl\u00e4sslicher als die menschenlesbare Standardausgabe, deren genaue Form sich durch den umfassenden Umbau ge\u00e4ndert haben kann.<\/p>\n<p>Flatpak-Unterst\u00fctzung ausgelagert<\/p>\n<p>Flatpak-Unterst\u00fctzung liefert Shelly 3 als separates Paket namens shelly-flatpak-backend aus. Wer ausschlie\u00dflich Pacman, das AUR oder AppImages verwendet, ben\u00f6tigt damit keine Flatpak-Bibliotheken wie libflatpak, GLib\/GIO und OSTree.<\/p>\n<p>Shelly kommuniziert mit dem Zusatzmodul \u00fcber eine ABI (Application Binary Interface). Das Hauptprogramm pr\u00fcft die Version vor der Nutzung und soll inkompatible Backends sauber ablehnen. Ohne das Zusatzmodul bleiben die Funktionen f\u00fcr ALPM, AUR und AppImages ebenso verf\u00fcgbar wie Hilfe, Versionsabfrage und Shell-Vervollst\u00e4ndigungen. Bei Flatpak-Befehlen weist Shelly auf fehlende Voraussetzungen hin.<\/p>\n<p>Wer Flatpaks weiterhin mit Shelly verwalten will, ben\u00f6tigt neben Flatpak selbst das genannte Paket shelly-flatpak-backend. Vorhandene Konfigurationsdateien haben Vorrang vor den neuen Standardwerten; unbekannte alte Felder ignoriert das Programm. Automatisierungen sollten die neue CLI-Hilfe pr\u00fcfen und, wo verf\u00fcgbar, auf JSON-Ausgaben umstellen. AUR-Builds in einem sauberen Chroot bleiben \u00fcber die Kommandozeile verf\u00fcgbar, die entsprechende Option fehlt jedoch vorerst in der grafischen AUR-Ansicht.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fo@ix.de\" title=\"Moritz F\u00f6rster\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fo<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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