{"id":1204413,"date":"2026-07-30T22:54:18","date_gmt":"2026-07-30T22:54:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1204413\/"},"modified":"2026-07-30T22:54:18","modified_gmt":"2026-07-30T22:54:18","slug":"landgericht-ingolstadt-geldfaelscher-aus-wuppertal-muessen-mehrere-jahre-in-haft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1204413\/","title":{"rendered":"Landgericht Ingolstadt: Geldf\u00e4lscher aus Wuppertal m\u00fcssen mehrere Jahre in Haft"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das \u00f6ffentliche Interesse an der Urteilsverk\u00fcndung am Donnerstagnachmittag war gro\u00df. Wird das Urteil des Ingolst\u00e4dter Landgerichts rechtskr\u00e4ftig, muss der 33-j\u00e4hrige Hauptangeklagte, der sich offenbar selbst als \u201eMarktf\u00fchrer\u201c f\u00fcr Geldf\u00e4lschung bezeichnet hat, f\u00fcr sechs Jahre und acht Monate ins Gef\u00e4ngnis. Seine 41-j\u00e4hrige Partnerin ist wegen Beihilfe zur gewerbsm\u00e4\u00dfigen Geldf\u00e4lschung zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785452058_958_blob.jpg\" alt=\"Geldf\u00e4lscher-Prozess: Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger am Landgericht Ingolstadt.\" title=\"Geldf\u00e4lscher-Prozess: Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger am Landgericht Ingolstadt.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Geldf\u00e4lscher-Prozess: Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger am Landgericht Ingolstadt.<br \/>\n    Foto: Andreas M\u00fcller<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Geldf\u00e4lscher-Prozess: Die beiden Angeklagten und ihre Verteidiger am Landgericht Ingolstadt.<br \/>\n    Foto: Andreas M\u00fcller<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Nach<a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/falschgeld-produktion-wuppertaler-paar-steht-wegen-blueten-in-ingolstadt-vor-gericht-114808602\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\"> einer Verst\u00e4ndigung beim Prozessauftakt vergangene Woche hatten die Angeklagten die Vorw\u00fcrfe<\/a> einger\u00e4umt. Das Paar habe sich nicht nur in der Verhandlung \u201evorbehaltlos gest\u00e4ndig\u201c gezeigt, sondern bereits im Ermittlungsverfahren kooperativ verhalten, lobte der Vorsitzende Richter Stephan Gericke bei der Begr\u00fcndung des Urteils. Die Gest\u00e4ndnisse w\u00fcrden durch abgeh\u00f6rte Telefonate und weitere objektive Beweismittel gest\u00fctzt, erg\u00e4nzte der Richter.\n  <\/p>\n<p>            Geldf\u00e4lscher aus Wuppertal am Landgericht Ingolstadt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Demnach hat <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/geldfaelscher-prozess-in-ingolstadt-paar-aus-wuppertal-hat-400-000-euro-falschgeld-produziert-114847600\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">das Paar im Arbeitszimmer seiner Dachgeschosswohnung in Wuppertal<\/a> in weniger als zweieinhalb Jahren Bl\u00fcten im Nennwert von \u00fcber 400.000 Euro hergestellt. Wie Gericke betonte, handelt es sich dabei um die Scheine, die letztlich bei der Bundesbank eingegangen sind. Die Dunkelziffer k\u00f6nnte also h\u00f6her liegen. Als Polizisten die Wohnung durchsuchen, l\u00e4uft gerade einer der 13 Drucker. Um ihre Produktionsstra\u00dfe zu optimieren, haben die Angeklagten Zu- und Abl\u00e4ufe verwendet \u2013 die sie selbst mit 3D-Druckern hergestellt hatten. Die gef\u00e4lschten 5-, 20-, 100\u2010 und \u00fcberwiegend 50-Euro-Scheine hat das Paar nicht selbst ausgegeben, sondern \u00fcber das Darknet verkauft. Weil drei der Abnehmer in der Region leben, ist das Verfahren in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neuburg\/ort\/ingolstadt\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Ingolstadt<\/a> gef\u00fchrt worden. In die Strafe f\u00fcr den 33-J\u00e4hrigen ist neben der Geldf\u00e4lschung eingeflossen, dass er harte Drogen besessen hat.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Strafsch\u00e4rfend habe das Gericht die \u201eenorme Menge\u201c des Falschgeldes und das \u201eprofessionelle Vorgehen\u201c gewertet, erkl\u00e4rte Gericke. Als Drahtzieher hat die Strafkammer den 33\u2010J\u00e4hrigen ausgemacht: Er habe die Druckvorlagen erstellt und sich um stetige Qualit\u00e4tsverbesserung bem\u00fcht, erkl\u00e4rte Gericke. Seine Partnerin hingegen \u201ehatte mit der technischen Umsetzung nichts zu tun\u201c. Dadurch, dass sie P\u00e4ckchen zur Post gebracht und das Papier in den Druckern gewendet hat, habe sie \u201etypische Beihilfehandlungen\u201c erledigt. Mit Kunden habe die dreifache Mutter immer nur in Absprache mit ihrem Partner kommuniziert und sei mit maximal 15 Prozent am Gewinn beteiligt gewesen. Strafmildernd hat die Strafkammer ber\u00fccksichtigt, dass beide Angeklagte bisher ein straffreies Leben gef\u00fchrt haben.\n  <\/p>\n<p>            Landgericht Ingolstadt: Geldf\u00e4lscher muss 45.700 Euro zahlen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zudem hat das Gericht den Hauptangeklagten zur Zahlung von 45.720 Euro verurteilt. So viel hat er mit den Falschgeld-Gesch\u00e4ften, die in Bitcoins abgewickelt wurden, mindestens eingenommen. Aufgetaucht ist von dem Geld bisher nichts: Auf den Konten des Paares fanden sich nur ein paar Euro. Dass die R\u00fcckzahlung dieses Betrags vollstreckt werden kann, ist dennoch nicht aussichtslos: Der 33-J\u00e4hrige ist n\u00e4mlich Eigent\u00fcmer zweier, wenn auch belasteteter Wohnungen. Zudem kommt eine Lohnpf\u00e4ndung in Betracht, sollte er nach der Entlassung aus dem Gef\u00e4ngnis wieder in seinem Beruf als Kraftfahrzeugpr\u00fcfer arbeiten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Am Donnerstagvormittag hat die Strafkammer in einer anderen Geldf\u00e4lschungs-Sache verhandelt: Eine Bulgarin soll gef\u00e4lschte 200-Euro-Scheine in Umlauf gebracht haben. Dass die Hinterm\u00e4nner zur Verantwortung gezogen werden, ist beinahe ausgeschlossen. Obgleich der gesellschaftliche Schaden durch aus dem Ausland agierende Banden deutlich h\u00f6her sein d\u00fcrfte, hat sich f\u00fcr den Parallelprozess niemand interessiert.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das \u00f6ffentliche Interesse an der Urteilsverk\u00fcndung am Donnerstagnachmittag war gro\u00df. 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