{"id":12049,"date":"2025-04-07T03:20:15","date_gmt":"2025-04-07T03:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/12049\/"},"modified":"2025-04-07T03:20:15","modified_gmt":"2025-04-07T03:20:15","slug":"1860-muenchen-das-beste-spiel-das-ich-je-von-einer-meiner-mannschaften-gesehen-habe-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/12049\/","title":{"rendered":"1860 M\u00fcnchen: \ufeff\u201eDas beste Spiel, das ich je von einer meiner Mannschaften gesehen habe\u201c &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Wenn eine Mannschaft im Abstiegskampf gegen den Tabellenzweiten 5:1 gewinnt, wenn hernach der Trainer vom \u201ebesten Spiel, das ich je von einer meiner Mannschaften gesehen habe\u201c (1860-Coach Patrick Gl\u00f6ckner) spricht, und wenn danach trotzdem erst einmal alle nur \u00fcber diese eine Fehlentscheidung sprechen, dann muss diese Fehlentscheidung sehr eklatant gewesen sein. \u201eDas ist ja wieder Wahnsinn\u201c, sagte Kapit\u00e4n Jesper Verlaat \u00fcber die Szene aus der vierten Spielminute. Das \u201ewieder\u201c bezieht sich darauf, dass sich 1860 M\u00fcnchen in der laufenden Saison schon \u00f6fter von Schiedsrichtern benachteiligt gef\u00fchlt hatte \u2013 L\u00f6wen-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christian Werner hatte das Thema unter der Woche noch einmal aufgegriffen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Es war zum Augenreiben: Ein Abstauber von Sechzigs Soichiro Kozuki wurde zwar noch aus dem Tor gedroschen, aber f\u00fcr einen Gro\u00dfteil des Publikums deutlich sichtbar einen Meter hinter der Torlinie. Der Grund f\u00fcr diese Fehlentscheidung scheint dann obendrein ein sehr kurioser zu sein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u201eWollen wir das mal unter den Teppich kehren\u201c, sagte Patrick Hobsch, der die denkw\u00fcrdige Szene eingeleitet hatte. Er konnte das sagen, weil Sechzig gegen den ausw\u00e4rtsstarken Tabellenzweiten Energie Cottbus eine solch \u201eextreme Energie auf dem Platz\u201c hatte (Hobsch), dass Sechzig 5:1 (3:0) gewann. Damit egalisierten die L\u00f6wen nicht nur das Ergebnis des Hinspiels, sie haben jetzt endg\u00fcltig einen lange w\u00e4hrenden Heimfluch abgelegt und sich \u201eviel Frust von der Seele geschossen\u201c, wie Kapit\u00e4n Jesper Verlaat erkl\u00e4rte. Durch Giesing zog anschlie\u00dfend ein Jubelmarsch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Dabei hatten die L\u00f6wen monatelang damit zu k\u00e4mpfen gehabt, R\u00fcckschl\u00e4ge eben nicht richtig verarbeiten zu k\u00f6nnen. Diesmal hatten sie eine Woche zuvor \u00e4u\u00dferst ungl\u00fccklich in Osnabr\u00fcck 0:1 verloren, dann dieses nicht gegebene Tor, nach dem die labile Sechzig-Mannschaft aus der Hinrunde wohl wieder v\u00f6llig verunsichert nach dem Faden im Spiel gesucht h\u00e4tte. Diesmal aber: \u201eSuper Reaktion. Wir k\u00f6nnen da wieder lamentieren, aber wir legen drei Dinger rein\u201c, freute sich Verlaat.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Nach 37 Minuten stand es 3:0. Ausgerechnet Dickson Abiama, der noch kein Tor f\u00fcr Sechzig erzielt hatte, traf nach einer knappen Viertelstunde, obwohl er sich bei seinem Antritt den Ball eigentlich schon zu weit vorgelegt hatte \u2013 das machte den anschlie\u00dfenden Lupfer umso sch\u00f6ner. Tunay Deniz traf per Freisto\u00df (18.), bei dem sich die Fans zuvor emp\u00f6rt hatten, weil es keinen Elfmeter gab, und Hobsch nach sehenswerter Vorarbeit von Sean Dulic. Jenem 19-j\u00e4hrigen Innenverteidiger, der nun auch schon offensiv Akzente setzt, und von dem auch Trainer Gl\u00f6ckner findet, dass er schon jetzt ein Garant f\u00fcr die neue, defensive Stabilit\u00e4t ist.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Und so war der Fehler des Schiedsrichtergespanns insofern folgenschwer, dass er noch deutlicher aufzeigte, wie gefestigt Sechzig gerade spielt. Das sei schon seit Wochen so, findet Hobsch, \u201eaber das heute war die Kr\u00f6nung, das war die beste Saisonleistung\u201c. Und er war sich sicher: Die Schiedsrichter werden sich am meisten \u00fcber diesen Fehler \u00e4rgern.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/413491cc-c0f7-4e26-a1f7-d348547fcd5f.jpeg\"  class=\"css-y4bre2\"\/>Soichiro Kozuki dr\u00fcckt den Ball \u00fcber die Linie, doch die kleinen Banden der Firma &#8222;Burg W\u00e4chter&#8220; versperrten dem Linienrichter offenbar die Sicht. (Foto: Sven Leifer\/foto2press\/Imago)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Frage muss allerdings erst noch beantwortet werden, ob die Schiedsrichter alleinige Schuld tragen. Festzustellen, ob der Ball hinter der Linie ist, das ist eigentlich die Aufgabe des Assistenten an der Seite. Doch der hatte keine gute Sicht, weil n\u00e4mlich direkt neben den Toren im Gr\u00fcnwalder Stadion kleine, etwa 50 Zentimeter hohe Werbebanden abgelegt sind \u2013 ironischerweise f\u00fcr einen Schl\u00f6sser- und Tresorhersteller. Auf Nachfrage erkl\u00e4rte Gl\u00f6ckner nach der Pressekonferenz, der Assistent habe sich entschuldigt und erw\u00e4hnt, er habe den Ball wegen der Bande nicht gesehen. Die fehlende Torlinientechnik in der dritten Liga hat schon \u00f6fter Diskussionen ausgel\u00f6st, umso wichtiger w\u00e4re eine freie Sicht f\u00fcr die Unparteiischen.<\/p>\n<p>\u201eIch glaube, heute ist bei vielen der Knoten geplatzt\u201c, sagt Kapit\u00e4n Verlaat<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die zweite Halbzeit wurde dann zum Schaulaufen der L\u00f6wen, die jetzt gewillt sind, noch in der gerade gestarteten englischen Woche \u201eeinen Haken\u201c hinter das Abstiegsthema zu machen, wie Patrick Hobsch es ausdr\u00fcckte. Aufstiegsaspirant Cottbus war jedenfalls so konsterniert, dass Trainer Claus-Dieter Wollitz schon zur Pause vierfach wechselte. Mehr als ein f\u00fcnfmin\u00fctiges Zwischenhoch, in dem der Ehrentreffer durch Timmy Thiele (71.) gelang, bekamen die Lausitzer aber nicht zustande. Au\u00dferdem hatte Hobsch da schon lange seinen zweiten Treffer des Tages per Kopf erzielt (50.), den Schlusspunkt setzte Julian Guttau kurz vor der Nachspielzeit, sein Schuss wurde entscheidend abgef\u00e4lscht. Auf den 1:0-Torsch\u00fctzen Abiama angesprochen, ob bei dem 26-j\u00e4hrigen Leihspieler jetzt vielleicht der Knoten geplatzt sei, sagte Verlaat: \u201eIch glaube, heute ist bei vielen der Knoten geplatzt.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Trainer Gl\u00f6ckner hat der Mannschaft fraglos neues Selbstvertrauen eingehaucht. Woher dann aber die von ihm gelobte \u201eLeichtigkeit\u201c, die Schn\u00f6rkellosigkeit in den Angriffen und die konsequente Zweikampff\u00fchrung pl\u00f6tzlich herr\u00fchren, das konnte er auch nicht bis ins letzte Detail beantworten. \u201eFehler machen ist bei mir irrelevant, es geht immer darum, wie reagierst du auf den Fehler.\u201c Oder auf R\u00fcckschl\u00e4ge. Nach dem Spiel machte dann noch ein Foto von einer komplett zerst\u00f6rten G\u00e4stetoilette die Runde, auch das Thema Vandalismus bleibt der dritten Liga bis auf Weiteres erhalten. Wenn die L\u00f6wen am Mittwoch an selber Spielst\u00e4tte aber auch den SV Sandhausen schlagen, d\u00fcrfte sich in M\u00fcnchen zumindest das Thema Abstieg bald verabschieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn eine Mannschaft im Abstiegskampf gegen den Tabellenzweiten 5:1 gewinnt, wenn hernach der Trainer vom \u201ebesten Spiel, das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":12050,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[995,772,29,5953,347,30,148,1268,265,149,8811],"class_list":{"0":"post-12049","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-3-liga","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-fc-energie-cottbus","12":"tag-fussball","13":"tag-germany","14":"tag-leserdiskussion","15":"tag-muenchen","16":"tag-sport","17":"tag-sueddeutsche-zeitung","18":"tag-tsv-1860-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114294530056167431","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12049","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12049"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12049\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12050"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12049"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12049"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12049"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}