{"id":1205039,"date":"2026-07-31T05:41:39","date_gmt":"2026-07-31T05:41:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205039\/"},"modified":"2026-07-31T05:41:39","modified_gmt":"2026-07-31T05:41:39","slug":"hallo-leipzig-so-startet-donnerstag-der-30-juli-2026-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205039\/","title":{"rendered":"Hallo Leipzig: So startet Donnerstag, der 30. Juli 2026 \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"translation-notice\">This article is also available in English: <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/en\/the-day\/2026\/07\/hello-leipzig-heres-how-thursday-30-july-2026-gets-underway-665817\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Read this article in English<\/a>.<\/p>\n<p>Die Tagebaue raubten Land, vertrieben Menschen. Doch gaben sie auch Arbeit und Struktur\u2026 Die mitteldeutschen Ministerpr\u00e4sidenten beraten heute an einem renaturierten Tagebauloch \u00fcber die Zukunft des Strukturwandels nach dem Ausstieg. Dazu gibts eine spannende Buchpremiere, eine Aussicht auf eingeschr\u00e4nkten Bahnverkehr \u2013 und eine Geste, von der es im Alltag mehr geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Bauphase mit Denkmalschutz f\u00fcr Wahrener Bahn-Br\u00fccken<\/strong><\/p>\n<p>In Wahren gehen die Arbeiten zum Ersatz der beiden mehr als 100 Jahre alten Eisenbahnbr\u00fccken \u00fcber die Pittler- und Linkelstra\u00dfe heute in die n\u00e4chste Phase. Die Bauwerke f\u00fchren die sechsgleisige Strecke Leipzig\u2013Halle \u00fcber beide Stra\u00dfen und haben nach Angaben der <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/deutsche-bahn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Deutschen Bahn<\/a> das Ende ihrer m\u00f6glichen Nutzungsdauer erreicht und werden durch Neubauten ersetzt.<\/p>\n<p>Diese entstehen zun\u00e4chst neben den bisherigen Br\u00fccken und werden anschlie\u00dfend an ihre endg\u00fcltigen Standorte geschoben. Die Hauptbauzeit begann Ende Oktober 2025, die zentrale Bahnsperrung dauert noch bis zum 10. Oktober 2026. Danach schlie\u00dfen sich bis zum zweiten Quartal 2027 Restarbeiten an (Begr\u00fcnungen, R\u00fcckbau von Arbeitswegen usw.).<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/dc244923306749119dedfeb0261e7739.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/07\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/der-tag\/2026\/07\/1\"\/><\/p>\n<p>F\u00fcr die Anlieger ist die l\u00e4rmintensivste Phase des Abrisses \u00fcberstanden, auch wenn der entspanntere akustische Alltag noch bis Herbst auf sich warten l\u00e4sst. Regul\u00e4r arbeitet die Baustelle nun tags\u00fcber zwischen 6 und h\u00f6chstens 22 Uhr; weitere Nachtarbeiten seien derzeit nicht geplant, k\u00f6nnten bei Abweichungen vom Bauablauf aber wieder notwendig werden.\u00a0<\/p>\n<p>Und trotz aller vibrierender W\u00e4nde und des ohrenbet\u00e4ubenden L\u00e4rmes: Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Arbeiten und vor allem Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Arbeiter gibt es in <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/wahren\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wahren<\/a> eben auch. In einem offiziellen Aushang bedankt sich die Bahn f\u00fcr eine Eisspende an die Leute in der br\u00fctenden Sonne \u2013 gereicht durch Kinderh\u00e4nde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ba29b5f7-9cf6-4481-8d88-468dee6141ef.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-665778\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ba29b5f7-9cf6-4481-8d88-468dee6141ef.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\"  \/><\/a>Die Bahn bedankt sich per Aushang f\u00fcr eine liebevolle Geste.<\/p>\n<p>Nachdem seit Ende Oktober 2025 die Einrichtung der Baustelle und die Vorbereitung der neuen Br\u00fcckenelemente erfolgt waren, begann Anfang Juli 2026 der Abriss der alten Br\u00fccken. Dabei wurden die historischen Stahlteile mit einem Kran ausgehoben. Nach deren Restaurierung werden sie unter Aspekten des Denkmalschutzes wieder verbaut.<\/p>\n<p>Informationen dar\u00fcber, wie oft die Unterf\u00fchrungssperrungen noch wechseln werden, liegen derzeit nicht vor. Sicher ist nur, dass sich Anwohnerinnen und Anwohner schon jetzt auf den Herbst freuen, wenn die Z\u00fcge wieder wie gewohnt hinter den Schallschutzw\u00e4nden \u00fcber die Gleise gleiten.<\/p>\n<p><strong>Noch \u00b4ne Sperrung<\/strong><\/p>\n<p>Auch hier f\u00e4hrt kein Zug. Zum Gl\u00fcck aber nur kurz. Auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig Hauptbahnhof und Leipzig-<a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/plagwitz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Plagwitz<\/a> kommt zu einer n\u00e4chtlichen Vollsperrung. Grund sind Instandhaltungsarbeiten, die von heute Abend 22 Uhr bis Freitag Morgen 5 Uhr durchgef\u00fchrt werden. Von der Sperrung betroffen sind die sp\u00e4ten Verbindungen der Erfurter-Bahn-Linien RE 12 und RB 22.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des genannten Zeitraums entfallen die Z\u00fcge zwischen Leipzig <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/hauptbahnhof\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Hauptbahnhof<\/a> und Leipzig-Knauthain. F\u00fcr diesen Abschnitt wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Fahrg\u00e4ste sollten l\u00e4ngere Reisezeiten sowie ge\u00e4nderte Anschlussm\u00f6glichkeiten einplanen.<\/p>\n<p><strong>Salvador Allende und der Skispringer \u2013 Buchpremiere mit Clemens B\u00f6ckmann<\/strong><\/p>\n<p>Der Leipziger Autor, Filmemacher und Herausgeber Clemens B\u00f6ckmann stellt heute im <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/grassi-museum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">GRASSI Museum (Johannisplatz)<\/a> seinen neuen Roman \u201eDas richtige Leben des Alvaro Maderholz\u201c vor. Im Mittelpunkt des Buches stehen die Folgen des Milit\u00e4rputsches gegen Salvador Allende, Krieg, Exil und famili\u00e4re Erinnerungen.<\/p>\n<p>Zugleich greift B\u00f6ckmann die Spur eines t\u00f6dlich verungl\u00fcckten Skispringers und Dichters auf und verkn\u00fcpft beide Erz\u00e4hlebenen miteinander. Der Verlag Matthes &amp; Seitz beschreibt das Werk so: \u201eAm einen Anfang, noch w\u00e4hrend Rauchschwaden \u00fcber den chilenischen Pr\u00e4sidentenpalast ziehen und die Nachricht vom Tod Salvador Allendes die Runde macht, ert\u00f6nt der erste Schrei eines Kindes.<\/p>\n<p>Am anderen Anfang st\u00f6\u00dft der Schriftsteller Clemens B\u00f6ckmann bei einem Forschungsprojekt im \u00f6sterreichischen Eisenerz zuf\u00e4llig auf die Spur eines t\u00f6dlich verungl\u00fcckten skispringenden Dichters. Und dazwischen entfaltet sich das ganze, n\u00e4mlich das richtige Leben des Alvaro Maderholz, der beim Absprung von der Skisprungschanze der Schwerkraft der eigenen, von Krieg, Exil und Ideologie gezeichneten Familiengeschichte zu entfliehen hoffte. Doch je h\u00f6her der Flug, desto tiefer der Fall.\u201c<\/p>\n<p>Clemens B\u00f6ckmann wurde 1988 geboren und studierte in Kiel, Lissabon und Tel Aviv. Er lebt und arbeitet in Leipzig und betreut seit 2018 den Nachlass des Dichters und Skispringers Alvaro Maderholz. F\u00fcr seine literarische Arbeit erhielt er 2023 den Ulrike Crespo F\u00f6rderpreis \u201eWORTMELDUNGEN\u201c, 2024 folgte f\u00fcr seinen Roman \u201eWas du kriegen kannst\u201c der Literaturpreis der J\u00fcrgen-Ponto-Stiftung. Zuletzt ver\u00f6ffentlichte er das Buch \u201eHow I missed the war\u201c.<\/p>\n<p>Die Buchpremiere beginnt um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, durch den Abend f\u00fchrt Nicolas van Veen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/42e9e9ad-f58b-4934-9b2a-abd45abbdec5.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-665773\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/42e9e9ad-f58b-4934-9b2a-abd45abbdec5.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\"  \/><\/a>Clemens B\u00f6ckmanns neuer Roman erscheint im Verlag Matthes &amp; Seitz<br \/>\n<strong>L\u00e4nderchefs beraten sich zum Strukturwandel<\/strong><\/p>\n<p>Seit Mitte des 19. Jahrhunderts zeichnete der Abbau von Braunkohle das Gesicht unserer Region. Er pr\u00e4gte das Leben von Generationen. Sch\u00e4tzungen zufolge haben mehr als 50.000 Menschen ihre Heimat verloren, weil ihr Zuhause den Devastierungen zum Opfer fielen, die Tagebaue fra\u00dfen sich durchs Land. Doch so zerst\u00f6rerisch der Raubbau auch war \u2013 er bot den Menschen Arbeit und Einkommen.\u00a0<\/p>\n<p>Die mitteldeutschen Ministerpr\u00e4sidenten <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/michael-kretschmer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Michael Kretschmer<\/a> (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Th\u00fcringen) kommen heute zu einem ganzt\u00e4gigen Treffen zusammen, in dessen Mittelpunkt der Strukturwandel nach dem <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/kohleausstieg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Braunkohleausstieg<\/a> steht. Das teilt die S\u00e4chsische Staatskanzlei mit. Nach deren Angaben nehmen an der Runde auch Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und den Kommunen teil.<\/p>\n<p>Von den Beratungen k\u00f6nnten wichtige Impulse f\u00fcr die k\u00fcnftige Ausrichtung der Strukturhilfen, den Ausbau der Infrastruktur, Industrieansiedlungen und die Besch\u00e4ftigungsentwicklung ausgehen. Mit einer Schifffahrt auf dem <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/tag\/Geiseltal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Geiseltalsee<\/a> starten die drei Ministerpr\u00e4sidenten ihr Treffen. Das geht aus einer Mitteilung des Halleschen Oberb\u00fcrgermeisterb\u00fcros hervor. Gemeinsam mit den Vertretern aus der Region wollen sie eine Bilanz des bisherigen Strukturwandels ziehen, anstehende Aufgaben er\u00f6rtern und \u00fcber die weitere Entwicklung des Mitteldeutschen Reviers beraten.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend setzen sie die Gespr\u00e4che im \u201eHafenwerk 6\u201c in Braunsbedra fort. Dort stehen bei einer Diskussionsrunde unter dem Leitgedanken \u201eTransformation gemeinsam gestalten\u201c Vorhaben aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Digitalisierung und Industrie im Fokus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/45f66468-117a-4444-8d5e-63b2f8c8d346.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-665784\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/45f66468-117a-4444-8d5e-63b2f8c8d346.png\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"1024\"  \/><\/a>Der Braunkohleabbau hat Generationen gepr\u00e4gt. Foto: Benjamin Weinkauf<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"This article is also available in English: Read this article in English. 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