{"id":1205348,"date":"2026-07-31T08:50:25","date_gmt":"2026-07-31T08:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205348\/"},"modified":"2026-07-31T08:50:25","modified_gmt":"2026-07-31T08:50:25","slug":"arbeitsmarkt-hamburg-verzeichnet-fuer-den-juli-mehr-arbeitslose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205348\/","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt: Hamburg verzeichnet f\u00fcr den Juli mehr Arbeitslose"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenquote steigt leicht auf 8,5 Prozent. Auch die schwache Konjunktur tr\u00e4gt dazu bei. Die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie warnt unterdessen vor der weiter sinkenden Ausbildungsf\u00e4higkeit von Schulabg\u00e4ngern.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Zahl der Arbeitslosen in Hamburg ist im Juli im Vergleich zum Juni um 2878 auf 96.841 gestiegen. Die Arbeitslosenquote habe um 0,3 Punkte auf 8,5 Prozent zugenommen, teilte die Agentur f\u00fcr Arbeit Hamburg am Freitag mit. Vor einem Jahr lag die Quote bei 8,4 Prozent. Die Agentur griff auf Daten zur\u00fcck, die bis zum 13. Juli vorlagen.<\/p>\n<p>Der Leiter der Arbeitsagentur, S\u00f6nke Fock, nannte drei Gr\u00fcnde f\u00fcr die Entwicklung: Urlaub in Personalabteilungen und dadurch verz\u00f6gerte Neueinstellungen, ausgebliebene \u00dcbernahmen nach beendeten Ausbildungen und die Konjunkturschw\u00e4che.<\/p>\n<p>Die norddeutsche Metall- und Elektroindustrie warnt unterdessen davor, dass die Ausbildungsreife von Schulabsolventen weiter abnehme. In diesem Jahr werde die Branche zwar vermutlich neun von zehn ihrer Ausbildungspl\u00e4tze besetzen k\u00f6nnen: \u201eDieses gute Ergebnis n\u00f6tigt den Betrieben allerdings hohe Anstrengungen und einen immer gr\u00f6\u00dferen Aufwand ab, den sie perspektivisch nicht mehr leisten k\u00f6nnen\u201c, teilen die Arbeitgeberverb\u00e4nde Nordmetall und AGV Nord mit. \u201eWeil sich die Ausbildungsreife der Jugendlichen seit Jahren verschlechtert, appellieren die Verb\u00e4nde eindringlich an die Politik, die Ausbildungsreife der Jugendlichen deutlich zu verbessern.\u201c<\/p>\n<p>Von 2023 bis 2025 sei die Zahl der Auszubildenden in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie um etwa sechs Prozent auf rund 10.200 gestiegen. Nun sto\u00dfe die Branche aber an Grenzen. \u201eUnternehmen leisten bereits enorm viel, um jungen Menschen den Einstieg ins Berufsleben zu erm\u00f6glichen. Aber sie k\u00f6nnen nicht dauerhaft auffangen, was in Schule und an Berufsorientierung vers\u00e4umt wird\u201c, sagte Loraine Awizus, Arbeitsmarktexpertin von Nordmetall und AGV Nord. <\/p>\n<p>Die Unternehmen b\u00f6ten trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage weiterhin viele Ausbildungspl\u00e4tze an: \u201eDaf\u00fcr brauchen sie aber Bewerberinnen und Bewerber, die \u00fcber die notwendigen schulischen und pers\u00f6nlichen Voraussetzungen verf\u00fcgen\u201c, sagte Awizus. \u201eDie Politik muss deshalb konsequent die Qualit\u00e4t der schulischen Bildung, vor allem in den MINT-F\u00e4chern, und eine verbindliche, praxisnahe Berufsorientierung sicherstellen. Nur so k\u00f6nnen sich die Arbeitgeber auf die Vermittlung der Ausbildungsinhalte konzentrieren.\u201c Als MINT-F\u00e4cher werden Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammengefasst.<\/p>\n<p>dpa\/op<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Arbeitslosenquote steigt leicht auf 8,5 Prozent. Auch die schwache Konjunktur tr\u00e4gt dazu bei. 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