{"id":1205427,"date":"2026-07-31T09:34:19","date_gmt":"2026-07-31T09:34:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205427\/"},"modified":"2026-07-31T09:34:19","modified_gmt":"2026-07-31T09:34:19","slug":"britischer-oelkonzern-bp-will-nordsee-geschaeft-verkaufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205427\/","title":{"rendered":"Britischer \u00d6lkonzern BP will Nordsee-Gesch\u00e4ft verkaufen"},"content":{"rendered":"<p>\n                    Zuerst ver\u00f6ffentlicht am                 31\/07\/2026 &#8211; 10:50 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert<br \/>\n                                     11:28\n                                        <\/p>\n<p>Der britische \u00d6l- und Gaskonzern BP hat am Freitag mitgeteilt, dass er den Verkauf seines Nordsee-Gesch\u00e4fts vorbereitet. Das Unternehmen will sich st\u00e4rker auf seine \u201eattraktivsten Investitionsm\u00f6glichkeiten\u201c konzentrieren.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Zum Portfolio in der Nordsee vor der K\u00fcste des Vereinigten K\u00f6nigreichs geh\u00f6ren f\u00fcnf F\u00f6rderzentren. Dort arbeiten rund 1.100 Menschen, wie BP in der Mitteilung erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>Zum Portfolio in der Nordsee vor der K\u00fcste des Vereinigten K\u00f6nigreichs geh\u00f6ren f\u00fcnf F\u00f6rderzentren. Dort arbeiten rund 1.100 Menschen, wie BP in der Mitteilung erkl\u00e4rte.<\/p>\n<p>\u201eDas Vereinigte K\u00f6nigreich ist seit mehr als 100 Jahren unsere Heimat und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle f\u00fcr uns spielen. Wir sind stolz auf die Arbeitspl\u00e4tze, die wir schaffen, auf unseren Beitrag zur britischen Wirtschaft und darauf, dass wir jeden Tag daf\u00fcr sorgen, dass Energie flie\u00dft\u201c, sagte BP-Chefin Meg O\u2019Neill laut Mitteilung.<\/p>\n<p>Sie erg\u00e4nzte: \u201eDie Nordsee bleibt ein zentraler Bestandteil des britischen Energiesystems. Wenn wir unser Portfolio sch\u00e4rfen und Kapital auf unsere attraktivsten Projekte lenken, sind wir jedoch \u00fcberzeugt, dass unser Nordsee-Gesch\u00e4ft als Teil eines anderen Unternehmens besser aufgehoben w\u00e4re. Es verf\u00fcgt \u00fcber erstklassige Fachkr\u00e4fte, widerstandsf\u00e4hige Anlagen und eine stolze Geschichte. Genau diese Qualit\u00e4ten k\u00f6nnen einen Eigent\u00fcmer anziehen, der bereit ist, das n\u00e4chste Kapitel zu unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>O\u2019Neill betonte, BP strebe eine L\u00f6sung an, die den \u201eMenschen, Anlagen und der Geschichte\u201c des Gesch\u00e4fts gerecht werde.<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung erfolgte einen Tag, nachdem der neue britische Premierminister Andy Burnham signalisiert hatte, dass er bei der F\u00f6rderung von \u00d6l und Gas in der Nordsee flexibler vorgehen k\u00f6nnte. Hintergrund sind Sorgen um die Energiesicherheit des Vereinigten K\u00f6nigreichs und schwankende globale Energiem\u00e4rkte.<\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat Gro\u00dfbritannien wiederholt aufgefordert, die \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung in der Nordsee deutlich auszuweiten. Burnham sagte am Donnerstag, er wolle beim Ausbau und bei der Nutzung der Ressourcen in der Region \u201epragmatisch\u201c vorgehen.<\/p>\n<p>BP erkl\u00e4rte, man werde den Betrieb des Gesch\u00e4fts w\u00e4hrend des gesamten Verkaufsprozesses sicher und zuverl\u00e4ssig weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p>Nordsee-F\u00f6rderung verliert an Attraktivit\u00e4t<\/p>\n<p>Das Nordsee-Gesch\u00e4ft von BP besch\u00e4ftigt derzeit rund 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, und das Unternehmen ist seit mehr als 60 Jahren in der Region aktiv. Im Jahr 2025 f\u00f6rderte der Bereich im Schnitt rund 117.000 Barrel \u00d6l\u00e4quivalent pro Tag und stand damit f\u00fcr etwa 5 % der weltweiten \u00d6l- und Gasproduktion von BP.<\/p>\n<p>Die alternde F\u00f6rderregion hat in den vergangenen Jahren jedoch an Reiz verloren. Die Produktion geht zur\u00fcck, und das h\u00e4ufig ge\u00e4nderte Steuersystem im Vereinigten K\u00f6nigreich belastet die Produzenten zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>Zudem hat die Region an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft, weil die F\u00f6rderung sinkt, die \u00dcbergewinnsteuern gestiegen sind und die vorherige Labour-Regierung beschlossen hat, keine neuen Lizenzen f\u00fcr die Erkundung weiterer \u00d6l- und Gasfelder mehr zu vergeben.<\/p>\n<p>\u00d6l- und Gasunternehmen kritisieren die \u00dcbergewinnsteuer und die generelle politische Unsicherheit. Ihrer Ansicht nach schreckt dies Investoren ab.<\/p>\n<p>BP richtet den Fokus nun wieder st\u00e4rker auf das Kerngesch\u00e4ft mit \u00d6l und Gas, nachdem das Unternehmen seine Investitionen in erneuerbare Energien zur\u00fcckgefahren hat. Der Strategiewechsel folgt auf Druck von Investorinnen und Investoren, die h\u00f6here Renditen und einen schnelleren Schuldenabbau verlangen.<\/p>\n<p>In den vergangenen zw\u00f6lf Monaten hat BP mehreren Verk\u00e4ufen zugestimmt oder sie bereits abgeschlossen. Dazu z\u00e4hlt eine Vereinbarung, einen kontrollierenden Anteil von 65 % an Castrol, dem Schmierstoffgesch\u00e4ft von BP, an die Infrastruktur-Investmentfirma Stonepeak zu ver\u00e4u\u00dfern. Der Abschluss der Transaktion wird, vorbehaltlich der Genehmigung der Aufsichtsbeh\u00f6rden, bis Ende 2026 erwartet.<\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen bereits einer Reihe weiterer Verk\u00e4ufe zugestimmt oder sie vollzogen, darunter der Verkauf von Castrol, seinem Schmierstoffgesch\u00e4ft. BP will damit sein Portfolio weiter vereinfachen, Investitionen auf das zentrale F\u00f6rder-, Raffinerie- und Handelsgesch\u00e4ft konzentrieren und die Bilanz st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Der Schritt von BP folgt \u00e4hnlichen R\u00fcckz\u00fcgen anderer gro\u00dfer Energiekonzerne. ExxonMobil, Chevron und ConocoPhillips haben Nordsee-Verm\u00f6genswerte verkauft. Shell und Equinor haben ihre Offshore-Aktivit\u00e4ten vor Gro\u00dfbritannien in einem Gemeinschaftsunternehmen geb\u00fcndelt. TotalEnergies hat sein Regionalportfolio ebenfalls verkleinert und neu zugeschnitten, um auf die sinkende Produktion zu reagieren und anderswo profitablere Projekte zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 31\/07\/2026 &#8211; 10:50 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert 11:28 Der britische \u00d6l- und Gaskonzern BP hat am Freitag&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1205428,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,17780,13,14,15,7292,132118,12,3992,3993,3994,173,3995,3996,3997],"class_list":["post-1205427","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-bp","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-nordsee","tag-oel-industrie","tag-schlagzeilen","tag-uk","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-unternehmen","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117013911634411504","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1205427","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1205427"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1205427\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1205428"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1205427"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1205427"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1205427"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}