{"id":1205587,"date":"2026-07-31T11:07:16","date_gmt":"2026-07-31T11:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205587\/"},"modified":"2026-07-31T11:07:16","modified_gmt":"2026-07-31T11:07:16","slug":"12-jahre-nach-dem-voelkermord-an-den-ezidinnen-im-irak-mangel-an-hilfsgeldern-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205587\/","title":{"rendered":"12 Jahre nach dem V\u00f6lkermord an den Ezid:innen im Irak: Mangel an Hilfsgeldern und &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">31.07.2026 \u2013 13:01<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von CARE Deutschland e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/6745\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CARE Deutschland e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Bonn\" title=\"News aus Bonn \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bonn<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Am 3. August j\u00e4hrt sich der Beginn des V\u00f6lkermords an den Ezid:innen im Irak zum zw\u00f6lften Mal. Bis heute k\u00e4mpfen die \u00dcberlebenden darum, ihr Leben wieder aufzubauen. CARE ist zutiefst besorgt \u00fcber die anhaltende Vertreibung ezidischer Familien. Viele von ihnen leben seit Jahren unter sehr schwierigen Bedingungen in Camps f\u00fcr Vertriebene. H\u00e4ufig sind sie Gewalt ausgesetzt und haben nur eingeschr\u00e4nkten Zugang zu Bildung und Arbeitsm\u00f6glichkeiten. Vor allem f\u00fcr M\u00e4dchen und Frauen stellen die anhaltenden Sicherheitsrisiken eine st\u00e4ndige Bedrohung dar. Gleichzeitig reichen die Mittel f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe und Wiederaufbau nicht aus, um den Menschen Schutz und Unterst\u00fctzung bei der Schaffung neuer Perspektiven zu bieten.<\/p>\n<p>&#8222;Zw\u00f6lf Jahre nach dem V\u00f6lkermord sind die humanit\u00e4ren Bedarfe vieler ezidischer Familien noch immer nicht gedeckt. Tausende sind nach wie vor vertrieben und k\u00f6nnen nicht in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. Es fehlen die Voraussetzungen f\u00fcr eine sichere, freiwillige und w\u00fcrdige R\u00fcckkehr. Gleichzeitig gehen Hilfs- und F\u00f6rdergelder weiter zur\u00fcck, was unverzichtbare Schutz- und Unterst\u00fctzungsleistungen gef\u00e4hrdet. Der Gedenktag ist nicht nur ein Moment, um an das Geschehene zu erinnern &#8211; er ist eine Mahnung, dass die internationale Gemeinschaft den Schutz und die W\u00fcrde der Ezid:innen, die noch immer mit den Folgen des V\u00f6lkermords leben, weiterhin unterst\u00fctzen muss&#8220;, sagt <b>Malek Al Raddad, Interim-L\u00e4nderdirektor von CARE Irak<\/b>.<\/p>\n<p>Fast eine Million Iraker:innen sind nach wie vor Binnenvertriebene &#8211; viele von ihnen ezidische Familien in der Region Kurdistan im Irak. Seit Jahren hoffen sie auf eine R\u00fcckkehr in ihre Heimatregion Sindschar. 150.000 Menschen sind zwar bereits zur\u00fcckgekehrt, doch Sicherheitsbedenken, Angst und Traumata halten viele weitere von einer R\u00fcckkehr ab. In ihrer Heimat mangelt es an grundlegenden Versorgungsleistungen, darunter Gesundheitsversorgung, sauberes Wasser und Infrastruktur. Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten sind \u00e4u\u00dferst begrenzt. Landwirtschaftliche Fl\u00e4chen sind stark dezimiert, und die Wasserknappheit h\u00e4lt aufgrund der D\u00fcrre an. Die Niederschlagsmenge ist in den letzten f\u00fcnf Jahren um 40 Prozent zur\u00fcckgegangen. Rund 80 Prozent der \u00f6ffentlichen Infrastruktur und 70 Prozent der H\u00e4user in Sindschar wurden zerst\u00f6rt. Viele H\u00e4user sind nach wie vor unbewohnbar.<\/p>\n<p>&#8222;Die Sicherheitslage in Sindschar ist auch heute fragil. F\u00fcr dauerhafte Stabilit\u00e4t reicht es nicht aus, Gewalt zu verhindern &#8211; es bedarf Rechenschaftspflicht, effektiver Institutionen und der Garantie, dass die Menschen ihr Leben in Sicherheit wiederaufbauen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus ist der Zugang zu den Gemeinden in Sindschar f\u00fcr Hilfsorganisationen aufgrund administrativer Herausforderungen nach wie vor schwierig&#8220;, sagt <b>Mohammed Masoud Abbas, CARE-Koordinator f\u00fcr Sicherheit und Zugang<\/b>.<\/p>\n<p>CARE fordert Regierungen weltweit auf, ihren moralischen und rechtlichen Verpflichtungen nachzukommen, um sicherzustellen, dass Ezid:innen in W\u00fcrde und Sicherheit leben k\u00f6nnen. Zudem ruft CARE die Geber nachdr\u00fccklich dazu auf, die Finanzmittel f\u00fcr Hilfsma\u00dfnahmen deutlich zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>CARE Irak arbeitet mit der irakischen Partnerorganisation The Lotus Flower zusammen, um intern vertriebenen Menschen sichere Zufluchtsorte, psychosoziale Unterst\u00fctzung und Schutzma\u00dfnahmen zu bieten. CARE wurde 1945 gegr\u00fcndet, um Armut und Hunger in Europa mit Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in \u00fcber 100 L\u00e4ndern mit \u00fcberwiegend einheimischen Kr\u00e4ften und Partnerorganisationen f\u00fcr die \u00dcberwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein und stellt insbesondere Frauen und M\u00e4dchen ins Zentrum seiner Arbeit.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>CARE Deutschland e.V.<br \/>Kerstin Bandsom<br \/>Telefon: +49 (0) 228 975 63 &#8211; 41<br \/>Mobil: +49 (0) 170 74 48 600<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6745\/mailto:bandsom@care.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bandsom@care.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: CARE Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"31.07.2026 \u2013 13:01 CARE Deutschland e.V. Bonn (ots) Am 3. 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