{"id":1205638,"date":"2026-07-31T11:38:15","date_gmt":"2026-07-31T11:38:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205638\/"},"modified":"2026-07-31T11:38:15","modified_gmt":"2026-07-31T11:38:15","slug":"geothermie-hamburgs-erste-versorgung-mit-erdwaerme-rueckt-naeher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205638\/","title":{"rendered":"Geothermie: Hamburgs erste Versorgung mit Erdw\u00e4rme r\u00fcckt n\u00e4her"},"content":{"rendered":"<p>Noch in diesem Jahr wollen die Hamburger Energiewerke in Wilhelmsburg aufbereitete Erdw\u00e4rme f\u00fcr die Versorgung von Haushalten in das Netz einspeisen. Wichtige Zwischenschritte daf\u00fcr wurden nun erreicht.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Nutzung von Erdw\u00e4rme gilt als besonders vielversprechend, weil diese Art der erneuerbaren Energie ganzj\u00e4hrig zuverl\u00e4ssig zur Verf\u00fcgung steht. Hamburgs erstes Geothermie-Projekt soll im Stadtteil Wilhelmsburg noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Wichtige Zwischenschritte hat das st\u00e4dtische Unternehmen Hamburger Energiewerke nun erreicht. Der Bund f\u00f6rdert das Projekt im Rahmen seiner \u201eReallabore\u201c f\u00fcr die Energiewende mit 22,5 Millionen Euro.<\/p>\n<p>In Wilhelmsburg wollen die Hamburger Energiewerke 48 Grad warmes Wasser aus einer 1300 Meter tief gelegenen Gesteinsschicht an die Oberfl\u00e4che f\u00f6rdern. Dort muss das Wasser f\u00fcr die Nutzung im Fernw\u00e4rmesystem auf 75 bis 85 Grad weiter aufgeheizt werden. Daf\u00fcr installieren die Hamburger Energiewerke zwei jeweils vierstufige W\u00e4rmepumpen, die beim Stromverbrauch besonders effizient sein sollen. Die Hauptkomponenten daf\u00fcr seien nun montiert, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Noch in diesem Jahr soll die Einspeisung von Erdw\u00e4rme in das Netz beginnen.<\/p>\n<p>\u201eWir bauen in Wilhelmsburg die erste Tiefengeothermie-Anlage Hamburgs\u201c, sagte Thomas-Tim S\u00e4vecke, Gesch\u00e4ftsbereichsleiter Engineering der Hamburger Energiewerke. \u201eWir haben eine effiziente W\u00e4rmepumpenanlage geplant. Unsere Testreihe zur Thermalwasserf\u00f6rderung war bereits erfolgreich. Jetzt wird die Anlagentechnik installiert, angeschlossen und dann schrittweise in Betrieb genommen. Noch in diesem Jahr wollen wir erste W\u00e4rme in Wilhelmsburg liefern.\u201c<\/p>\n<p>Aus den zwei lokalen W\u00e4rmenetzen versorgen die Hamburger Energiewerke in Wilhelmsburg bislang rund 3700 Haushalte mit Fernw\u00e4rme. Die Geothermieanlage bietet laut Hamburger Energiewerken rein rechnerisch das Potenzial f\u00fcr die Versorgung weiterer 6000 Haushalte. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Energiebunker in Wilhelmsburg, der umgebaute Flakbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Er enth\u00e4lt unter anderem einen gro\u00dfen W\u00e4rmespeicher zur Zwischenspeicherung von Fernw\u00e4rme, in den auch die W\u00e4rme aus der Geothermieanlage eingespeist werden wird. Auf dem Dach des Geb\u00e4udes stehen zudem Solarstrom- und Solarw\u00e4rmeanlagen.<\/p>\n<p>\u201eDie W\u00e4rmewende findet nicht irgendwann statt, sondern sie l\u00e4uft in Hamburg bereits auf Hochtouren. Das sieht man besonders gut beim Geothermie-Projekt in Wilhelmsburg\u201c, sagte Hamburgs Umwelt- und Energiesenatorin Katharina Fegebank (Gr\u00fcne). \u201eHier zeigen unsere Hamburger Energiewerke, wie sauberes Heizen im Jahr 2026 funktioniert: Sie nutzen die W\u00e4rme aus der Erde, machen uns unabh\u00e4ngiger von teuren Gasimporten und versorgen Tausende Haushalte mit verl\u00e4sslicher Fernw\u00e4rme.\u201c<\/p>\n<p>Die Hamburger Energiewerke arbeiten an zahlreichen Stellen daran, die W\u00e4rmeversorgung der Stadt auf eine \u201eklimaneutrale\u201c Basis zu stellen. Das gr\u00f6\u00dfte Projekt daf\u00fcr ist der \u201eEnergiepark Hafen\u201c auf der Dradenau. Dort wird k\u00fcnftig unter anderem Abw\u00e4rme aus Industrieunternehmen gesammelt, aufbereitet und zur Versorgung der westlichen Hamburger Stadtteile in einer neu gebauten Pipeline unter der Elbe hindurch in das Fernw\u00e4rmenetz f\u00fcr die westlichen Hamburger Stadtteile geleitet.<\/p>\n<p>Eine Volksinitiative setzte im vergangenen Oktober durch, dass der Senat die Voraussetzungen schaffen muss, um Hamburg bereits 2040 \u201eklimaneutral\u201c zu machen, f\u00fcnf Jahre fr\u00fcher, als zuvor vom Senat geplant. Wie dies gelingen soll, ist an vielen Stellen noch v\u00f6llig offen. Der rot-gr\u00fcne Senat betont seither regelm\u00e4\u00dfig die erheblichen Anstrengungen f\u00fcr die Stadtgesellschaft, die daf\u00fcr n\u00f6tig sein werden.<\/p>\n<p><b>Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland. Er berichtet seit mehr als 30 Jahren \u00fcber die deutsche und die internationale Energiewirtschaft.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Noch in diesem Jahr wollen die Hamburger Energiewerke in Wilhelmsburg aufbereitete Erdw\u00e4rme f\u00fcr die Versorgung von Haushalten in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1205639,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1826],"tags":[29,64242,78115,251301,30,692,32795,45],"class_list":["post-1205638","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hamburg","tag-deutschland","tag-energiewende-ks","tag-fernwaerme-ks","tag-geothermie-ks","tag-germany","tag-hamburg","tag-preuss-olaf","tag-texttospeech"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117014397424987743","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1205638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1205638"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1205638\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1205639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1205638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1205638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1205638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}