{"id":1205934,"date":"2026-07-31T14:28:19","date_gmt":"2026-07-31T14:28:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205934\/"},"modified":"2026-07-31T14:28:19","modified_gmt":"2026-07-31T14:28:19","slug":"neue-ostseeachse-soll-brandenburg-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1205934\/","title":{"rendered":"Neue Ostseeachse soll Brandenburg st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Kr\u00e4ne drehen sich, Bagger arbeiten, neue Gleise entstehen. Rund um die H\u00e4fen von Stettin und Swinem\u00fcnde w\u00e4chst eines der gr\u00f6\u00dften Infrastrukturprojekte an der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Ostsee\" data-rtr-id=\"fbcc5fcaa72d2d08cdaa35a132da2e659db29152\" data-rtr-score=\"7.2708562019758505\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"66\" href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/thema\/ostsee\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ostsee<\/a>. Was auf den ersten Blick wie ein polnisches Hafenprojekt aussieht, k\u00f6nnte schon bald auch Brandenburg wirtschaftlich neuen Schwung verleihen. Denn \u00fcber die H\u00e4fen von Schwedt und Eberswalde k\u00f6nnten k\u00fcnftig deutlich mehr Waren \u00fcber Stettin ins deutsche Binnenland gelangen \u2013 und damit neue Auftr\u00e4ge, Arbeitspl\u00e4tze und Investitionen entstehen.<\/p>\n<p class=\"tw-text-neutral-10 tw-py-2 tw-border-t tw-mb-0 tw-text-title-md tw-font-medium tw-border-solid tw-border-b-neutral-10 tw-font-primary\">Empfohlene Artikel<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Vor Ort machte sich am Mittwoch Brandenburgs Wirtschafts- und Europaministerin Martina Klement (CSU) ein Bild von den Ausbaupl\u00e4nen. Zuvor hatte sie mit Vertretern der Woiwodschaft Westpommern und der Stadt Stettin \u00fcber die wirtschaftliche Zusammenarbeit, den Ausbau der Bahnstrecke <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Berlin\" data-rtr-id=\"d0f8ca37195d12bf55f612c03cb5ae6e0ea21dfa\" data-rtr-score=\"25.614709110867178\" data-rtr-etype=\"location\" data-rtr-index=\"67\" href=\"https:\/\/www.nordkurier.de\/thema\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a>\u2013Stettin und gemeinsame Infrastrukturprojekte gesprochen. \u201ePolen ist f\u00fcr uns ein sehr, sehr wichtiger Partner \u2013 und mit Abstand unser wichtigster Handelspartner\u201c, betonte die Ministerin. Der Besuch fiel in das Jubil\u00e4umsjahr der seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen Brandenburg und Westpommern.<\/p>\n<p>Eberswalde will vom Boom profitieren<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">\u201eDer Hafen Eberswalde liegt auf der Achse zwischen Stettin und Berlin. Wir w\u00fcrden den Boom, den Stettin derzeit erlebt, nat\u00fcrlich gerne f\u00fcr unsere Region mitnutzen\u201c, sagt Andreas Bonin, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Technischen Werke Eberswalde. Sein Binnenhafen k\u00f6nnte k\u00fcnftig Container und Projektladungen \u00fcbernehmen, die in Stettin oder Swinem\u00fcnde angelandet werden. \u201eStettin ist unser Hinterland \u2013 und wir sind das Hinterland f\u00fcr Stettin\u201c, beschreibt Bonin die angestrebte Partnerschaft.<\/p>\n<p>Schwedt hofft auf neue Warenstr\u00f6me<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Auch Schwedt hofft auf neue Warenstr\u00f6me. \u201eDer Hafen Stettin ist historisch der Hafen, der Berlin und Brandenburg mit dem Ostseeraum verbindet\u201c, sagt Philip Pozdorecz, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsf\u00f6rderung von der Stadtverwaltung Schwedt. K\u00fcnftig k\u00f6nnten deutlich mehr G\u00fcter \u00fcber die Oder in die Uckermark gelangen. \u201eDavon kann nat\u00fcrlich der Hafen Schwedt profitieren, indem mehr Binnenschiffe hereinkommen, die wir dann auf Lkw oder auf die Bahn umsetzen\u201c, erkl\u00e4rt er. Die PCK-Raffinerie sei dabei allerdings nicht der entscheidende Faktor. Vielmehr gehe es um neue Logistikketten f\u00fcr die gesamte Region.<\/p>\n<p>Milliardenprojekt f\u00fcr die Ostseeh\u00e4fen<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">F\u00fcr Rafal Zahorski, Entwicklungsbeauftragter der Hafenverwaltung Szczecin-\u015awinouj\u015bcie, ist der Ausbau weit mehr als ein gew\u00f6hnliches Infrastrukturprojekt. Er sprach von einer grundlegenden Neuausrichtung der beiden Ostseeh\u00e4fen. Ziel sei es, Stettin und Swinem\u00fcnde zu einem der wichtigsten Logistikzentren zwischen Skandinavien und Mitteleuropa auszubauen.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/e646af8b-953f-4e3e-be76-5418cc501141.jpeg\" alt=\"Schon heute laufen solche mit Fl\u00fcssiggas beladene Frachter den Swinem\u00fcnder Hafen an.\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"data:image\/svg+xml,%3csvg%20width='48'%20height='48'%20viewBox='0%200%2048%2048'%20fill='none'%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%3e%3crect%20width='48'%20height='48'%20rx='24'%20fill='white'%20fill-opacity='0.8'\/%3e%3cmask%20id='mask0_13797_3251'%20style='mask-type:alpha'%20maskUnits='userSpaceOnUse'%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%3e%3crect%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%20fill='%23D9D9D9'\/%3e%3c\/mask%3e%3cg%20mask='url(%23mask0_13797_3251)'%3e%3cpath%20d='M15%2033V25H17V29.6L29.6%2017H25V15H33V23H31V18.4L18.4%2031H23V33H15Z'%20fill='%231C1B1F'\/%3e%3c\/g%3e%3c\/svg%3e\"\/><\/p>\n<p>Schon heute laufen solche mit Fl\u00fcssiggas beladene Frachter den Swinem\u00fcnder Hafen an. (Foto: Lex Van Lieshout)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">In den vergangenen Jahren sei daf\u00fcr bereits massiv investiert worden. Allein im Hafen Stettin wurde die Fahrrinne auf 12,5 Meter vertieft. \u201eSchon diese zwei Meter mehr Tiefgang erm\u00f6glichen es uns, Schiffe mit nahezu der doppelten Ladekapazit\u00e4t abzufertigen\u201c, erl\u00e4uterte Zahorski. Gleichzeitig seien Kaianlagen, Gleise und Stra\u00dfen vollst\u00e4ndig modernisiert worden.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der n\u00e4chste gro\u00dfe Schritt entsteht jedoch in Swinem\u00fcnde. Dort wird mit dem Projekt \u201ePrzyl\u0105dek Pomerania\u201c ein v\u00f6llig neuer Hafen auf k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttetem Gel\u00e4nde gebaut. Geplant sind rund 2,9 Kilometer neue Kaianlagen, eine Wassertiefe von 17 Metern sowie ein modernes Containerterminal. Nach der Fertigstellung sollen dort j\u00e4hrlich bis zu zwei Millionen Standardcontainer umgeschlagen werden. \u201eWir wollen kein zweites Hamburg werden und auch nicht mit Hamburg konkurrieren. Wir wollen die G\u00fcter abfertigen, die nat\u00fcrlicherweise in unsere Region geh\u00f6ren\u201c, sagte Zahorski.<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Der Hafenausbau ist eng mit einem umfassenden Verkehrskonzept verbunden. Parallel werden Bahnstrecken ausgebaut, Stra\u00dfen modernisiert und die Oder als Wasserstra\u00dfe weiterentwickelt. Ziel ist es, deutlich mehr G\u00fcter von der Stra\u00dfe auf Schiffe und Z\u00fcge zu verlagern. \u201eF\u00fcr uns sind die beiden wichtigsten Verkehrstr\u00e4ger die Eisenbahn und die Binnenschifffahrt. Wir wollen die Stra\u00dfen entlasten\u201c, betonte Zahorski. K\u00fcnftig sollen Containerz\u00fcge mit bis zu 750 Metern L\u00e4nge die Strecke von Swinem\u00fcnde bis nach Tschechien in weniger als acht Stunden zur\u00fccklegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Brandenburg setzt auf engere Partnerschaft<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">F\u00fcr Ministerin Klement ist klar, dass Brandenburg von dieser Dynamik profitieren muss.\u00a0 \u201eDaraus k\u00f6nnen sich Chancen f\u00fcr neue Absatzm\u00e4rkte, abgestimmte Logistikketten, einen leistungsf\u00e4higen Hafenhinterlandverkehr sowie die gemeinsame Vermarktung der Wirtschaftsachse Berlin-Szczecin bis nach Skandinavien ergeben.\u201c Die Havel-Oder-Wasserstra\u00dfe zwischen Berlin und der Westoder Richtung Stettin bietet aus ihrer Sicht gro\u00dfes Potenzial &#8211; zum Beispiel f\u00fcr den Tourismus im Nordosten Brandenburgs.<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/fb95af8e-16e7-48e1-b4fe-fd8616618abc.jpg\" alt=\"Die Kaianlagen im Hafen Schwedt sollen k\u00fcnftig eine gr\u00f6\u00dfere Rolle im G\u00fcterverkehr zwischen Deutschland und den polnischen Seeh\u00e4fen Stettin und Swinem\u00fcnde spielen.\" fetchpriority=\"auto\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><img decoding=\"async\" alt=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" class=\"sm:tw-w-9 sm:tw-h-9\" src=\"data:image\/svg+xml,%3csvg%20width='48'%20height='48'%20viewBox='0%200%2048%2048'%20fill='none'%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%3e%3crect%20width='48'%20height='48'%20rx='24'%20fill='white'%20fill-opacity='0.8'\/%3e%3cmask%20id='mask0_13797_3251'%20style='mask-type:alpha'%20maskUnits='userSpaceOnUse'%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%3e%3crect%20x='12'%20y='12'%20width='24'%20height='24'%20fill='%23D9D9D9'\/%3e%3c\/mask%3e%3cg%20mask='url(%23mask0_13797_3251)'%3e%3cpath%20d='M15%2033V25H17V29.6L29.6%2017H25V15H33V23H31V18.4L18.4%2031H23V33H15Z'%20fill='%231C1B1F'\/%3e%3c\/g%3e%3c\/svg%3e\"\/><\/p>\n<p>Die Kaianlagen im Hafen Schwedt sollen k\u00fcnftig eine gr\u00f6\u00dfere Rolle im G\u00fcterverkehr zwischen Deutschland und den polnischen Seeh\u00e4fen Stettin und Swinem\u00fcnde spielen. (Foto: Eva-Martina Weyer)<\/p>\n<p class=\"paragraph tw-mx-auto tw-mb-6\">Doch nicht nur die Warenstr\u00f6me standen im Vordergrund des Besuchs, so Klement: \u201eWir haben als Land Brandenburg ein sehr gro\u00dfes Interesse daran, dass wir im Hinterland davon profitieren k\u00f6nnen\u201c, sagt sie. Polen entwickle sich mit hohem Tempo. \u201eIch glaube schon, dass die Polen in vielerlei Hinsicht ein Tempo an den Tag legen, von dem wir uns eine Scheibe abschneiden k\u00f6nnen.\u201c Die enge Zusammenarbeit beider L\u00e4nder werde deshalb k\u00fcnftig noch wichtiger werden.<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kr\u00e4ne drehen sich, Bagger arbeiten, neue Gleise entstehen. 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