{"id":1206158,"date":"2026-07-31T16:38:16","date_gmt":"2026-07-31T16:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206158\/"},"modified":"2026-07-31T16:38:16","modified_gmt":"2026-07-31T16:38:16","slug":"man-muss-vielleicht-mal-aufhoeren-zu-sagen-hier-waere-das-furchtbarste-ende-der-stadt-blickfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206158\/","title":{"rendered":"\u201eMan muss vielleicht mal aufh\u00f6ren zu sagen, hier w\u00e4re das furchtbarste Ende der Stadt\u201c &#8211; blickfeld"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld: <\/strong>M\u00f6gt ihr beiden zun\u00e4chst erz\u00e4hlen, warum ihr da wart?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane: <\/strong>Wir haben mit der Aktion \u201eAuf einen Chai mit\u201c Ende Mai angefangen, weil wir hier unbedingt mehr Pr\u00e4senz von anderen Kr\u00e4ften, die hier noch nicht so sichtbar sind, und von Politik generell in Oberbarmen verwirklichen wollten. Ziel war auch, ganz klarzumachen, dass es auch noch andere Politik gibt als die Nazis, die vielleicht die einzigen sind, die hier momentan zumindest gro\u00dfe Wahlgewinne bekommen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Amir: <\/strong>Ziel ist es nat\u00fcrlich, dass die Menschen in Oberbarmen sich einfach angesprochen und verstanden f\u00fchlen. Ich habe das Gef\u00fchl gehabt, dass man einfach proaktiv auf die Leute zugehen muss \u2013 das haben wir mit unserem Stand hier versucht. Oberbarmen ist ein sehr sch\u00f6ner Stadtteil. Es ist ein lebenswerter Platz und das sollte es auch f\u00fcr alle sein. Wir haben sehr viel positive Resonanz bekommen und uns dazu entschlossen, das einmal im Monat zu machen, hoffentlich langfristig, so dass man hier einen aktiven Treffpunkt hat, an dem man uns ansprechen kann.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Wie kam es zu dieser Idee?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Da kamen verschiedene Sachen zusammen: Ich bin in den Stadtrat eingezogen, und zwar als Einzige aus Oberbarmen in unserer Ratsfraktion. Wir haben sehr viele Menschen aus dem Wuppertaler Westen, nur zwei aus dem Wuppertaler Osten und ich bin die Einzige aus Oberbarmen. So zieht sich das auch durch die Partei, dass wir sehr viele Gr\u00fcnen-Mitglieder in Elberfeld haben und die Mitglieder hier weniger sichtbar sind. Das hat mich gest\u00f6rt. Ich glaube, wir k\u00f6nnen hier auf jeden Fall mehr machen und mehr Politik hinbringen, weil die Menschen hier ganz klare Ideen haben und genervt sind, dass man f\u00fcr alles nach Elberfeld fahren muss. Das andere, was hinzukam, ist, dass unsere Partei sich auf den Weg gemacht hat, vielf\u00e4ltiger zu werden \u2013 also weniger die wei\u00dfe, akademische Mittelschicht, die immer noch sehr viele Parteimitglieder stellt. Und wo k\u00f6nnte man besser mit den Menschen ins Gespr\u00e4ch kommen, die noch nicht in der Partei repr\u00e4sentiert sind, als hier in Oberbarmen und auf diesem Platz?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Wie kamt ihr denn auf Baklava?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Amir:<\/strong> Wenn du mich fragst, dann ist Oberbarmen so ein Mini-Kreuzberg. Wir haben verschiedenste Kulturen hier, die aufeinandertreffen, ob es jetzt t\u00fcrkisch, kurdisch, arabisch oder sonst irgendetwas ist, und dahingehend war Baklava wirklich das Beste. Aber am Ende des Tages h\u00e4tten wir hier auch mit Franzbr\u00f6tchen stehen k\u00f6nnen, es ging ja nicht darum, was die Leute hier essen, sondern dass wir die Leute einladen, als G\u00e4ste proaktiv an unseren Tisch zu kommen. Die Idee dahinter war gar nicht, gro\u00df Politik oder Wahlkampf zu machen, sondern auf die Menschen zuzugehen und sie neugierig zu machen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Ich hatte auch superspannende Gespr\u00e4che mit Menschen, die nach dem ersten Schluck Tee ihr Herz ausgesch\u00fcttet haben. Das zeigt f\u00fcr mich auch, wie dringend es das gebraucht hat, dass es hier einfach die M\u00f6glichkeit gibt, miteinander zu reden. Mit Tee ist es auch gem\u00fctlicher, als wenn man schnell etwas in die Hand dr\u00fcckt. Es ging da nicht darum, jemanden mit Information zu betanken, sondern eher andersrum \u2013 Informationen zu bekommen. Ich fand es sehr beeindruckend, zu sehen, wie viel dabei rumgekommen ist, und wie viele Menschen ehrlich daran interessiert waren, das Gespr\u00e4ch zu suchen und sich nat\u00fcrlich auch zu beschweren \u2013 das geh\u00f6rt zur Wahrheit dazu und ist auch berechtigt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Was f\u00fcr Probleme sprachen die Menschen denn an?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane: <\/strong>Es ging viel darum, wem welcher Platz geh\u00f6rt. Zum Beispiel: Wer benutzt was auf dem Spielplatz an der Rosenau, wie sicher f\u00fchlen sich die Kinder und wie gut kommt man dahin? Ein Thema war auch, dass der Berliner Platz als Hotspot von Kriminalit\u00e4t gilt. Viele Menschen haben angesprochen, dass sie sich sicherer f\u00fchlen m\u00f6chten, und was man daf\u00fcr tun kann. Eines der spannendsten Gespr\u00e4che war eines mit einer Polizistin, die gesagt hat: \u201eNaja, der Ruf ist schlechter als das, was auf dem Platz passiert.\u201c Die Polizei wird viel seltener gerufen und auch nicht wegen polizeilicher Vorkommnisse, sondern weil Menschen einfach den \u00f6ffentlichen Raum f\u00fcr sich beanspruchen \u2013 daf\u00fcr ist er ja auch da \u2013 und andere Menschen sich davon gest\u00f6rt f\u00fchlen. Auch das geh\u00f6rt zu diesem Nachbarschaftsleben dazu. Ich glaube, auch durch solche Sachen wird deutlich, wie wichtig es ist, zwischen den verschiedenen Gruppen hier im Stadtteil ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Amir:<\/strong> Ob Sauberkeit oder Armut, Oberbarmen als Stadtteil und alles, was im Wuppertaler Osten ist, vielleicht Beyenburg ausgenommen, k\u00e4mpft mit geringen Einkommensm\u00f6glichkeiten in den Familien. Ich habe auch viele Gespr\u00e4che auf Arabisch gef\u00fchrt, in denen ich einfach die gleichen Erlebnisse widergespiegelt bekommen habe. Viel zu viele Kinder auf viel zu wenig Platz \u2013 da geht es einfach grunds\u00e4tzlich darum, dass das Kind sich gar nicht in seinen eigenen vier W\u00e4nden frei entfalten kann, keine Privatsph\u00e4re hat, und dann vielleicht auch am Berliner Platz verweilt. Dann geh\u00f6rt es dazu, dass wir als Politik sch\u00f6ne Orte schaffen f\u00fcr diese Kinder.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Und bezahlbarer Wohnraum war ein Thema, auch wenn man daran in diesem Stadtteil nicht als Erstes denkt. Es ist gar nicht so leicht f\u00fcr die Familien, hier etwas zu finden, was bezahlbar ist, und den Anspr\u00fcchen einer Familie \u00fcberhaupt gen\u00fcgen kann.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Wer waren die Menschen, mit denen ihr gesprochen habt?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Ich glaube, in den Gespr\u00e4chen, die ich gef\u00fchrt habe, waren wenige Gr\u00fcnen-W\u00e4hler:innen, insofern fand ich das superspannend. Und es waren tats\u00e4chlich auch Menschen da, bei denen ich sagen w\u00fcrde: Ja, wahrscheinlich w\u00e4hlen sie eigentlich die AfD, aber im Gespr\u00e4ch kam raus: Nicht, weil sie gerne eine rechtsextreme Partei an der Macht h\u00e4tten, sondern tats\u00e4chlich aus Verzweiflung. Das klingt immer so nach diesem klassischen Narrativ, aber bei einigen Gespr\u00e4chen wussten sie wirklich nicht, wohin. Im Wahlkampf war mir aber auch aufgefallen: Abgesehen von diesen Spazierg\u00e4ngen und irgendwelchen Pseudodemonstrationen, die sie hier angemeldet haben, ist die AfD hier nicht wirklich pr\u00e4sent. Sie machen keinen Stand, sie machen keine Veranstaltung, sie reden halt viel dar\u00fcber, wie furchtbar dieser Stadtteil ist. Zu mir hatte auch jemand gesagt: Sch\u00f6n, dass hier jemand steht, die AfD w\u00fcrde nur da hinten an der Kneipe stehen. Vielleicht ist das das richtige Zeichen, um als progressive Kraft aufzutreten und zu sagen: Wir kommen mit euch ins Gespr\u00e4ch und wir wollen wissen, was euch bewegt.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctze die CampusZeitung blickfeld<\/p>\n<p><strong>Schon ein kleiner Beitrag hilft uns, unseren Job noch besser zu machen!<\/strong> So kannst du uns unterst\u00fctzen:<\/p>\n<p>Abo per <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/blickfeld-wuppertal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Steady<\/a>, <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/www.paypal.me\/blickfeldwtal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Einmalzahlung<\/a> oder <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/anzeigen-abo\/werbeanzeige-schalten\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Anzeige<\/a><\/p>\n<p>Damit wir unser Engagement ausbauen k\u00f6nnen, ist eure Unterst\u00fctzung gefragt &#8211; f\u00fcr mehr Recherchen und Berichte.<\/p>\n<p><strong>Ihr k\u00f6nnt uns mit einem monatlichen oder einmaligen Beitrag unterst\u00fctzen oder eine Anzeige schalten.<\/strong><\/p>\n<p><a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/steadyhq.com\/de\/blickfeld-wuppertal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Abo per Steady<\/a> | <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/www.paypal.me\/blickfeldwtal\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Einmalzahlung mit PayPal<\/a> | <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/anzeigen-abo\/werbeanzeige-schalten\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Anzeige schalten<\/a><\/p>\n<p>Zur CampusZeitung blickfeld:<\/p>\n<p>Seit 2011 versorgen wir als <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">unabh\u00e4ngiges Medium an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal<\/a> die Studierenden, Mitarbeiter\/-innen und alle Interessierten aus dem Bergischen St\u00e4dtedreieck und dar\u00fcber hinaus mit Nachrichten vom Campus und aus dem Tal. Unsere <strong>Unabh\u00e4ngigkeit<\/strong> ist unsere st\u00e4rkste Eigenschaft. Wir sind weder eine Zeitung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) noch eine Publikation unter der Schirmherrschaft der Universit\u00e4t. Damit sind wir keinen fremden Interessen verpflichtet, k\u00f6nnen frei Themen w\u00e4hlen und dabei auch unbequem werden. <a class=\"gofollow\" data-track=\"MTIsMCwxMA==\" href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\">Mehr \u00fcber uns &#8230;<\/a><\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Was sind denn eure eigenen Lieblingsorte hier in Oberbarmen?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Amir:<\/strong> Ich bin in Langerfeld aufgewachsen, beziehungsweise erstmal in Hatzfeld. Den Gro\u00dfteil meiner Kindheit habe ich in Oberbarmen verbracht. Ich komme aus einer arabischsprechenden Familie und wurde arabisch gro\u00dfgezogen \u2013 das hei\u00dft, wir haben eine gro\u00dfe Freude an arabischen Superm\u00e4rkten oder Restaurants. F\u00fcr gute Kulinarik sollte man nach Oberbarmen kommen. F\u00fcr gr\u00fcne Spots auch. Auch kein Standard-Case: Die Schwarzbach war fr\u00fcher eine Reichengegend und jetzt genau das Gegenteil, aber trotzdem ist sie mehr als lebenswert. An jedem Platz, wo Menschen sind, kann man etwas Sch\u00f6nes schaffen und da geh\u00f6rt es einfach dazu, dass wir da etwas machen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Dieses Ufer an der Rosenau ist einer meiner Lieblingsorte, weil ich mitbekommen habe, wie sich das entwickelt hat. Nach der Schule haben wir hier viel Zeit verbracht und damals war es wirklich nicht so sch\u00f6n wie jetzt. Es waren haupts\u00e4chlich Steine und kein gepflegter Rasen und es sah nicht so aus, als ob man sich hier aufhalten sollte. Ich finde, mit dem, was hier passiert ist, wird deutlich, was f\u00fcr ein Potenzial dieser Ort hat. Der andere Rand davon ist der Nordpark, der ist super untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Ist es euch denn schon gelungen, jemanden f\u00fcr Oberbarmen statt des Luisenviertels zum Ausgehen zu gewinnen?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Ich habe es mir tats\u00e4chlich so ein bisschen zur Aufgabe gemacht, innerhalb der Partei und im Stadtrat die Fahne f\u00fcr diesen Stadtteil hochzuhalten, weil ich wirklich \u00fcberzeugt bin, dass er besser ist als sein Ruf. Es kam auch immer in den Gespr\u00e4chen durch: Eigentlich ist es hier sch\u00f6n und was mich st\u00f6rt, ist, dass es nicht anerkannt wird. Neben den Problemen, die man nat\u00fcrlich nicht wegdiskutieren kann. Ich glaube, insgesamt ist dieser Stadtteil untersch\u00e4tzt. Man muss vielleicht mal aufh\u00f6ren zu sagen, hier w\u00e4re das furchtbarste Ende der Stadt \u2013 das ist ganz gewiss nicht so. Ich glaube, ich kann das einsch\u00e4tzen, ich habe hier fast 20 Jahre gewohnt. Und es ist ein Stadtteil, der in vielen Dingen davon lebt, wie viel die Menschen hier selbst gestalten und wie viel sie tun. Man sieht in anderen Stadtteilen viel zu wenig davon, was es hier f\u00fcr Organisationen und aktive Menschen gibt. Allein davon zu erz\u00e4hlen, w\u00fcrde die eine oder andere Person zumindest \u00fcberzeugen, mal hier vorbeizukommen, und dann lade ich sie gerne ein und zeige, wo es hier wirklich sch\u00f6n ist.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Was hat die AfD denn hier \u201eH\u00e4ssliches\u201c w\u00e4hrend ihres j\u00fcngsten Spazierganges gefunden?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Amir:<\/strong> Sie sind die B7 runtergelaufen und die Wichlinghauser Stra\u00dfe hoch. Auf der B7 sind Lokalit\u00e4ten, teilweise Gastronomen, die sich ihre eigene Existenz aufbauen wollen, die gutes Essen machen. Geh rein und \u00fcberzeug dich doch selbst \u2013 aber ich bezweifle, dass irgendeiner von denen da reingegangen ist und mit irgendjemandem da drin gesprochen hat. Du kannst dir doch nicht einfach von au\u00dfen die Fassade ansehen und dir deine Schl\u00fcsse ziehen. So funktioniert das nicht.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane:<\/strong> Ich finde es faszinierend, dass sie dieses St\u00fcck ausgesucht haben: Da sind um diese Zeit einfach immer Menschen, die friedlich dasitzen, sich unterhalten und den \u00f6ffentlichen Raum nutzen. Ich finde es angenehmer, hier um die Zeit unterwegs zu sein, als zum Beispiel in der Barmer Innenstadt, die um 21 Uhr schon ausgestorben ist.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>blickfeld:<\/strong> Ist die AfD mit ihrem Spaziergang gescheitert?<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liliane: <\/strong>Das w\u00fcrde ich mal behaupten. Es waren 300 Gegendemonstrant:innen gegen 20 Personen von der AfD. Es hat deutlich gezeigt, dass dieser Stadtteil und die Stadt sich Oberbarmen nicht wegnehmen lassen. Ich glaube, allein daf\u00fcr hat es sich gelohnt, die Demo zu organisieren. \u00bb<a href=\"https:\/\/www.blickfeld-wuppertal.de\/ueber-uns\/blickfeld-redaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eg<\/a>\u00ab<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Interview f\u00fchrte Evgenia Gavrilova<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"blickfeld: M\u00f6gt ihr beiden zun\u00e4chst erz\u00e4hlen, warum ihr da wart? 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