{"id":1206280,"date":"2026-07-31T17:51:16","date_gmt":"2026-07-31T17:51:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206280\/"},"modified":"2026-07-31T17:51:16","modified_gmt":"2026-07-31T17:51:16","slug":"moenchengladbach-wie-sicher-sind-bankschliessfaecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206280\/","title":{"rendered":"M\u00f6nchengladbach: Wie sicher sind Bankschlie\u00dff\u00e4cher?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Am helllichten Tag haben am Montag (27. Juli) Kostenpflichtiger Inhalt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/nrw\/staedte\/moenchengladbach\/29-schliessfaecher-in-sparkasse-in-moenchengladbach-rheydt-aufgebrochen_aid-152207171\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zwei T\u00e4ter in einer Filiale der Sparkasse M\u00f6nchengladbach 29 Schlie\u00dff\u00e4cher aufgebrochen.<\/a> Ungew\u00f6hnlich, meint Markus Hartmann, Tresorhersteller aus Paderborn und Vorstandsmitglied des europ\u00e4ischen Branchenverbands European Security Systems Association. Nach seiner Einsch\u00e4tzung zeigt die hohe Zahl der aufgebrochenen F\u00e4cher, dass die T\u00e4ter gut darauf vorbereitet waren, mehrere Sicherheitsmechanismen \u00fcberwinden zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber: \u201eEin Schlie\u00dffach ist auch kein Tresor\u201c, sagt Hartmann. Die einzelnen F\u00e4cher selbst seien nur begrenzt gegen Einbruch gesch\u00fctzt. Den eigentlichen Schutz b\u00f6ten der Tresorraum sowie die Zutrittskontrolle. Moderne Anlagen verf\u00fcgten \u00fcber Vereinzelungsschleusen, die nur eine berechtigte Person einlie\u00dfen, sowie \u00fcber eine elektronische \u00dcberwachung, die registriere, ob tats\u00e4chlich nur das freigegebene Schlie\u00dffach ge\u00f6ffnet werde. \u00c4ltere Anlagen seien dagegen oft deutlich einfacher aufgebaut. Dass in M\u00f6nchengladbach so viele F\u00e4cher innerhalb kurzer Zeit aufgebrochen werden konnten, werfe Fragen auf. \u201eEs ist schon erstaunlich, wie man \u00fcberhaupt mit entsprechendem Werkzeug in einen solchen Raum gelangen konnte\u201c, sagt der 60-J\u00e4hrige. Die T\u00e4ter m\u00fcssten zun\u00e4chst Zugang zum Schlie\u00dffachbereich erhalten und anschlie\u00dfend mehrere Schlie\u00dffachbl\u00f6cke ge\u00f6ffnet haben.<\/p>\n<p>Schlie\u00dff\u00e4cher sind versichert, aber nur bis zu einer bestimmten Summe      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Noch ermittelt die Polizei die genauen Umst\u00e4nde. Der Schlie\u00dffachbereich ist schon wieder ge\u00f6ffnet, und die einzelnen Schlie\u00dff\u00e4cher sind nach Angaben der Sparkasse mit 20.500 Euro je Fach versichert. Und wenn der Schaden im Einzelfall h\u00f6her ist? Ist die Sparkasse dann raus, und der Kunde bleibt auf dem \u00fcber die Versicherungssumme hinausgehenden Schaden sitzen? Nicht zwangsl\u00e4ufig. \u201eZwar enthalten viele Schlie\u00dffachvertr\u00e4ge Klauseln, nach denen die Haftung der Bank auf einen bestimmten H\u00f6chstbetrag begrenzt sein soll.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass Kunden auf weitergehenden Sch\u00e4den sitzen bleiben m\u00fcssen\u201c, sagt der Leverkusener Verbraucheranwalt Guido Lenn\u00e9. \u201eOb eine Bank tats\u00e4chlich nur bis zur vereinbarten Grenze haftet, h\u00e4ngt immer von den konkreten Umst\u00e4nden des Einzelfalls ab. Insbesondere kommt es darauf an, ob das Kreditinstitut seine vertraglichen Schutz- und Sicherungspflichten ordnungsgem\u00e4\u00df erf\u00fcllt hat.\u201c<\/p>\n<p>Wie Schlie\u00dff\u00e4cher gesichert werden      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das ist aber zun\u00e4chst schwer zu beurteilen. Grunds\u00e4tzlich beruhe die Sicherheit von Schlie\u00dffachanlagen auf drei S\u00e4ulen: mechanischem Einbruchschutz, elektronischer \u00dcberwachung und organisatorischen Ma\u00dfnahmen, erkl\u00e4rt Experte Hartmann. \u201eRegelm\u00e4\u00dfige Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfungen, geschulte Mitarbeiter und konsequent eingehaltene Abl\u00e4ufe sind ebenso wichtig wie stabile T\u00fcren oder Alarmanlagen\u201c, sagt Hartmann. \u201eDie organisatorische Sicherheit wird oft untersch\u00e4tzt.\u201c Banken sollten ihre Sicherheitskonzepte deshalb regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcfen und an neue Bedrohungen anpassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kunden empfiehlt Hartmann, bei ihrer Bank gezielt nachzufragen: \u201eHaben Sie ein Sicherheitskonzept \u2013 und wie oft wird das auditiert?\u201c Wer darauf keine klare Antwort bekomme, m\u00fcsse sich \u00fcberlegen, \u201eob man seine Sachen dort noch lagern m\u00f6chte\u201c. Denn eines gilt aus Kundensicht immer: \u201eDas Schlie\u00dffach bei der Bank muss dem Kunden sicherer erscheinen als der Safe im eigenen Keller\u201c, sagt Anwalt Lenn\u00e9.<\/p>\n<p>\u201eBanken m\u00fcssen ihre Sicherheitskonzepte kontinuierlich \u00fcberpr\u00fcfen\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/leben\/ratgeber\/verbraucher\/schliessfach-nach-einbruch-so-schuetzen-sie-ihre-werte_aid-142202397\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Au\u00dferdem sollten Kunden den Versicherungsschutz ihres Schlie\u00dffachs genau pr\u00fcfen.<\/a> Viele lagern Werte, die die vereinbarte Versicherungssumme deutlich \u00fcbersteigen. \u201eDie Menschen quetschen oft viel mehr in ein Schlie\u00dffach, als eigentlich versichert ist\u201c, sagt Hartmann. Besonders schmerzhaft sei bei Einbr\u00fcchen ohnehin h\u00e4ufig nicht der finanzielle Schaden, sondern der Verlust unersetzlicher Erinnerungs- oder Erbst\u00fccke.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr Hartmann zeigen die F\u00e4lle in Gelsenkirchen und M\u00f6nchengladbach, dass viele Schlie\u00dffachanlagen dringend auf den Pr\u00fcfstand geh\u00f6ren. Das sieht auch Lenn\u00e9 so: \u201eBereits in den vergangenen Monaten kam es bundesweit zu mehreren spektakul\u00e4ren Schlie\u00dffacheinbr\u00fcchen. Diese Entwicklung zeigt, dass Banken ihre Sicherheitskonzepte kontinuierlich \u00fcberpr\u00fcfen und an neue Angriffsmethoden anpassen m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Viele Banken reagierten aber auch schon auf die gestiegenen Sicherheitsanforderungen, sagt Hartmann. \u201eDie kleinen Schlie\u00dffachanlagen in den Filialen werden zunehmend zur\u00fcckgebaut und an zentralen Standorten geb\u00fcndelt.\u201c Dort lasse sich ein h\u00f6heres Sicherheitsniveau mit moderner Technik und speziell geschultem Personal wirtschaftlicher gew\u00e4hrleisten. Sicherheitsstandards lie\u00dfen sich zwar nachr\u00fcsten, dies sei jedoch technisch aufwendig und kostspielig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am helllichten Tag haben am Montag (27. 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