{"id":1206405,"date":"2026-07-31T19:07:16","date_gmt":"2026-07-31T19:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206405\/"},"modified":"2026-07-31T19:07:16","modified_gmt":"2026-07-31T19:07:16","slug":"grafikkarten-preise-nvidia-und-amd-erhoehen-zum-dritten-mal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206405\/","title":{"rendered":"Grafikkarten-Preise: Nvidia und AMD erh\u00f6hen zum dritten Mal"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nvidia und AMD verteuern ihre Grafikkarten zum dritten Mal in diesem Jahr. Grund ist die enorme Nachfrage nach KI-Hardware, die die globale Lieferkette an ihre Grenzen bringt. Verbraucher m\u00fcssen sich auf weiter steigende Preise einstellen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Preisspirale bei Grafikkarten dreht sich immer schneller. Was im Januar mit moderaten Anpassungen begann, hat sich zu einer massiven Verteuerungswelle entwickelt. Besonders betroffen: Gamer und PC-Enthusiasten, die f\u00fcr ihre Hardware deutlich tiefer in die Tasche greifen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Nvidia erh\u00f6ht Preise um bis zu 30 Prozent<\/p>\n<p>Der Branchenprimus hat seine Partner bereits im Juli \u00fcber die dritte Preiserh\u00f6hung des Jahres informiert. Betroffen ist das gesamte Sortiment der RTX-50-Serie \u2013 vom Einsteigermodell bis zum Flaggschiff. Die Aufschl\u00e4ge erreichen demnach bis zu 30 Prozent.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen sind bereits auf dem Markt sichtbar. Die RTX 5090, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr 1.999 US-Dollar auf den Markt kam, kostet in einigen Regionen inzwischen zwischen 4.300 und 5.000 US-Dollar. Auch im Mittelklasse-Segment geht es kr\u00e4ftig nach oben: Die RTX 5070, einst f\u00fcr rund 549 US-Dollar zu haben, soll nach den j\u00fcngsten Anpassungen bei etwa 850 US-Dollar liegen. In China haben Hersteller wie MSI und Colorful ihre Preise bereits um bis zu 20 Prozent angehoben.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr die Explosion der Preise: K\u00fcnstliche Intelligenz. Gro\u00dfe KI-Start-ups und Spekulanten konkurrieren zunehmend um Consumer-Hardware, um ihre Rechenkapazit\u00e4ten zu erweitern. Die Folge sind anhaltende Engp\u00e4sse.<\/p>\n<p>AMD zieht im August nachLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/eu-ki-gesetz-ab-sonntag-kennzeichnungspflicht-fuer-alle-ki-inhalte\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU-KI-Gesetz ab Sonntag: Kennzeichnungspflicht f\u00fcr alle KI-Inhalte<\/a><\/p>\n<p>Auch der zweite gro\u00dfe Hersteller reagiert. AMD hat seinen Partnern eine Preiserh\u00f6hung von mindestens zehn Prozent f\u00fcr GPU- und Speicherpakete angek\u00fcndigt, die im August in Kraft treten soll. Urspr\u00fcnglich war der Schritt schon f\u00fcr Juli geplant, wurde dann aber verschoben, um die Marktnachfrage zu pr\u00fcfen und Lagerbest\u00e4nde abzubauen.<\/p>\n<p>Die Anpassungen betreffen die RX-9000-Serie. W\u00e4hrend die Einsteigerkarte RX 9050 um zehn Prozent teurer wird, m\u00fcssen K\u00e4ufer der High-End-Modelle wie der RX 9070 XT mit deutlich h\u00f6heren Aufschl\u00e4gen rechnen \u2013 wegen des gr\u00f6\u00dferen Videospeichers. Die Karte, die zum Start 599 US-Dollar kostete, liegt aktuell bereits zwischen 700 und 750 US-Dollar.<\/p>\n<p>Hintergrund der AMD-Entscheidung sind unter anderem die drastisch gestiegenen DRAM-Kosten. Einige Speicherbausteine haben sich im Preis verdoppelt. Da bleibt dem Hersteller kaum Spielraum, die alten Preisstrukturen zu halten.<\/p>\n<p>Speicherpreise treiben die Kosten<\/p>\n<p>Die eigentliche Ursache der Verteuerung liegt in einer massiven Verschiebung im Halbleitermarkt. Marktforscher von Omdia prognostizieren f\u00fcr 2026 einen Anstieg der Halbleiter-Ums\u00e4tze um 94,1 Prozent im Jahresvergleich \u2013 ein Wachstum, das fast vollst\u00e4ndig auf KI-Nachfrage zur\u00fcckgeht. Speicherchips sollen dabei mehr als die H\u00e4lfte der Erl\u00f6se ausmachen.<\/p>\n<p>Konkret zeigt sich das bei den Komponenten, die in Grafikkarten verbaut werden. Samsung hat seine DRAM-Preise um 20 Prozent angehoben \u2013 das trifft direkt die Produktionskosten f\u00fcr GDDR7- und GDDR6-Speichermodule. Ein 2-Gigabyte-GDDR7-Baustein kostet inzwischen rund 20 US-Dollar, 3-Gigabyte-Module schlagen mit 60 bis 70 US-Dollar zu Buche.<\/p>\n<p>Versch\u00e4rft wird die Lage durch Engp\u00e4sse bei der Produktion von High Bandwidth Memory (HBM), dem Hochleistungsspeicher f\u00fcr KI-Rechenzentren. Die Analyse von Omdia deutet darauf hin, dass die Lieferengp\u00e4sse und Fertigungsprobleme im Bereich Computing und Datenspeicherung \u2013 ein Segment, das um mehr als 150 Prozent auf fast eine Billion US-Dollar wachsen soll \u2013 bis 2027 anhalten d\u00fcrften.<\/p>\n<p>Kein Ende der Preisspirale in Sicht<\/p>\n<p>F\u00fcr Verbraucher bedeutet das: Die Zeiten g\u00fcnstiger Grafikkarten sind vorerst vorbei. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wird sich so schnell nicht aufl\u00f6sen. Wer eine neue Karte braucht, sollte die Preisentwicklung genau beobachten \u2013 und wom\u00f6glich auf Sonderangebote warten. Doch ob sich Geduld auszahlt, ist fraglich. Die Hersteller haben wenig Anreiz, die Preise zu senken, solange die Nachfrage aus der KI-Branche ungebrochen hoch bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nvidia und AMD verteuern ihre Grafikkarten zum dritten Mal in diesem Jahr. 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