{"id":1206442,"date":"2026-07-31T19:35:20","date_gmt":"2026-07-31T19:35:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206442\/"},"modified":"2026-07-31T19:35:20","modified_gmt":"2026-07-31T19:35:20","slug":"baeume-in-wuppertal-mehr-faellungen-aber-noch-zu-wenige-nachpflanzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1206442\/","title":{"rendered":"B\u00e4ume in Wuppertal: Mehr F\u00e4llungen, aber noch zu wenige Nachpflanzungen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Erst k\u00fcrzlich hat die Stadt eine gro\u00dfe Buche auf dem Kinderspielplatz auf der Hardt gef\u00e4llt. Am Rathaus Barmen fielen die jahrzehntealten B\u00e4ume Anfang des Jahres ebenfalls der Kettens\u00e4ge zum Opfer. Damit reihen sie sich in eine ganze Reihe von F\u00e4llungen ein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eBisher mussten circa 415 B\u00e4ume im Stadtgebiet Wuppertal gef\u00e4llt werden\u201c, erkl\u00e4rt Stadtsprecherin Kathrin Petersen, die sich auf Informationen des Ressorts Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Forsten bezieht. Etwa 315 F\u00e4llungen entfallen auf Gr\u00fcnanlagen, auf Grundst\u00fccken des Geb\u00e4udemanagements Wuppertal und Kinderspielpl\u00e4tze, etwa 100 F\u00e4llungen entfallen auf Einzelb\u00e4ume und begleitendes Gr\u00fcn an den Stra\u00dfen. \u201eIn den Gr\u00fcnanlagen sind besonders Buchen und Eschen betroffen\u201c, so Petersen. Bei den Stra\u00dfenb\u00e4umen werden mehrheitlich Robinien, Ahorn, Eschen und Rotdorn gef\u00e4llt. Im Vergleich: Im Jahr 2018 mussten im Laufe des Jahres lediglich 177 B\u00e4ume gef\u00e4llt werden, im Jahr 2023 waren es schon 1264 B\u00e4ume.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die ver\u00e4nderten klimatischen Bedingungen spielten eine gro\u00dfe Rolle in Bezug darauf, weshalb \u00fcberhaupt so viele B\u00e4ume gef\u00e4llt werden m\u00fcssen. \u201eIn den Gr\u00fcnanlagen sind h\u00e4ufig holzzersetzende Pilze und Trockensch\u00e4den Grund f\u00fcr eine F\u00e4llung\u201c, so Petersen. Buchen seien beispielsweise durch Hitze und anhaltende Trockenheit stark geschw\u00e4cht. Petersen: \u201eHolzzersetzende Pilze, die \u00fcber die Wurzel in den Baum eindringen, haben dann leichtes Spiel.\u201c Auch Eschen leiden stark an Pilzbefall. Sie sind durch das sogenannte \u201eEschentriebsterben\u201c stark geschw\u00e4cht. Dabei siedeln sich Pilze im Wurzelraum an, die die Standsicherheit einschr\u00e4nken.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei den Stra\u00dfenb\u00e4umen gebe es viele verschiedene Gr\u00fcnde f\u00fcr F\u00e4llungen. Auch hier seien h\u00e4ufig holzzersetzende Pilze der Grund f\u00fcr die F\u00e4llung. \u201eAber auch die Beschaffenheit der Standorte und die starke Hitzeentwicklung durch direkte Sonneneinstrahlung sind oftmals urs\u00e4chlich f\u00fcr den Ausfall von B\u00e4umen\u201c, so Petersen. <\/p>\n<p>F\u00e4llung eines Baums ist f\u00fcr<br \/>die Stadt das letzte Mittel      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Allerdings f\u00e4llt die Stadt nicht sofort, sobald ein Baum krank oder geschw\u00e4cht ist. \u201eDie F\u00e4llung eines Baums ist immer das letzte Mittel der Wahl\u201c, betont Petersen. \u201eBis dahin wird oftmals \u00fcber viele Jahre daran gearbeitet, die B\u00e4ume durch gezielte Pflegema\u00dfnahmen zu erhalten.\u201c Hierzu z\u00e4hlen Eink\u00fcrzungen von Kronenteilen, Einbau von Kronensicherungen oder Verbesserung von Baumstandorten in der Stra\u00dfe durch bauliche Ma\u00dfnahmen. Ein aktuelles Beispiel ist der Schnitt der Baumkronen auf dem Parkplatz des Rathauses. Bei vielen B\u00e4umen w\u00fcrden auch externe gutachterliche Meinungen eingeholt, um Sanierungs- und Erhaltungskonzepte zu erstellen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Baumf\u00e4llungen gibt es \u00fcberall im Stadtgebiet. In den vergangenen Jahren war vor allem der Bereich Uellendahl\/Katernberg besonders betroffen und dort besonders der Mirker Hain, der Kaiser-Wilhelm Hain und die Gr\u00fcnanlage Auf der N\u00fcll. Das h\u00e4nge mit der topografischen Lage und der starken Sonneneinstrahlung zusammen. Dort sind vor allem Buchen stark gesch\u00e4digt und abgestorben. Bei den Stra\u00dfenb\u00e4umen gibt es keinen besonderen Schwerpunkt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kathrin Petersen unterstreicht: \u201eGrunds\u00e4tzlich versucht die Stadt, alle gef\u00e4llten B\u00e4ume zu ersetzen.\u201c An Stra\u00dfen seien daf\u00fcr immer Abstimmungen innerhalb der Verwaltung, mit den Wuppertaler Stadtwerken und anderen Leitungstr\u00e4gern erforderlich. Da im Untergrund viele Leitungen, Bauwerke und arch\u00e4ologische Belange ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen, k\u00f6nnten nicht alle B\u00e4ume eins zu eins ersetzt werden. \u201eBei Nachpflanzungen wird auch der Standort verbessert, zum Beispiel durch Vergr\u00f6\u00dferung der Baumgrube\u201c, so Petersen. \u201eAuch werden B\u00e4ume ausgew\u00e4hlt, die besser mit dem zuk\u00fcnftig zu erwartenden Klima zurechtkommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Bereich von Gr\u00fcnanlagen und im Besonderen bei dichten Baumbest\u00e4nden habe man in der Vergangenheit vor allem auf Naturverj\u00fcngung \u2013 also Jungb\u00e4ume aus S\u00e4mlingen der Altb\u00e4ume \u2013 gesetzt. Inzwischen werden auch hier durch gezielte Nachpflanzungen zukunftsf\u00e4hige Baumarten gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Da in den vergangenen f\u00fcnf bis sechs Jahren die Zahl der zu f\u00e4llenden B\u00e4ume stark zugenommen hat, konnten die Nachpflanzungen nicht zeitnah erfolgen. \u201eHier gibt es aktuell noch ein gro\u00dfes Defizit, das aufgearbeitet werden muss\u201c, so Petersen. Um die Nachpflanzungen und die Entwicklung des Baumbestandes k\u00fcnftig strategisch zu steuern, wird ein Stadtbaumkonzept erarbeitet. Dieses sieht die Pflanzung neuer B\u00e4ume im Stadtgebiet vor und soll dazu beitragen, den Bestand langfristig zu sichern, Defizite bei Nachpflanzungen abzubauen und die Anpassung des Stadtgr\u00fcns an die Folgen des Klimawandels voranzutreiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst k\u00fcrzlich hat die Stadt eine gro\u00dfe Buche auf dem Kinderspielplatz auf der Hardt gef\u00e4llt. 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